Manfred Freiherr von Richthofen 1892-1918

Militär

  • 1892

    2. Mai: Manfred Freiherr von Richthofen wird in Breslau (heute: Wroclaw, Polen) als Sohn eines preußischen Majors geboren.

  • 1903-1911

    Als Kadett erhält er seine Militärausbildung in Wahlstatt (heute: Legnickie Pole, Polen) und Lichterfelde (1920 zu Berlin).

  • 1912

    Als Leutnant tritt er in das Ulanenregiment in Militsch (heute: Milicz, Polen) ein.

  • 1914

    Zu Beginn des Ersten Weltkriegs dient Freiherr von Richthofen zunächst als Kavallerist in Rußland, wird aber kurz darauf nach Frankreich versetzt.

  • 1915

    Mai-Juli: Freiherr von Richthofen meldet sich freiwillig zur Fliegertruppe für den Luftkrieg, wo er zunächst als Beobachter tätig ist. Seine ersten Aufklärungsflüge unternimmt er an der Ostfront.
    August: Er kommt an die Westfront zurück und fliegt bei Ostende (Belgien) seinen ersten Kampfeinsatz in einem Bombergeschwader auf einem Großflugzeug mit.

  • 1915/16

    Freiherr von Richthofen lernt den berühmten Jagdflieger Oswald Boelcke (1891-1916) kennen. Unter dessen Einfluß absolviert er erfolgreich eine Pilotenausbildung.

  • 1916

    September: Er wird Boelckes Jagdfliegerstaffel zugewiesen.

  • 1916/17

    Nach dem Tod Boelckes wird Freiherr von Richthofen der erfolgreichste Kampfflieger in der Staffel und zählt zur Jahreswende bereits die meisten Abschüsse aller deutschen Piloten.

  • 1917

    Er erhält den Orden Pour le Mérite und bekommt die neu gegründete Jagdstaffel Nr. 11 zugewiesen. Er wird Leiter und Lehrer seiner Staffel, die an der Westfront schnell berühmt und gefürchtet wird. Aufgrund der Lackierung seines Jagdflugzeugs, eines Dreideckers "Fokker Dr 1" wird Freiherr von Richthofen selbst als der "Rote Teufel" oder "Roter Baron" bekannt.
    April: Nach seinem 50. Feindabschuß wird er zum Oberleutnant und kurz darauf zum Rittmeister befördert und persönlich von Kaiser Wilhelm II. empfangen. Er wird von der deutschen Kriegspropaganda verherrlicht und erreicht einen ungewöhnlich hohen Popularitätsgrad in der deutschen Bevölkerung.

  • 1918

    März: Freiherr von Richthofen erzielt seinen 80. Abschuß.
    21. April: Sein Geschwader, das mittlerweile seinen Namen trägt, wird in der Nähe von Vaux-sur-Somme in ein Luftgefecht mit alliierten Flugzeugen verwickelt. Bei der Verfolgung eines kanadischen Jagdfliegers wird Rittmeister Manfred Freiherr von Richthofen in seinem Flugzeug durch einen Brustdurchschuß tödlich verwundet. Ob der tödliche Schuß von einem zweiten kanadischen Kampfpiloten oder einer australischer Flugabwehrstellung am Boden kam, ist bis heute umstritten.
    22. April: Die Alliierten bestatten Richthofen mit vollen militärischen Ehren in Bertangles (Frankreich).

  • 1925

    20. November: Der aus Frankreich überführte Leichnam wird nach einem Staatstrauerakt in Anwesenheit von Reichspräsident Paul von Hindenburg auf dem Berliner Invalidenfriedhof beigesetzt.

(mw)
lo