Filmarchiv - Deutsches Historisches Museum German Historical Museum

 

Filmarchiv

 

 

01 MARSHALL PLAN FILME

Strength for a free World
Foto: DHM

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Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs war ganz Europa auf Hilfe angewiesen, um Kriegsschäden zu beseitigen und die Wirtschaft wieder anzukurbeln. Das am 5.6.1947 beschlossene European Recovery Program sollte diese Hilfestellung leisten. Es wurde unter dem Namen „Marshall-Plan“ bekannt, benannt nach dem ehemaligen US-Außenminister George C. Marshall. Mit dem Ziel, Versorgungsengpässe zu überwinden,möglichst schnell eine funktionsfähige Ökonomie aufzubauen und so die Ausbreitung des Kommunismus zu verhindern, bewilligte der US-Kongress am 3.4.1948 Marshall-Plan-Mittel in Höhe von 5 Milliarden Dollar. Zur Propagierung und Unterstützung des European Recovery Program stellten teils namhafte US-amerikanische und europäische Regisseure für die Marshall-Plan-Verwaltungen der einzelnen Länder Kurzfilme her, die die Grundsätze einer freien Marktwirtschaft und demokratische Prinzipien vermitteln sollten. So entstanden bis zum Ende der Marshall-Plan-Aktivitäten im Januar 1952 über 200 Filme.

Unter der Leitung des Bildwissenschaftlers und Filmarchivars Jan Henselder wurden 50 Marshall-Plan-Filme des Filmarchivs im DHM für eine Onlinepräsentation digitalisiert und aufbereitet. Die filmographischen Angaben steuerten Linda R. Christenson, amerikanische Filmarchivarin und Marshall-Plan-Filmspezialistin, und Dr. Rainer Rother, künstlerischer Leiter der Deutschen Kinemathek, bei. Einen umfassenden Einblick in die wissenschaftliche Analyse der Filme liefert Dr. Frank Mehring mit seinem Artikel „Propaganda für die Demokratie“.
Weitere Fragen zum Projekt und zur Projektrealisierung richten Sie bitte an: filmarchiv@dhm.de