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In »Nationalpolitischen
Erziehungsanstalten« (Napolas) sollte die zukünftige
Elite des NS-Staates erzogen werden. Napolas für Jungen
wurden schon 1933 geschaffen, Eliteschulen für Mädchen
entstanden erst ab 1938/39. Ihr wichtigster Befürworter
war SS-Obergruppenführer August Heißmeyer, dritter
Ehemann der Reichsfrauenführerin Gertrud Scholtz-Klink.
Als Inspekteur der preußischen Napolas glaubte er,
»daß die Frau jetzt und in naher Zukunft mehr als je
über das ewige Leben unseres Volkes mitentscheiden
wird«. In den Eliteschulen sollten nur »gesunde
rassisch und charakterlich einwandfreie und geistig
überdurchschnittlich begabte Mädel« aufgenommen
werden. Die Lehrkräfte der Internatsschulen waren bis
hin zur Schulleitung weiblich. Napolas für Mädchen
stießen auf heftigen Widerstand. Konservative Politiker,
wie Reichsfinanzminister Schwerin von Krosigk, fürchteten um das
Ansehen der gesamten Institution.1943 entschied eine
»Führerweisung« die Streitigkeiten zugunsten der
elitären Mädchenbildung. Durchgesetzt wurden jedoch nur
zwei Gründungen: Hubertendorf-Türnitz in Österreich
(1938/39) und Kolmar-Berg in Luxemburg (1941).
Propagandistisch nutzte man die Napolas für Mädchen
zurückhaltender als die für Jungen - ein Zeichen für
den unsicheren Umgang mit der Idee einer weiblichen
Elite.
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