mit Unterbrechungen Studium an der Kunstakademie in Dresden
Seit 1920
konstruktivistische Arbeiten und Schnittcollagen
1922
Heirat mit seiner Schülerin Gerda Müller; enge Kontakte
zu Avantgardekünstlern (Kurt Schwitters, László
Moholy-Nagy, El Lissitzky u.a.)
Ab 1923
Beteiligung an den Ausstellungen des »Sturm«-Kreises
Seit etwa 1925
intensivere Beschäftigung mit der Photographie, Erprobung
experimenteller Phototechniken wie Mehrfachbelichtungen, Photogramme,
Negativmontagen; verwendet Kameras mit großen Mattscheibenformaten
Seit 1930
Porträt und Tanzphotographien
1933
Hausdurchsuchungen; Kesting vernichtet daraufhin einige seiner
Werke
1933-1936
Werbephotograph für Photo- und Autofirmen
1936
Mal- und Ausstellungsverbot; Photographie ist davon nicht
betroffen
1937
zwölf seiner Werke als »entartet« aus Museen
entfernt; in der Folgezeit Architekturaufnahmen in Dresden und
photographische Dokumentation der Kunstschätze im Grünen
Gewölbe
1945/46
entsteht nach der Zerstörung Dresdens eine Serie von
experimentellen Photoarbeiten »Dresdner Totentanz«
1946
Berufung an die Akademie für Werkkunst in Dresden; Leitung
der Lehrwerkstatt »Photographie und Film«; ein Jahr
später Entlassung
1948
Leiter der Fachklasse für Photographie an der Hochschule
für Bildende und Angewandte Kunst in Berlin-Weißensee
1953
fristlose Kündigung im Zuge der »Formalismus-Debatte«
1955
Berufung an die Hochschule für Film und Fernsehen in
Potsdam-Babelsberg als »Lehrbeauftragter für die Fachrichtung
Kamera«; Emeritierung 1960
Ende der 50er Jahre
als Prominentenphotograph tätig
Seit 1960
Reisen durch die Mark Brandenburg und an der Ostsee; Beschäftigung
mit der »chemischen Malerei«
1970
in Birkenwerder bei Berlin gestorben
Das Werk Kestings findet in der DDR erst seit etwa 1980 offizielle
Anerkennung