Dauer-Ausstellung

Die Dauer-Ausstellung des DHM zeigt die deutsche Geschichte.  
Sie erzählt das Leben der Menschen in 9 verschiedenen Zeit-Räumen.
Zum Beispiel im Zeit-Raum des Kaiser-Reichs oder in der Nazi-Zeit.

Dafür werden viele verschiedene Gegenstände
aus diesen Zeit-Räumen gezeigt.
Welche Gegenstände das zum Beispiel sind, erfahren Sie hier.

Die Dauer-Ausstellung hat an jedem Tag im Jahr geöffnet.
Nur am 24. Dezember hat das DHM geschlossen.
DHM ist die Abkürzung für Deutsches Historisches Museum.
Sie finden die Dauer-Ausstellung im Zeughaus des DHM.

Die Dauer-Ausstellung des DHM ist im Obergeschoss und
Erdgeschoss vom Zeughaus.

Obergeschoss

Der Zeit-Raum des Mittelalters

Die Dauer-Ausstellung beginnt mit dem Jahr 768.
Damals wurde Karl der Große zum König des Franken-Reichs.
Das Franken-Reich war groß und hatte sehr viel Macht.

Nach Karls Tod zerfiel es bald in zwei getrennte Reiche.
Es entstanden das ostfränkische Reich und das westfränkische Reich.
Aus dem ostfränkischen Reich wurde viel später Deutschland.
Und aus dem westfränkischen Reich wurde viel später Frankreich.

In diesem Teil der Dauer-Ausstellung erfahren Sie zum Beispiel,

  • auf welchen Wegen die Wanderungen der verschiedenen Völker
    in Europa zu dieser Zeit passierte

  • wo diese Völker dann bleiben konnten

  • wie sich die Grenzen zwischen den Reichen der verschiedenen Herrscher in Europa zu dieser Zeit veränderten

  • wie sich die deutsche Sprache entwickeln konnte.

Reformation und Dreißigjähriger Krieg

Im Jahr 1517 gab es eine Reformation der Kirche.
Reformation bedeutet Erneuerung.
Die Ideen für die Reformation kamen von Martin Luther.

Was war neu an den Ideen von Martin Luther?
Jeder Mensch soll eine eigene Verantwortung haben.
Zum Beispiel, welche Folgen sein Verhalten
für sein eigenes Leben in der Zukunft hat.
Und für das Leben der anderen Menschen.

In der katholischen Kirche bestand eine andere Meinung:
Gott bestimmt das Leben der Menschen.
Die Menschen können den Ablauf ihres Lebens
nicht selbst bestimmen.

Diese verschiedenen Meinungen der Menschen zu dieser Zeit
führten zu sehr viel Streit und zu Kriegen.
Zum Beispiel zum Dreißigjährigen Krieg vom Jahr 1618
bis zum Jahr 1648.

Fürsten-Macht und Allianzen in Europa

Allianzen bedeutet Bündnisse.

Nach dem Dreißigjährigen Krieg wurden einzelne Königs-Häuser
und Adels-Familien in Europa immer mächtiger.
Ab dem Jahr 1740 kämpften 5 Großmächte in Europa um die Macht.
Zu diesen Großmächten zählten:

  • England
  • Frankreich
  • Österreich
  • Preußen und
  • Russland.

Das führte zu verschiedenen Kriegen.
Die Großmächte kämpften in unterschiedlichen Bündnissen.
Die Kriege hatten hauptsächlich 2 Ziele:

  1. die eigenen Gebiete in Europa zu vergrößern.

  2. Rohstoffe in anderen Teilen der Welt auszubeuten.

Die Großmächte schlossen erst auf dem Wiener Kongress Frieden.
Diese Zusammentreffen fand 1814 bis 1815 in Wien in Österreich statt.

Von der Französischen Revolution bis zum deutschen Kaiser-Reich

Die Könige und Königinnen in Europa wurden immer mächtiger.
Sie lebten in großem Luxus und machten, was sie wollten.
Zum Beispiel konnten sie eigene Gesetze festlegen. 
Untertanen oder Gegner ließen sie einfach töten.
König Ludwig der 14. in Frankreich ist ein bekanntes Beispiel
für Verschwendung und Macht-Missbrauch.

Im Jahr 1789 gab es in Frankreich die Französische Revolution.
Bis dahin durften nur der Adel und die Kirchen-Vertreter
in der Politik bestimmen.
Nach der Französischen Revolution durften auch Bürger
und Bauern in der Politik mitbestimmen.
Es gab eine National-Versammlung:
Dort wurden Gesetze für alle Menschen in Frankreich gemacht.
Besonders die Rechte der einfachen Leute wurden besser beachtet.

In Deutschland gab es viele einzelne Staaten.
Hier hatten verschiedene Fürsten die Macht.
In den Jahren 1848 und 1849 gab es eine Revolution.
Eine National-Versammlung kam zusammen.
Sie führte aber nicht zu einer Demokratie mit Wahlen.
Und einer Verfassung mit einheitlichen Gesetzen
wie in Frankreich.

