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RAUM 14 - FRIEDRICH II. UND DIE SCHLESISCHEN KRIEGE

 

  • Landgraf Friedrich II. von Hessen-Kassel

  • Johann Heinrich Tischbein d. Ä. (1722-1789)

  • 1773

  • Öl/Leinwand; 85,5 x 70,5 cm

  • Inv.-Nr.: 1989/964

  • Dargestellt ist Landgraf Friedrich II. von Hessen-Kassel (1720-1785) in der Offiziersuniform des 45. preußischen Infanterieregiments, dessen Chef er ab 1760 war. Schon 1756 hatte ihn Friedrich der Große in die preußische Armee geholt, als sich abzeichnete, daß der zum katholischen Glauben konvertierte Landgraf überredet werden sollte, in österreichsische Dienste zu treten. Mit Beginn des Siebenjährigen Krieges wurde ihm ein Gehalt von 4000 Talern zugesichert. Hoch dekoriert aufgrund seiner militärischen Erfolge, blieb er auch nach dem Krieg im preußischen Dienst.

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    Hessen hatte unter dem Siebenjährigen Krieg sehr gelitten, und mit dem Friedenschluß blieb auch die finanzielle Unterstützung durch England aus. Das rohstoffarme Land hatte wenig zu exportieren, und als Ende 1775 englische Unterhändler nach Kassel kamen, um Truppen gegen die Aufständischen in den nordamerikanischen Kolonien zu mieten, griff man dort gerne zu. Zwischen 1776 und 1784 wurden insgesamt 17 000 hessische Landeskinder gegen Geld für den Unabhängigkeitskrieg an England vermietet. Obwohl solche Vermietung von Soldaten für das 18. Jahrhundert nicht ungewöhnlich war, hielt Friedrich der Große diesen Menschenhandel für unwürdig. Das bisher gute Verhältnis zu Preußen war getrübt.

    Mit Hilfe der durch den Soldatenhandel eingenommenen Gelder ergänzte der Landgraf die Kunstsammlung, förderte das Gewerbe und Ausbildungstätten. Unter den zahlreichen Bauten, die er für seine Residenzstadt Kassel schuf, ist das Museum Fridericianum, das erste öffentlich zugängliche Museum in Deutschland, der bekannteste.

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