Begleitprogramm
Februar | März | April | Mai | Juni | Juli
Buchvorstellung und Gespräch
28. Januar 2013, 19.00 Uhr
Berlin 1933–1945. Stadt und Gesellschaft im Nationalsozialismus
Gemeinsam mit Simone Erpel, Kuratorin der Ausstellung „Zerstörte Vielfalt. Berlin 1933–1938“ im Deutschen Historischen Museum, werden die Autoren und Herausgeber Prof. Michael Wildt und Dr. Christoph Kreutzmüller von der Humboldt-Universität zu Berlin über die Zeit des Nationalsozialismus in Berlin diskutieren. Als Reichshauptstadt war Berlin zentraler Schauplatz politischer, sozialer und kultureller Auseinandersetzungen. Während die Nationalsozialisten das weltstädtische Flair dieser Kulturmetropole bekämpften, nutzten sie die Stadt – insbesondere während der Olympischen Spiele von 1936 – als Aushängeschild. Berlin war als Standort zahlreicher Großunternehmen einerseits potentieller Rüstungsstandort ersten Ranges, andererseits eine „Arbeiterhochburg“. Als Metropole jüdischen Lebens war die Stadt in besonderer Weise von den Maßnahmen der Judenverfolgung betroffen, andererseits bot sie auch Möglichkeiten jüdischer Selbstbehauptung, die andernorts undenkbar waren.
Eintritt frei
Zeughauskino
Podiumsdiskussion
4. Februar 2013, 19 Uhr
80 Jahre 1933 – Eine Weltstadt wird braun.
Erkenntnisse der Geschichte – Problemfelder auch der Gegenwart?
In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Historischen Museum fragt das "Forum im Inforadio" eine Woche nach der Ausstellungseröffnung: Wie hat jahrzehntelange Erinnerungsarbeit heutige gesellschaftliche Konsense vorbereitet, was bleibt im Streit der Meinungen? Wo hilft der Blick auf die Vergangenheit bei den Herausforderungen der Gegenwart? Und was erwarten Alteingesessene, Neu-Berliner und Gäste der Stadt vom Themenjahr?
Auf dem Podium: Dr. Simone Erpel , Kuratorin der Ausstellung "Zerstörte Vielfalt. Berlin 1933–1938" im Deutschen Historischen Museum, Jürgen Karwelat, Mitglied im geschäftsführenden Ausschuss der Berliner Geschichtswerkstatt e.V. , Dr. Christoph Kreutzmüller, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert mit Schwerpunkt im Nationalsozialismus, Humboldt-Universität zu Berlin , Kaspar Nürnberg, Geschäftsführer Aktives Museum. Faschismus und Widerstand in Berlin e.V., André Schmitz, Staatssekretär für kulturelle Angelegenheiten beim Regierenden Bürgermeister Berlin, Jörg Zintgraf, Geschäftsführer StattReisen Berlin. Moderation: Harald Asel, Inforadio (rbb).
Die Diskussion wird aufgezeichnet und am Sonntag, den 10. Februar 2013 um 11.05 Uhr im Programm von Inforadio(rbb) auf 93,1 MHz gesendet.
Eintritt frei
Zeughauskino
Konzerte
14. Februar 2013, 19 Uhr
18. April 2013, 19 Uhr
19.September 2013, 19 Uhr
7. November 2013, 19 Uhr
„Land des Lächelns“ oder Es wird schon wieder besser. Unerwünschte Künstler im Rampenlicht
Multimediale Collage von und mit Evelin Förster
In biografischen Skizzen wird die Schauspielerin und Chansonsängerin Evelin Förster jüdische Künstlerinnen und Künstler wieder ins Rampenlicht stellen, die nach Hitlers Ernennung zum Reichskanzler entweder fliehen mussten oder nationalsozialistischer Verfolgung zum Opfer fielen. Unter ihnen sind noch heute bekannte Namen, wie Fritzi Massary, Kurt Gerron oder Richard Tauber, aber auch längst Vergessene, wie Otto Wallburg oder Dolly Haas. Sie alle feierten bis zur nationalsozialistischen Machteroberung große Erfolge im Film und auf der Bühne und trugen maßgeblich dazu bei, dass Berlin vor 1933 als kulturelle und kosmopolitische Metropole galt.
Als Gast tritt der Schauspieler Ben Zimmermann auf.
