Die
Ausstellung “Prometheus” des Deutschen Historischen Museums wurde am 12.
Oktober 1999 im Historischen Elektrizitätswerk Reading in Tel Aviv eröffnet
Mit
nahezu 200.000 Besuchern zählte die spektakuläre Multimedia-Inszenierung
“Prometheus - Menschen. Bilder. Visionen” in der saarländischen Völklinger
Hütte im vergangenen Kulturjahr zu den herausragenden Ausstellungsereignissen.
Nun ist die Ausstellung auch in Israel zu sehen.
Initiative
und Federführung der neuerlichen Präsentation hat das Goethe-Institut in Tel
Aviv übernommen. Es sieht in der Ausstellung eine Chance zur Darstellung
innovativer deutscher Kultur im Ausland. Der deutsche Botschafter in Israel,
Herr Theodor Wallau, ist sicher, daß dieses Ereignis in der israelischen Öffentlichkeit
große Beachtung finden wird.
Die
Ausstellung, die vom 12. Oktober bis 15. Januar 2000 gezeigt wird, versteht sich
bewußt als Präsentation westeuropäischer Kultur und Ideale in einem neuen
kulturellen Kontext, aus dem eine anregende, fruchtbare Begegnung zwischen zwei
Kulturräumen erwachsen soll. Eine ergänzende Veranstaltungs- und Vortragsreihe
zum Thema ist in Kooperation mit der Tel Aviv University vorgesehen.
Auch
in Israel konnte ein ungewöhnlicher Ort für diese ungewöhnliche Schau
gefunden werden: Vom Weltkulturerbe Alte Völklinger Hütte, dem ersten
Ausstellungsort, ist die Ausstellung inzwischen in das Historische Elektrizitätswerk
Reading in Tel Aviv installiert worden. Wiederum bildet also ein eindrucksvolles
Industriedenkmal den Rahmen für die eindrucksvolle Inszenierung des
renommierten Architekten und Bühnenbildners Hans Dieter Schaal.
Und
zugleich läßt sich der Bogen zurück nach Deutschland schlagen: Das E-Werk
wurde Ende der dreißiger Jahre von dem emigrierten Berliner Architekten und
Stadtplaner Richard Kaufmann entworfen. Das im Stil der Neuen Sachlichkeit
errichtete Gebäude war – noch vor der Gründung des Staates Israel – eine
der ersten Einrichtungen öffentlicher Versorgung im damals britischen
Protektorat in Palästina. Es steht inzwischen unter Denkmalschutz.
Die
Präsentation der Ausstellung in Israel findet in enger Zusammenarbeit mit der
IEC (Israel Electric Company) statt. Sie hat eigens für die Ausstellung
restauratorische Maßnahmen an der Maschinenhalle des E-Werks durchgeführt.
Deutschlands
bekanntester Software-Hersteller SAP hat das Projekt großzügig finanziell
unterstützt.