Dietrich Eckart 1868-1923

Schriftsteller, Publizist

  • 1868

    23. März: Johann Dietrich Eckart wird als Sohn eines evangelischen Notars in Neumarkt (Oberpfalz) geboren.
    Besuch des Gymnasiums, danach Beginn eines Medizinstudiums in München, das er jedoch bald darauf abbricht.

  • 1899

    Übersiedlung nach Berlin, wo sich Eckart erfolglos als Dichter und Dramatiker versucht.

  • 1913

    Rückkehr nach München, wo er in Verbindung mit der rechtsradikalen Thule-Gesellschaft tritt.

  • 1915

    Veröffentlichung des Dramas "Heinrich der Hohenstaufe", in dem er einen weltweiten Führungsanspruch des deutschen Volkes postuliert.

  • 1918-1920

    Als Herausgeber der Wochenschrift "Auf gut deutsch", bei der zeitweilig auch Gottfried Feder und Alfred Rosenberg mitarbeiten, wendet er sich in scharfer Form gegen die Weimarer Republik, propagiert einen rassistisch begründeten Antibolschewismus und Antisemitismus und prägt dabei das Schlagwort "Deutschland erwache".

  • 1919

    14. August: Eckart hält seinen ersten Vortrag vor Mitgliedern der Deutschen Arbeiterpartei (DAP), der Vorgängerorganisation der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP). Auf diesem Wege Bekanntschaft mit Adolf Hitler, auf den er fortan einen starken Einfluß ausübt.

  • 1920

    17. Dezember: Der "Völkische Beobachter", dessen Chefredaktion Eckart übernimmt, wird das offizielle Parteiorgan der NSDAP.

  • 1923

    9. November: Eckart wird nach dem Hitler-Putsch vorübergehend verhaftet.
    26. Dezember: Dietrich Eckart erliegt in Berchtesgaden einem Herzschlag.

  • 1924

    Postum: Veröffentlichung des in Dialogform abgefaßten Titels "Der Bolschewismus von Moses bis Lenin. Zwiegespräche zwischen Hitler und mir", der Eckarts fanatischen Antisemitismus deutlich macht und seinen Einfluß auf Hitler erkennen läßt.
    Oktober: Hitler widmet Dietrich Eckart den ersten Band seiner Schrift "Mein Kampf".

  • 1936

    Sommer: Zu den Olympischen Sommerspielen läßt Hitler die heutige Waldbühne in Berlin als "Dietrich-Eckart-Bühne" zur Würdigung seines "väterlichen Freundes" eröffnen.

(dw)
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