Am Piano begleiten Matthias Binner und Ferdinand von Seebach.
Eintritt 8 Euro, ermäßigt 6 Euro
Auditorium
An den Veranstaltungsabenden ist die Ausstellung bis 19.00 Uhr geöffnet.
Film und Zeitzeugengespräch
20. Februar 2013, 18 Uhr
Pagen in der Traumfabrik. Schwarze Komparsen im deutschen Spielfilm
Bis 1942 entstanden schätzungsweise rund 100 deutsche Kolonial- und Propagandafilme, deren Geschichte in Afrika spielt. Wer waren die Schwarzen Komparsen, die darin mitwirkten? Wie erlebten sie den Alltag als Farbige in der Weimarer Republik und in der NS-Zeit? Antworten gibt der Film von Dr. Annette von Wangenheim, der kommentierte Filmausschnitte mit Zeitzeugeninterviews verbindet. Anschließend werden Theodor Michael und Juliane Michael, die als Kinder in verschiedenen Filmproduktionen mitwirkten, über ihre Erfahrungen in der NS-Diktatur berichten.
Moderation: Katharina Oguntoye, Joliba. Interkulturelles Netzwerk in Berlin e.V.
Eintritt frei
Auditorium
Kurzvorträge
13. März 2013, 18 Uhr
Berlin 1933 –1945. Stadt und Gesellschaft im Nationalsozialismus
Der kürzlich im Siedler Verlag erschienene Band „Berlin 1933–1945. Stadt und Gesellschaft im Nationalsozialismus“ wurde als wissenschaftliche Begleitpublikation zum Berliner Themenjahr konzipiert und vereint Beiträge von 22 Autorinnen und Autoren. Im Rahmen der Mittwochsreihe werden drei von ihnen ihre Beiträge zur Diskussion stellen.
Es werden Christoph Bernhardt, Leibniz-Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung, seinen Beitrag über Wohnungspolitik und Bauwirtschaft, Thomas Schaarschmidt, Zentrum für Zeithistorische Forschung, seinen Beitrag über die Mobilisierung der Berliner Bevölkerung im Krieg und Bjoern Weigel, Kulturprojekte Berlin, seinen Beitrag über Kultur und Medien am Standort Berlin vorstellen.
Moderation: Christoph Kreutzmüller, Co-Herausgeber, Humboldt-Universität zu Berlin
Eintritt frei
Auditorium
Buchvorstellung
27. März 2013, 18 Uhr
Luftangriffe auf Berlin. Die Berichte der Hauptluftschutzstelle 1940–1945
Gemeinsam mit dem Verlag Ch. Links präsentiert das Deutsche Historische Museum die Publikation des Historikers Laurenz Demps „Luftangriffe auf Berlin. Die Berichte der Hauptluftschutzstelle 1940–1945“. Sie ist die erste umfassende Geschichte der Luftangriffe in Berlin vom Tag des ersten Bombenalarms am 1. September 1939 bis zum letzten dokumentierten Alarm am 21. April 1945.
Eintritt frei
Auditorium
Vortrag
10. April 2013, 18 Uhr
Gleichschaltung der Gewerkschaften im Spiegel der Gewerkschaftspresse
Am 2. Mai 1933 stürmten SA und SS reichsweit die Gewerkschaftshäuser, verschleppten führende Funktionäre und beschlagnahmten die Vermögen. Alles geschah ohne nennenswerte Gegenwehr. Wie war es möglich, dass die einst mächtigste Gewerkschaftsbewegung der Welt so sang- und klanglos gleichgeschaltet werden konnte?
Dr. Hartmut Simon, ver.di-Archiv, versucht diese Frage zu beantworten. Er betrachtet die politische Ereignisse von Hitlers Ernennung zum Kanzler am 30. Januar bis zum 2. Mai 1933 im Spiegel der Gewerkschaftspresse. Dabei zeigt er auf, wie die Gewerkschaften zwischen Fehleinschätzung, Terror und Anpassungsstrategie ihre Handlungsmacht verloren.
Moderation: Dr. Simone Erpel, Kuratorin DHM
Eintritt frei
Auditorium
Lesung
15. Mai 2013, 18 Uhr
Wo man Bücher verbrennt, verbrennt man am Ende auch Menschen" (Heine)
Lesung anlässlich des 80. Jahrestages der Bücherverbrennung 1933
Am 10. Mai 1933 verbrannten NS-Studenten unter dem Beifall der Menge auf dem Opernplatz zu Berlin Bücher. Als Höhepunkt der Aktion „Wider den undeutschen Geist“ wurden die Schriften von marxistischen, jüdischen und pazifistischen Autoren den Flammen übergeben.
