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RAUM 14 - FRIEDRICH II. UND DIE SCHLESISCHEN KRIEGE

 

  • Herzog Ferdinand von Braunschweig-Lüneburg in der Robe eines Ritters des Hosenbandordens

  • Johann Georg Ziesenis (1716-1776)

  • nach 1763

  • Öl/Leinwand; 122,5 x 88 cm

  • Inv.-Nr. 1998/1079

  • Herzog Ferdinand von Braunschweig-Lüneburg (1721-1792), der Schwager Friedrichs des Großen, stand seit 1740 im preußischen Dienst. Im Siebenjährigen Krieg kommandierte er seit Novemeber 1757 die sogenannte Combinierte Armee. Diese Armee, bestehend aus dem hannoverschen Heer und norddeutschen Soldtruppen, hatte erst zwei Monate zuvor kapituliert. Sie wiederaufzubauen und zur Verteidigung Hannovers und Hessens gegen die französischen Invasionstruppen an der Westflanke Preußens aufzurichten, war die Aufgabe des Herzogs. Durch seine Siege bei Krefeld (23. Juni 1758) und bei Minden (1. August 1759) und die erfolgreiche Verteidigung Hannovers (1761) band er französische Kräfte auf dem Kontinent und sicherte damit die englischen Erfolge in Amerika. 1759 wurde ganz Kanada britisch, und Frankreich verlor überdies alle Stützpunkte in Südindien.

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    Ferdinands überregionaler Patriotismus - zeitweise führte er Truppen aus acht Nationen und verteidigte mit ihnen den gesamten norddeutschen Raum - ließ ihn über staatliche Einzelinteressen hinwegsehen. So hat er auf dem Gemälde den britischen Hosenbandorden angelegt, den er zwei Wochen nach der Schlacht bei Minden 1759 erhielt, und das Ritterkreuz des Johanniter-Ordens (1741). Auf dem Tisch liegen Schärpe und Kleinod des Hohen Ordens vom Schwarzen Adler (verliehen 1741 von Preußen), vermutlich das Ritterkreuz des dänischen Ordens de l'union parfaite oder de la fidélité (gestiftet 1732), das Halskreuz des Collegiatsstiftes St. Sebastiani zu Magdeburg und ganz rechts das Kreuz des Magdeburger Domstiftes, dessen Dechant der Herzog 1763 wurde.

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