Film

Welikij perelom

Stalingrad-Reflexe

Freitag, 26. Januar 2018, 18.30 Uhr

Zeughauskino

Welikij perelom

Die große Wende

UdSSR 1945, R: Friedrich M. Ermler, B: Boris Chirskov, K: I. Schifrin, D: Mikhail Dershawin, Pyotr Andriyevsky, Yuri Tolubejew, 108‘ · 35mm, OmeU

FR 26.01. um 18.30 Uhr · Einführung: Günter Agde

Die Stalingrader Schlacht erzählt der Spielfilmregisseur Friedrich Ermler (1898–1967) durchweg aus der Sicht kommandierender Militärs. Die Akteure der Handlung sind realen Generälen nachempfunden. Sie führen wortreiche Rededuelle um militärische Operationen, zumeist weit hinter der Front. Die Szenerie wird von Lagebesprechungen, Rangabzeichen auf sauberen Uniformen und Messtischblättern in neutralen Zimmern bestimmt. Die Figuren haben keine Biografie und nichts Privates. Erst in der zweiten Hälfte des Films kommt die kämpfende Truppe bei Häuserkämpfen ins Bild, ohne Verwundete und Tote. Der Gegner, die deutsche Wehrmacht, ist stets präsent, aber personell unsichtbar. Das Finale bleibt im Genre damaliger Kriegsfilme: Kapitulation – Gefangenschaft – strahlende, aber müde Sieger – Salutschießen. Welikij perelom wurde 1945 von Lenfilm produziert, erhielt den Stalinpreis 1. Klasse und in Cannes den Grand Prix. Ab Juni 1947 lief der Film in einer DEFA-Synchronfassung in den ostdeutschen Kinos. 1967 überarbeitete Mosfilm die Uraufführungsfassung. (ga)

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