19611963


1962

Harald Thiel

Fahneneid

Auftraggeber: 7. Panzerdivision der Nationalen Volksarmee

 

Bild vergrößernIm Jahr 1960 unterzeichneten die Künstler Harald Thiel, Horst Schlossar und Christian Rost Honorarverträge mit der in Dresden stationierten 7. Panzerdivision der NVA. Der Politoffizier der Division meldete: "Innerhalb der abgeschlossenen Verträge trat die NVA erstmalig als Auftraggeber in Erscheinung. [...] Damit ist die bildende Kunst durch ein neues, entscheidendes Aufgabengebiet, die neue sozialistische Soldatenthematik, bereichert worden." Das Gemälde "Fahneneid" von Harald Thiel gehört also zu den frühesten Auftragswerken der NVA.

Die 1956 gegründeten DDR-Streitkräfte waren durch die Beschlüsse des V. Parteitages der SED im Juli 1958 in Zugzwang geraten. Dort wurde die Losung verkündet: "In Staat und Wirtschaft ist die Arbeiterklasse der DDR bereits der Herr. Jetzt muß sie auch die Höhen der Kultur stürmen und von ihnen Besitz ergreifen!" Diese in soldatische Metaphorik verpackte Aufforderung nahm die NVA-Führung wörtlich. In den folgenden Jahrzehnten avancierte die Nationale Volksarmee zu einem wichtigen Auftraggeber für bildende Kunst. Alle Teilstreitkräfte fanden zwischen 1961 und 1989 Partner unter den bildenden Künstlern, bei denen sie Gemälde, Graphiken und Skulpturen für ihre Stützpunkte und Kasernen in Auftrag gaben.

 

 

 

 

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