Vom Kaiser-Reich bis zum Ende des 1. Welt-Kriegs

Die einzelnen deutschen Staaten bildeten einen Verbund.
1871 wurde das Deutsche Kaiser-Reich gegründet.
Wilhelm der 1. wurde Deutscher Kaiser.
Otto von Bismarck wurde der 1. Deutsche Reichs-Kanzler.

In dieser Zeit entstanden viele Wirtschafts-Unternehmen.
Sie wurden schnell größer und erfolgreicher.
Die Menschen bekamen zum 1. Mal Leistungen der Sozial-Versicherung.
Zum Beispiel Kranken-Versicherung und Renten-Versicherung.

Verschiedene Menschen-Gruppen hatten unterschiedliche Interessen.
Zum Beispiel

  • Arbeiterinnen und Arbeiter

  • Besitzerinnen und Besitzer von Wirtschafts-Unternehmen
    wie Fabriken
  • Menschen, die für eine Führung durch den Kaiser waren
  • Menschen, die für einen demokratischen Staat waren.

Nur bei einer Sache hatten sie die gleiche Meinung:
Das Deutsche Reich sollte in Europa wichtiger sein
als alle anderen Länder.
So eine Meinung nennt man auch Nationalismus.
Nationalismus gab es auch in den anderen Ländern in Europa.
Im Deutschen Reich und in diesen anderen Ländern
wurden deshalb viele Waffen produziert.
Und die Armeen der Länder wurden auf einen Krieg vorbereitet.
1914 fing der 1. Welt-Krieg an.
Der 1. Welt-Krieg dauerte bis zum Jahr 1918.
Deutschland war Verlierer des 1. Welt-Kriegs und
das Deutsche Kaiser-Reich war zu Ende.

Erdgeschoss

Weimarer Republik

Nach dem 1. Welt-Krieg gab es viel Streit und Gewalt.
Verschiedene Gruppen wollten Ihre Interessen
in Deutschland durchsetzen.
Das führte fast zu einem Bürger-Krieg in Deutschland.

Trotzdem gab es in der Weimarer Republik
die erste Demokratie in Deutschland.
Es gab ein Parlament mit vielen verschiedenen Parteien und Wahlen.
Aber es gab oft neue Regierungen.
Und die Regierungen konnten die Probleme in dieser Zeit nicht lösen.
Zum Beispiel die Folgen der Wirtschafts-Krise in Deutschland
im Jahr 1929.
Die Wirtschafts-Krise führte dazu, dass viele Menschen in Deutschland keine Arbeit hatten und sehr arm wurden.

Die Menschen hatten Angst und vertrauten der Regierung nicht mehr.
Die Menschen wollten große Veränderungen.
Politische Parteien mit nationalistischen Ideen wurden wieder beliebter.
Weil sie große Veränderungen versprachen.
Darum wählten immer mehr Menschen die Partei
von Adolf Hitler.

Die Zeit der Weimarer Republik ist aber auch dafür bekannt,
dass viel Neues in der Kultur geschaffen wurde.
Zum Beispiel

  • in der Malerei und Kunst
  • in der Musik
  • in der Gestaltung von Möbeln und Haushalts-Gegenständen
  • in der Architektur von Wohnhäusern, Geschäften und
    Fabrik-Gebäuden.

Nationalsozialismus und 2. Welt-Krieg

Im Jahr 1933 wurde Adolf Hitler Reichs-Kanzler in Deutschland.
Unter Adolf Hitler wurde Deutschland zu einer rassistischen Diktatur.
Das bedeutet:
Die deutsche Rasse sollte über andere Rassen herrschen.
Es gab nur noch diese eine Partei und keine Demokratie.
Und es gab die Meinung: Manche Menschen sind nichts wert.
Diese Menschen wurden verfolgt, eingesperrt und ermordet.
Zum Beispiel

  • Menschen, die gegen die Politik der Nationalsozialisten waren
  • Menschen, die keine deutsche Herkunft hatten
  • Juden, denen Adolf Hitler einfach die Schuld für viele Probleme
    in Deutschland gab
  • kranke und behinderte Menschen, die nicht arbeiten konnten.

Adolf Hitler wollte anderen Ländern ihre Gebiete mit Gewalt wegnehmen.
Damit die Menschen der deutschen Rasse mehr Lebens-Raum haben.
Und Deutschland das mächtigste Land in Europa wird.
Das führte dazu, dass Soldaten der deutschen Armee im Jahr 1939 einen Überfall auf Polen machten.
Damit fing der 2. Welt-Krieg an.

Ein Kriegs-Bündnis von Ländern bekämpfte die deutsche Armee.
Das Kriegs-Bündnis wurde von diesen Ländern angeführt:

  • Sowjetunion
  • Großbritannien
  • USA.

