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RAUM 35: BESATZUNGSZEIT UND KALTER KRIEG |
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Krieg und Zerstörung sind zumeist fast ausschließlich das Werk von Männern. Dagegen lastete die Beseitigung der Trümmer des Zweiten Weltkrieges hauptsächlich auf den Frauen. An Stelle ihrer im Krieg gefallenen oder verkrüppelten, vermißten oder in Kriegsgefangenschaft geratenen Männer legten in vielen deutschen Städten die "Trümmerfrauen" die ersten Grundsteine zum Wiederaufbau. Für manche Familie war die zusätzliche Lebensmittelration, die es dafür gab, überlebenswichtig. Viele Frauen, vor allem Ehefrauen von Nazi-Aktivisten, wurden von den alliierten Besatzungsbehörden für die harte körperliche Arbeit dienstverpflichtet. Der Dresdener Künstler Max Lachnit setzte den "Trümmerfrauen" mit seiner aus Bombenschutt hergestellten Skulptur ein Denkmal.
Während die "Trümmerfrauen" in ganz Deutschland ihren Beitrag zum Wiederaufbau leisteten, wurde die nach dem Vorbild der sowjetischen Besatzungsmacht ins Leben gerufene "Aktivistenbewegung" nur im Osten des Landes wirksam. Das Wesen dieser Kampagne bestand darin, besondere Einzelleistungen von Werktätigen mit großem Aufwand zu propagieren und sie zum Maßstab für ganze Berufsgruppen zu machen.