KAt. 53

Katalognummer 53
Topfhelm

2. Hälfte 13. Jahrhundert
H 30 cm, B 15,5 cm, G 2260 g;
Inv. W 1003, AD 14311

Der Helm besteht aus fünf leicht gebogenen und miteinander vernieteten Eisenplatten (zwei Gesichts-, zwei Nackenplatten und eine Scheitelplatte). Das aufgenietete Visierkreuz verstärkt die Gesichtsplatten. Die Visierspangen haben rechts und links einen etwa 7 mm breiten Sehschlitz, der linke ist nur noch fragmentarisch erhalten. Die Gesichtsplatten haben je 20 fast symmetrisch angeordnete Atemlöcher. Durch verschiedene Lochpaare wurden die Schnüre für das Helmfutter gezogen.
Der Helm ist insgesamt vom Rost stark angegriffen. Links an der Stirn ist der Helm vermutlich durch einen Lanzenstoß beschädigt. Topfhelme waren Symbole der "Ritterbürtigkeit". Helmzimiere und Wappen kennzeichneten den vollgerüsteten adeligen Ritter. Von den etwa 20 erhaltenen Exemplaren, die sich fast ausschließlich im Besitz von Museen befinden, ist dieser Helm der älteste.

Lit.: Müller/ Kunter, Europäische Helme, S. 256.
Quasigroch, Der Topfhelm, S. 11

 

 

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