Sparen – Geschichte einer deutschen Tugend

Sparen

Geschichte einer deutschen Tugend

23. März verlängert bis 4. November 2018

Eine Ausstellung des Deutschen Historischen Museums in Zusammenarbeit mit der Berliner Sparkasse

Sparsamkeit versteht sich in Deutschland von selbst. Private und öffentliche Haushalte ebenso wie die Unternehmen sparen in Deutschland in großem Umfang. Die Mehrheit der Menschen im Land stellt das Sparen der privaten Haushalte auch in Zeiten historisch niedriger Zinsen nicht in Frage, ebenso wenig die Spardoktrin der deutschen Finanz- und Außenpolitik.

Beobachter außerhalb Deutschlands hingegen blicken in den letzten Jahren zunehmend kritisch auf die deutsche Sparneigung. Hierbei wird nicht nur die Rolle Deutschlands bei der Durchsetzung der Sparpolitik im Euro-Raum hinterfragt, sondern auch das Sparen in Deutschland selber. Die Ausgabenzurückhaltung der privaten und öffentlichen Haushalte sowie der Unternehmen trägt zu dem erheblichen Leistungsbilanzüberschuss des Landes bei, dem ein Gefährdungspotenzial für die Weltwirtschaft und damit auch für die deutsche Wirtschaft zugeschrieben wird.

Die Ausstellung "Sparen – Geschichte einer deutschen Tugend" im Deutschen Historischen Museum betrachtet und diskutiert das tradierte Sparverhalten der Deutschen vor dem Hintergrund internationaler Kritik. Sie begibt sich auf die Suche nach der spezifischen Gestalt der deutschen Sparneigung von den Ursprüngen bis heute. In den Blick genommen werden die Vorformen, sowie die konkreten historischen Erscheinungsformen des Sparens seit der Spätaufklärung. Es werden die Entwicklung des Sparens zum Instrument der Staatsfinanzierung sowie der staatlichen Daseinsfürsorge und Sozialpolitik beleuchtet. Auch das komplementäre Verhältnis der Sparpropaganda und Sparwerbung zum Antisemitismus steht im Fokus. Epochenübergreifend thematisiert die Ausstellung die Rolle der Sparerziehung für die Genese der deutschen Sparneigung ebenso wie das Verhältnis von Sparen und gesellschaftlichen, wie wirtschaftlichen Krisen.

Flyer zur Ausstellung
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Blick in die Ausstellung

Barrierefreie und inklusive Angebote

Barrierefreie und inklusive Ausstellung

Die Ausstellung ist barrierefrei und inklusiv gestaltet. Die Inklusiven Kommunikationsstationen laden zu einem partizipativen Einstieg in jeden Themenbereich ein und bieten Informationen in deutscher und englischer Sprache sowie in Braille, in Leichter Sprache und in Deutscher Gebärdensprache. Öffentliche Führungen mit ausführlichen Objektbeschreibungen, mit Übersetzung in Deutsche Gebärdensprache und in Einfacher Sprache finden regelmäßig statt und können auch von Gruppen gebucht werden. 

Hörführung zur Ausstellung

Die Hörführung bietet Informationen zu mehr als 50 Stationen in deutscher und englischer Sprache, darunter Einführungen zu den einzelnen Räumen, die Vorstellung ausgewählter Objekte sowie Erläuterungen zu den Inklusiven Kommunikations-Stationen. Ergänzt werden diese durch historische O-Töne und Übersetzungen handschriftlicher Originaltexte. Die Objekte werden einerseits historisch verortet, und andererseits wird ihre Bedeutung und ihre Beziehung zur Gegenwart deutlich gemacht. Die Besucherinnen und Besucher können wahlweise einem Rundgang durch die Ausstellung folgen oder die Ausstellung mit der Hörführung selbst erkunden.

In deutscher Sprache steht eine zusätzliche Audiospur mit Audiodeskriptionen zur Verfügung. Sie beinhaltet neben ausgewählten detaillierten Objektbeschreibungen, auch eine Vorstellung des taktilen Grundrisses sowie der Ausstellungsarchitektur.

3 € zzgl. Eintritt

Öffnungszeiten

täglich 10–18 Uhr

Eintritt

bis 18 Jahre frei
8 €, ermäßigt 4 €
Weitere Informationen

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Besucherservice

Dauerausstellung
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Barrierefreier Zugang

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U-BAHN  
Französische Straße, Friedrichstraße und Hausvogteiplatz

BUS  
100, 200, TXL Staatoper oder Lustgarten

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Deutsches Historisches Museum

Unter den Linden 2
10117 Berlin

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