Der Schauspieler Thomas Schleissing-Niggemann macht die Vorgänge anhand von Zeitdokumenten und Zeitzeugenberichten lebendig. Er trägt Texte von Autoren wie Erich Kästner, Egon Erwin Kisch, Carl von Ossietzky, Adrienne Thomas oder Kurt Tucholsky vor und gibt uns Einblicke in das Schicksal dieser für die Zeit der NS-Diktatur geächteten Autoren.
Eintritt frei
Auditorium
Kurzvorträge
12. Juni 2013, 18 Uhr
Ausgrenzung und Verfolgung „Asozialer“ im Nationalsozialismus:
Das „Arbeits- und Bewahrungshaus“ Rummelsburg in Berlin-Lichtenberg
Kurzvorträge
Elisabeth Weber, Co-Kuratorin, DHM, Thomas Irmer, Historiker, Rainer E. Klemke, Leiter des Rundes Tisches für den Gedenkort Rummelsburg
Moderation: Dr. Simone Erpel, DHM
Eintritt frei
Auditorium
Lesung
10. Juli 2013, 18 Uhr
Die Verschleppung der Berliner Sinti und Roma in das Zwangslager Marzahn am 16. Juli 1936. Aus den Erinnerungen der Überlebenden Otto Rosenberg und Ewald Hanstein
Gelesen von Petra Rosenberg, Vorsitzende des Landesverbands Deutscher Sinti und Roma Berlin-Brandenburg e.V. und Romano Hanstein, Vorsitzender des Bremer Sinti-Verein e.V.
Eintritt frei
Auditorium
Filmreihe
Das Zeughauskino zeigt im Februar und März im Rahmen der Reihe „Zeitbild Berlin“ deutsche Spielfilme vom Ende der 1920er Jahre bis Anfang der 1940er Jahre. Thematische Brücken verknüpfen die Produktionen aus der Zeit vor und nach der Machtübergabe an die Nationalsozialisten am 30. Januar 1933. Sie laden dazu ein, die Filmkulturen der Weimarer Republik und des „Dritten Reichs“ zu vergleichen und die Auswirkungen wahrzunehmen, die die nationalsozialistische Diktatur auf das Leben in der Hauptstadt und ihre Darstellung im Film hatte.
1. Februar 2013, 19.00 Uhr
Berlin – Alexanderplatz
D 1931, R: Phil Jutzi, B: Alfred Döblin, Hans Wilhelm, D: Heinrich George, Maria Bard, Margarete Schlegel, Bernhard Minetti, 88’, 35 mm
2. Februar 2013, 19.00 Uhr
Silvesternacht am Alexanderplatz
D 1939, R: Richard Schneider-Edenkoben, D: Hannes Stelzer, Carl Raddatz, Karl Martell, Jakob Tiedtke, 86’, 35 mm
3. Februar 2013, 19.00 Uhr
Silvesternacht am Alexanderplatz
D 1939, R: Richard Schneider-Edenkoben, D: Hannes Stelzer, Carl Raddatz, Karl Martell, Jakob Tiedtke, 86’, 35 mm
7. Februar 2013, 20.00 Uhr
Berlin – Alexanderplatz
D 1931, R: Phil Jutzi, B: Alfred Döblin, Hans Wilhelm, D: Heinrich George, Maria Bard, Margarete Schlegel, Bernhard Minetti, 88’, 35 mm
20. Februar 2013, 20.00 Uhr
Urlaub auf Ehrenwort
D 1937, R: Karl Ritter, K: Günther Anders, D: Ingeborg Theek, Fritz Kampers, Rolf Moebius, Berta Drews, René Deltgen, Carl Raddatz, 86’, 35 mm
Einführung: Tobias Ebbrecht
21. Februar 2013, 20.00 Uhr
Zwei in einer großen Stadt
D 1942, R: Volker von Collande, D: Karl John, Monika Burg, Marianne Simson, Käte Haack, 82’, 35 mm
22. Februar 2013, 19.00 Uhr
