Fortsetzung des Studiums an der Technischen Hochschule in
Berlin; beschäftigt sich daneben auch mit der Bildhauerei
und der Photographie, verbringt viel Zeit im Berliner Zoo
1914-1918
Flugzeugkonstrukteur bei Zeppelin-Bau AG in Potsdam
1918-1921
Studium der Bildhauerei in Berlin
1921-1923
Studienreisen nach München, Rom, Paris
1923-1930
unabhängiger Bildhauer und Photograph in Berlin; bleibt
als Bildhauer erfolglos und wendet sich zunehmend der Photographie
zu (Motive: Berliner Alltagsleben, Tiere, Kinder, Mädchen)
1930
schließt er einen festen Vertrag mit dem Ullstein Verlag;
erste Erfolge mit seinen Akt- und Zootierphotographien; Arbeiten
für verschiedene Magazine (»Die Neue Linie«, »Berliner
Illustrirte Zeitung«, »Die Dame«, »Der Querschnitt«,
»Die Woche«); verwendet meist eine 9x12-Taschenklappkamera,
später eine 9x9-Spiegelreflexkamera
1939
erste Farbdias
1945-1950
Photoserien über das zerstörte Berlin, insbesondere
über den Tiergarten, entstehen
1945-1955
als freiberuflicher Photograph in Berlin tätig; Arbeiten
für verschiedene Zeitschriften
1966
in Berlin gestorben
1971
kauft das Bildarchiv Preußischer Kulturbesitz, Berlin,
den Seidenstücker-Nachlaß bei einem Berliner Trödler;
seit Ende der 70er Jahre wird Seidenstückers Photographie
allmählich »entdeckt«