René-Achille Rousseau-Décelle, »La Rentrée de la Chambre. Une séance au  Palais-Bourbon«, 1907, entnommen aus: Le Petit Journal, Supplément  illustré, Nr. 884, 27.10.1907

Parlamentarische Bilderwelten

9. November 2018 bis 24. Februar 2019

Eine gemeinsame Ausstellung des Deutschen Historischen Museums und der Kommission für Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien

Visuelle Inszenierungen werden eher mit der frühneuzeitlichen Fürstenherrschaft oder – in der Moderne – mit Diktaturen in Verbindung gebracht. Ihnen haftet meist der Verdacht des Irrationalen und der politischen Manipulation an. Insbesondere in Deutschland hat sich deshalb nach 1945 die Vorstellung von der Nüchternheit der parlamentarischen Demokratie durchgesetzt.

Der unbefangene Blick auf die überlieferten Quellen zeigt jedoch, dass der Parlamentarismus eine Vielfalt visueller Spuren hinterlassen hat: Von der Ereignis- und Geschichtsmalerei, der Karikatur und Fotografie, den Pressebildern, Postkarten und Plakaten bis hin zu Fernsehen und Internet sind alle Bildmedien vertreten. Daneben sind auch dreidimensionale Artefakte wie Architekturen und Skulpturen oder Kleidungsstücke und parlamentarische Alltagsgegenstände zu nennen, deren Wirkung nicht zuletzt auf visuellen Effekten beruht. Insgesamt verfügt die Parlamentsgeschichte über eine opulente Bilderfülle, die alles andere als nüchtern, sondern höchst facettenreich und oft auch bunt, grell und leidenschaftlich ist. Diese Bilder waren nicht bloß schmückendes Beiwerk, sondern originärer Bestandteil des parlamentarischen Herrschaftssystems: Ohne Bilder kann repräsentative Demokratie nicht funktionieren.

Die Ausstellung zeigt die wichtigsten Bildmotive und Darstellungsroutinen des parlamentarischen Lebens von den Anfängen um 1800 bis zur Gegenwart.

Öffnungszeiten

täglich 10–18 Uhr

Eintritt

bis 18 Jahre frei
8 €, ermäßigt 4 €

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