Großstadtmelodie
D 1943, R/B: Wolfgang Liebeneiner, D: Hilde Krahl, Werner Hinz, Karl John, Viola Zarell, 108’, 35 mm
22. Februar 2013, 21.00 Uhr
Zwei in einer großen Stadt
D 1942, R: Volker von Collande, D: Karl John, Monika Burg, Marianne Simson, Käte Haack, 82’, 35 mm
23. Februar 2013, 21.00 Uhr
Großstadtmelodie
D 1943, R/B: Wolfgang Liebeneiner, D: Hilde Krahl, Werner Hinz, Karl John, Viola Zarell, 108’, 35 mm
27. Februar 2013, 20.00 Uhr
Die vier Gesellen
D 1938, R: Carl Froelich, D: Ingrid Bergman, Sabine Peters, Ursula Herking, Carsta Löck, Hans Söhnker, 96’, 35 mm
2. März 2013, 21.00 Uhr
Das Veilchen vom Potsdamer Platz
D 1936, R: J. A. Hübler-Kahla, D: Rotraut Richter, Wilhelm P. Krüger, Margarete Kupfer, Fritz Kampers, 89’, 35 mm
3. März 2013, 19.00 Uhr
Das Veilchen vom Potsdamer Platz
D 1936, R: J. A. Hübler-Kahla, D: Rotraut Richter, Wilhelm P. Krüger, Margarete Kupfer, Fritz Kampers, 89’, 35 mm
16. März 2013, 18.30 Uhr
Emil und die Detektive
D 1931, R: Gerhard Lamprecht, B: Billie Wilder nach dem Roman von Erich Kästner, D: Rolf Wenkhaus, Fritz Rasp, Käte Haack, 72’, 35 mm
16. März 2013, 20.30 Uhr
Zuflucht
D 1928, R: Carl Froelich, D: Henny Porten, Franz Lederer, 92’, 35 mm
Am Flügel: Peter Gotthardt
17. März 2013, 16.00 Uhr
Emil und die Detektive
D 1931, R: Gerhard Lamprecht, B: Billie Wilder nach dem Roman von Erich Kästner, D: Rolf Wenkhaus, Fritz Rasp, Käte Haack, 72’, 35 mm
19. März 2013, 20.00 Uhr
Hitlerjunge Quex
D 1933, R: Hans Steinhoff, D: Jürgen Ohlsen, Heinrich George, Berta Drews, Claus Clausen, Berliner Hitlerjugend, 95’, 35 mm
Einführung: Philipp Stiasny
22. März 2013, 19.00 Uhr
Asphalt
D 1928, R: Joe May, P: Erich Pommer, D: Gustav Fröhlich, Betty Amann, Albert Steinrück, Hans Albers, 93’, 35 mm
Am Flügel: Eunice Martins
23. März 2013, 21.00 Uhr
Gleisdreieck
D 1937, R: Robert A. Stemmle, D: Gustav Fröhlich, Heli Finkenzeller, Otto Wernicke, Hilde Sessak, 78’, 35 mm
24. März 2013, 19.00 Uhr
Gleisdreieck
D 1937, R: Robert A. Stemmle, D: Gustav Fröhlich, Heli Finkenzeller, Otto Wernicke, Hilde Sessak, 78’, 35 mm
28. März 2013, 20.00 Uhr
Kuhle Wampe oder Wem gehört die Welt?
D 1932, R: Slátan Dudow, B: Bertolt Brecht, Ernst Ottwalt, M: Hanns Eisler, D: Hertha Thiele, Ernst Busch, Martha Wolter, 80’, 35 mm
29. März 2013, 21.00 Uhr
Kuhle Wampe oder Wem gehört die Welt?
D 1932, R: Slátan Dudow, B: Bertolt Brecht, Ernst Ottwalt, M: Hanns Eisler, D: Hertha Thiele, Ernst Busch, Martha Wolter, 80’, 35 mm
30. März 2013, 21.00 Uhr
M
D 1931, R: Fritz Lang, B: Thea von Harbou, K: Fritz Arno Wagner, D: Peter Lorre, Gustaf Gründgens, Otto Wernicke, 112’, 35 mm
31. März 2013, 18.30 Uhr
M
D 1931, R: Fritz Lang, B: Thea von Harbou, K: Fritz Arno Wagner, D: Peter Lorre, Gustaf Gründgens, Otto Wernicke, 112’, 35 mm
Weitere Informationen:
www.zeughauskino.de