Ausstellungen

 

AUS DEN SAMMLUNGEN DES DHM

 


Hofjagd

Eine Ausstellung des Deutschen Historischen Museums
Kurator: Dr. Gerhard Quaas

19. Februar bis 12. April 2004, Pei-Bau

 

Als Teil der historischen Überlieferung verwahrt das Deutsche Historische Museum (DHM) in seinen Depots eine Fülle von Zeugnissen und Bildern über die Jagd.
Die Jagd war ein Privileg des Adels. Ihre Ausübung basierte auf dem Besitz an Grund und Boden, und die Fürsten demonstrierten damit ihren sozialen Rang und ihre Ansprüche an die Macht in ihrem Territorium. Sie verfügten über ausgedehnte Wälder und prunkvoll aus-gestattete Jagdschlösser sowie über eine große Anzahl von Bediensteten, die ausschließlich mit der umfangreichen Vorbereitung der Jagd und ihrer Ausübung betraut waren.
Die Hofjagd unterlag einem ganzen System althergebrachter Regeln und Traditionen, die weit in das Mittelalter zurückreichen. Neben der Pirsch auf Hochwild gab es Gesellschaftsjagden, die der Landesherr im Herbst und Winter veranstaltete.

Die Ausstellung, die nach den Jagdarten - Hetzjagd, eingestelltes Jagen, Vogel- und Falkenjagd und Parforcejagd zu Pferde - gegliedert ist, stellt neben Gemälden, Graphiken, Büchern und Dokumenten vor allem kostbare Waffen vor. Sie geben eine Vorstellung von der Prachtentfaltung der adeligen Jagden zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert, die imposante Inszenierungen landesherrlicher Macht darstellten. Demonstrativ gepflegt wurde die Hochwildjagd, die ein Privileg des Landesherren und Teil der Staatsrepräsentation war.
Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die Jagdwaffen, die entweder einfache Gebrauchs-waffen waren oder Herrschern wie Kaiser Maximilian I., König Friedrich Wilhelm I. oder Kurfürst Carl Theodor von der Pfalz als persönliche Stücke dienten. Viele der gezeigten Sammlungsgegenstände stammen aus süddeutschen Reichsstädten und wurden von berühmten Meistern gefertigt. Kostbare Waffen und Jagdausstattungen machte sich der Adel häufig gegenseitig zum Geschenk und repräsentative Stücke waren oft Bestandteil fürstlicher Kunstkammern.
Die Objekte der Ausstellung zur Jagd stammen aus der Militaria-Sammlung des DHM, die auf der Zeughaus-Sammlung basiert. Neben den Objekten zur Hofjagd sind ausgewählte Beispiele zur Staatsjagd im 19. und 20. Jahrhundert zu sehen.
Einige der Waffen werden in der ständigen Ausstellung des DHM im Kontext der Kulturgeschichte Deutschlands und Europas gezeigt. Andere sind später – ab 2004/2005 - dazu bestimmt, im Schloss Grunewald in Berlin ausgestellt zu werden.

Katalog zur Ausstellung
Edition Minerva Hermann Farnung: 143 Seiten, 100 zumeist farbige Abbildungen, 20,- €
Der Katalog ist über den Museumsladen des Deutschen Historischen Museums zu beziehen und kann per email unter verkauf@dhm.de bestellt werden.

Sonderführungen durch die Ausstellung mit dem Kurator Dr. Gerhard Quaas
Sonntag, 22. Februar 2004, 11 Uhr Pei-Bau
Sonntag, 28. März 2004, 11 Uhr Pei-Bau

Hörführung
Hörführung in deutscher Sprache: 2 €

Vortrag
25.2. Mittwoch 18.00

Dr. Gerhard Quaas
Prunkvolle Jagdwaffen aus der
Sammlung des Deutschen Historischen Museums

Link: DHM-Magazin Jagdwaffen - Aus den Sammlungen des Deutschen Historischen Museums zu bestellen im Museumsladen des DHM.

Link: Internetpräsentation des DHM-Magazins Jagdwaffen - Aus den Sammlungen des Deutschen Historischen Museums

Link: Panoramafotografien der Ausstellung Hofjagd im Knauf-Museum Iphofen
(03. September - 03. November 2002)