Der 2. Welt-Krieg dauerte vom Jahr 1939 bis zum Jahr 1945.
Am 8. Mai 1945 hatte das Kriegs-Bündnis die deutsche Armee besiegt.
Im 2. Welt-Krieg wurden über 50 Millionen Menschen auf der ganzen Welt getötet.

Deutschland unter alliierter Besatzung

Nach dem Krieg gab es in Deutschland 4 Besatzungs-Zonen.
Das waren Teile von Deutschland, die von den 4 Sieger-Mächten
des 2. Welt-Kriegs besetzt waren.
Die 4 Sieger-Mächte waren

  • Sowjetunion
  • Großbritannien
  • USA
  • Frankreich.

Zu den 4 Sieger-Mächten sagt man auch: Die Alliierten.
Alliiert bedeutet: Partner in einem Kriegs-Bündnis.
Die 4 Sieger-Mächte bestimmten,
was mit Deutschland passieren sollte.
Die Deutschen durften nur wenig mitbestimmen.

In den Jahren 1945 bis 1949
kamen sehr viele Flüchtlinge nach Deutschland.
Diese Flüchtlinge waren deutsche Menschen,
die ihr Zuhause durch den Krieg verloren hatten.
Zum Beispiel in Orten, die heute in Polen sind.

Geteiltes Deutschland und Wiedervereinigung

Im Jahr 1949 wurden aus den 4 Besatzungs-Zonen 2 deutsche Staaten.
Die Bundesrepublik Deutschland wurde gegründet: BRD.
Und die Deutsche Demokratische Republik: DDR.
Beide Staaten wählten je eine Regierung und ein Parlament:
den Bundestag für die BRD und die Volkskammer für die DDR.

Es gab aber auch immer noch Soldaten der 4 Sieger-Mächte
in den 2 deutschen Staaten:

  • britische, amerikanische und französische Soldaten in der BRD
  • sowjetische Soldaten in der DDR.

Die 4 Sieger-Mächte hatten verschiedene Vorstellungen,
was aus den 2 deutschen Staaten werden soll.
Es gab deshalb viele Konflikte.
Die Zeit mit diesen Konflikten vom Jahr 1950 bis etwa zum Jahr 1990 nennt man auch: Der Kalte Krieg.
Das bedeutet: Krieg ohne Waffen.

Im Jahr 1961 wurde die Berliner Mauer gebaut.
Und die Grenze zwischen der DDR und der BRD wurde befestigt.
Mauer und Grenze wurden von der Armee der DDR streng bewacht.
Damit wurde Menschen der DDR die Ausreise in die BRD versperrt.
Viele Menschen der DDR wollten das Land verlassen.
Sie waren unzufrieden mit ihrem Staat.
Manche waren gegen die Politik der Regierung.
Andere waren unzufrieden mit den Lebens-Bedingungen in der DDR.

Ab 1970 lockerten sich die Beziehungen zwischen BRD und DDR.
Auch die Sieger-Mächte verbesserten ihre Beziehungen.

Im Jahr 1989 gingen viele Menschen in der DDR auf die Straße.
Sie forderten mehr Freiheit.
Am 9. November gab die Regierung der DDR nach.
Menschen aus der DDR durften ohne Probleme in die BRD reisen.

Führungen

Unsere Ausstellungen können Sie allein besuchen.
Wir bieten aber auch verschiedene Führungen in einer Gruppe an.
Wollen Sie an einer Führung teilnehmen?
Sie können anrufen oder eine E-Mail schicken.
Unsere Telefon-Nummer dafür ist: 030 20 30 47 51.
Die E-Mail-Adresse ist: fuehrung@dhm.de.

Termine für verschiedene Führungen
finden Sie im Kalender.

Im DHM gibt es auch Führungen in Gebärden-Sprache.
Gebärden-Sprache nutzen Menschen,
die schlecht oder gar nicht hören können.
Die Führung gibt es in

  • Deutscher Gebärden-Sprache
  • Internationaler Gebärden-Sprache für Besucher
    aus dem Ausland.

Bei Interesse melden Sie sich bitte vorher an.
Sie können anrufen oder eine E-Mail schicken.
Unsere Telefon-Nummer dafür ist: 030 251 70 53.
Die E-Mail-Adresse ist: info@deafberlin.de

Öffnungszeiten

täglich 10–18 Uhr

Eintritt

bis 18 Jahre frei
8 €, ermäßigt 4 €

Führungsbuchung

Besucherservice

Dauerausstellung
Tel.  +49 30 20304-751

Sonderausstellungen
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Barrierefreier Zugang

Rollstuhlgerechter Zugang zu allen Ausstellungen

Verkehrsverbindung

S-BAHN      
Hackescher Markt und Friedrichstraße

U-BAHN  
Französische Straße, Friedrichstraße und Hausvogteiplatz

BUS  
100, 200, TXL Staatsoper oder Lustgarten

PARKEN  
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