Paula Modersohn-Becker 1876-1907

Malerin

  • 1876

    8. Februar: Paula Becker wird als Tochter des Eisenbahningenieurs Karl Becker und dessen Frau Mathilde (geb. von Bültzingslöwen) in Dresden geboren.

  • 1888

    Übersiedlung der Familie nach Bremen.

  • 1892

    Aufenthalt bei einer Tante in England. Zeichenunterricht an der London School of Arts.

  • 1893-1895

    Neben ihrer Ausbildung zur Lehrerin nimmt sie privaten Malunterricht.

  • 1896/97

    Besuch eines Kurses der Mal- und Zeichenschule des "Vereins der Berliner Künstlerinnen", der Frauen die Möglichkeit des Kunststudiums bietet.

  • 1898

    Becker siedelt nach Worpswede über und zieht in die dortige Künstlerkolonie. In das Dorf hatten sich Künstler wie Fritz Mackensen (1866-1953) aus Protest gegen die Akademien und das Leben in der Großstadt zurückgezogen. Becker nimmt Malunterricht bei Mackensen. Die bäuerliche Welt und die norddeutsche Landschaft werden zu ihrem Bildmotiv.
    Beginn der Freundschaft mit der Bildhauerin Clara Westhoff (1875-1954).

  • 1899

    Aufgrund vernichtender Kritik an einigen ihrer Werke zieht sich Becker aus der Öffentlichkeit zurück, malt jedoch auch weiterhin.

  • 1900

    Freundschaft mit Rainer Maria Rilke, der sich für eine Weile der Künstlerkolonie anschließt.
    Becker reist für einige Zeit nach Paris. Sie besucht die Académie Colarossi und belegt einen Anatomiekurs an der École des Beaux-Arts.
    Unter dem Einfluß der Gemälde Vincent van Goghs (1853-1890) sucht sie die "Einfachheit der großen Form". Die Darstellung des "schlichten" Menschen wird zu ihrem zentralen Anliegen.

  • 1901

    Heirat mit dem Worpsweder Maler Otto Modersohn.

  • 1905

    Erneute Paris-Reise.
    Unter dem Einfluß der französischen Impressionisten entstehen nach ihrer Rückkehr nach Worpswede zahlreiche Stilleben.

  • 1906

    Gemeinsam mit ihrem Mann stellt sie in der Bremer Kunsthalle aus. Die Ausstellung wird von der Öffentlichkeit kaum beachtet.
    Modersohn-Becker trennt sich vorübergehend von ihrem Mann und zieht nach Paris. Sie richtet sich ein Atelier ein und belegt Kurse an der École des Beaux-Arts.

  • 1907

    Sie kehrt zu ihrem Mann nach Worpswede zurück.
    2. November: Geburt der Tocher Mathilde.
    20. November: Paula Modersohn-Becker stirbt in Worpswede.

  • 1937

    Die Nationalsozialisten diffamieren Modersohn-Becker als "entartete Künstlerin" und beschlagnahmen 70 ihrer Werke aus deutschen Museen.

(lw/ji)
lo