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L’OR DU RHONE

Produktion / Produced by : Claude Roger Clert and Francois Villiers. Produced by Les Films Caravelle for ECA France and the Government of France
Regie / Directed by :
Claude Roger Clert
Land/
Jahr / Country/Year : 1950
Länge / Length :
20min
Sprache / Language : French
F
ormat: 16mm, 1,37, mono, b/w

Synopsis: Der Film beginnt mit romantischen Bildern vom pittoresken Rhone-Tal, um dann den großen Fluß als Lieferant von Elektrizität für Frankreich und die umliegenden Länder zu zeigen. Möglich wurde die dafür erforderliche Errichtung von Dämmen und Kraftwerken nur mit Mitteln des ERP. Der Film hat den internationalen Preis auf der Bienale in Venedig 1951 gewonnen. Originalversion: französisch

Description: Touching on the Roman history of the valley of the Rhone, the film shows how Provence conserves its past: pasturing sheep, making olive oil by hand, guarding the spiritual breath of the past in the poetry of Mistral. The new importance of France’s great Rhone River: huge dams and power plants built with Marshall Plan help now harness the river’s energy to supply power to France and her neighbors. The film won the 1951 Prix International at the Venice Biennale (Section Technique et Travail). 1950. With commentary by Claude Lemaine and Robert Scipion. Marshall Plan Filmography © 2002 Linda R. Christenson

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Weder eine Dokumentation noch Propaganda sei der Film, sondern eine Geschichte, so hebt der Kommentar an. Weit holt er aus, geht bis zu den Römern zurück, verweilt bei den Eigenarten der Provence und ihrer Bewohner (mit wunderbaren Szenen etwa zu traditioneller Käseproduktion), berührt die Schrecknisse, die der Fluss mit den Überschwemmungen des Frühjahrs bringt und erzählt von den alten Plänen, ihn zu bändigen, seine Kräfte nutzbar zu machen. Der letzte und ambitionierteste Plan stammt von 1937, aber der Kriegsausbruch brachte alle Arbeit zum Halt.
Die folgende Passage mit den zerstörerischen Kriegsfolgen behandelt das Problem der Rhône als Problem ganz Frankreichs. Ihr Energiebedarf hing von den Staudämmen ab, die dort projektiert waren. Und hier konzentriert sich der Film auf sein eigenes Thema. Nach der Folge von Plänen zur Modernisierung Frankreichs, die in rascher Folge für die Kamera hingeblättert den Elan der Männer um Jean Monet belegen sollen, geht es im Weiteren um ein Projekt: den Staudamm und das Elektrizitätswerk bei Mondragor.
Die Tonspur trägt entscheidend zur Kraft des Films, dem Eindruck des Großartigen dieser Arbeit bei. Unablässig sind die Geräusche der Bagger, Lkw´s etc. zu hören. Neueste riesige Maschinen aus den USA, Schaufelbagger, heben den Kanal aus. Die Fotografie berauscht sich an der Technik, an den entstehenden Bauten des Elektrizitätswerks, den Männern auf den Gerüsten und den Kränen. Die Geschwindigkeit der Montage suggeriert effektiv die Fortschritte des Unternehmens. Gerade der zweite Teil des Films lässt den Preis bei den Internationalen Filmfestspielen in Venedig 1951 vollauf gerechtfertigt erscheinen – in der kurzlebigen Sektion „Technik und Arbeit“. Selten hat ein dokumentarischer Film ähnlich intensiv beides gefeiert, ja überhöht. Nichts mehr verbindet das, was bei Mondragor entsteht, mit dem alten Leben der Provence, wo alles mit einer gewissen Nonchalance getan werde. Hier, in der neuen Welt, ist Präzision gefragt. © Rainer Rother