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RAUM 14 - FRIEDRICH II. UND DIE SCHLESISCHEN KRIEGE |
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Katharina II. von Rußland (1729-1796) - als deutsche Prinzessin Sophie Friederike Auguste von Anhalt-Zerbst - heiratete 1745 den russischen Thronfolger und späteren Zaren Peter III., den sie 1762 stürzen und ermorden ließ, um sich danach selbst zur Zarin auszurufen. Obgleich im Sinne der Aufklärung gebildet, führte ihre Regierung zu keiner Liberalisierung, wohl aber zu einer Modernisierung und Machsteigerung Rußlands. Sie verschärfte die bäuerliche Leibeigenschaft und dehnte sie auf die Ukraine aus. Nach der Niederschlagung des dadurch ausgelösten Bauernaufstandes unterdrückte sie alle sozialen Reformvorschläge rigoros. |
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Einflüsse der Französischen Revolution bekämpfte sie mit Schärfe. Außenpolitisch verfolgte sie eine rücksichlose Expansion Rüßlands nach Westen auf Kosten Polens (die drei polnischen Teilungen gingen wesentlich auf ihre Initiative zurück) und nach Süden auf Kosten der Türkei. Die im Süden neu gewonnenen Gebiete ließ sie seit 1764 mit Kolonisten aus Deutschland (Wolgadeutsche) besiedeln. Katharinas glanzvoller St.-Petersburger Hof, der in starken Kontrast zur Armut des Reiches stand, war geprägt durch ihren ausschweifenden Lebensstil mit zahlosen Liebhabern und Günstlingen, von denen Fürst Potemkin der bedeutendste war. Als Katharina 1787 auf Inspektionsreise gehen wollte, ließ er angeblich rasch zum Schein bevölkerte Dörfer aufbauen, die einen blühenden Zustand des Landes vortäuschen sollten - die sprichwörtlich gewordenen "Potemkinschen Dörfer".