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[Tabaklade mit der Reiterstatuette des grüßenden Friedrich II.]

Raum 14 - Friedrich II. und die Schlesischen Kriege

[Kaiserin Maria Theresia als Königin von Ungarn]
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[Raum 14] [Wandbehang zum Frieden von Hubertusburg 1763] Als Friedrich II. 1740 den preußischen Thron bestieg, erwartete man von dem musisch und philosophisch gebildeten jungen König, dem Freund Voltaires, eine friedliche Reformpolitik. Tatsächlich verwirklichte Friedrich II. manche Ideen der Aufklärung und Toleranz; zugleich aber entschloß er sich zur offensiven Verwendung seines Heeres.


[Drei Prinzen im Feldlager Sein Griff nach dem österreichischen Schlesien Ende 1740, als Habsburg durch das drohende Aussterben in der männlichen Erbfolge und die Nachfolgeprobleme geschwächt war, bedeutete dem König vor allem ein "Rendezvous mit dem Ruhm"; für die Zeitgenossen handelte es sich um einen sensationellen Anschlag auf das Rechtsempfinden der Epoche. In drei Schlesischen Kriegen (1740-1763), die den Aufstieg Preußens zur europäischen Großmacht und die hundertjährige Spannung zwischen Österreich und Preußen begründeten, wurde Friedrich zum "Großen". Dabei war Schlesien nur ein Nebenkriegsschauplatz im weltgeschichtlichen Ringen zwischen Frankreich und England um den Besitz der großen Kolonialreiche. Der Erschöpfungsfriede von Hubertusburg von 1763, in dem die preußische Großmachtstellung und der preußische Besitz Schlesiens garantiert wurden, folgte um fünf Tage dem Frieden von Paris, in dem Frankreich einen Großteil seiner überseeischen Besitzungen an England abtrat.

Friedrich dachte und fühlte französisch und hegte gegen die deutsche Literatur tiefe Verachtung. Gleichwohl wurde er zum Helden des protestantischen Teils Deutschlands; die Jugend der Zeit fühlte "fritzisch", eine Vorahnung des deutschen Nationalbewußtseins im 19. Jahrhundert.

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