Tagebuchaufzeichnungen über die letzten Kriegstage in Berlin
Berlin-Steglitz, 25. Mai 1945
Es tut mir leid, daß ich nicht schon eher auf den Gedanken
gekommen bin, mein tägliches Erleben festzuhalten, so will
ich jetzt versuchen Versäumtes nachzuholen, soweit u. so
gut ich mich zurück erinnern kann.
Beginnen will ich mit den Erlebnissen der letzten Kriegstage u.
dann laufend weiter. Es ist so um den 20. April herum, die Gesichter
aller Leute sind todernst, auf der Straße beachtet keiner
den anderen, jeder hat mit sich zu tun. Es ist aber auch bald
unerträglich geworden, wie man meint, denn Tag u. Nacht hat
der Engländer u. Amerikaner schwere Angriffe geflogen. Doch
sollte es noch weit schlimmer kommen. Nachrichten konnten wir
fast gar keine mehr hören; denn es gab fast gar keinen Strom
mehr. Am 21. April war ich noch auf der Kartenstelle nach einem
Kohlenbezugsschein. Eine Buchhalterin erzählte da, daß
sie von Wilmersdorf telephonisch durch bekommen hätte, Goebbels
hat gesprochen u. hat Berlin zur Festung erklärt! In Wilmersdorf
gab [es] Strom, da konnte man die Rede hören. Na, dachte
jeder bei sich, das kann ja heiter werden. Begreifen konnte das
keiner, denn erstens war die Befestigung nicht von weither u.
zweitens sah man doch fast gar kein Militär, speziell hier
in Steglitz. Der Volkssturm buddelte fieberhaft Löcher hinter
dicken Bäumen, das habe ich gesehen. - Die ersten Flüchtlinge
aus der Stadt kamen, erzählten nichts Gutes, Alexanderplatz,
Friedrichstraße u. viele andere Stadtteile liegen unter
Artilleriefeuer, Tote u. Verwundete lägen auf der Straße.
Da dachte ich, mein Gott, was soll nur aus uns werden.
Sonntag, den 22. April hieß es mit einem Mal, alle Lebensmittel
werden ausverkauft! Mutti raste los mit der Einkaufstasche u.
den Lebensmittelkarten bewaffnet. Doch war der Gang schon ziemlich
gefährlich; denn wir lagen ja noch nicht unter direktem Artillerie-Beschuß,
doch war das Rollen und Grollen der nah tobenden Schlacht deutlich
zu hören, die Fenster erzitterten von dem Druck. Immerhin
lagen wir unter dauerndem Tieffliegerbeschuß. Von Anfang
an war ich ob des furchtbaren Dröhnens sehr erschrocken doch
mit der Zeit wurde man weniger ängstlich. Wenn sich gerade
über uns ein Luftkampf abspielte, flitze man schnell vom
Fenster ins Zimmer der Wohnung, dann zog man das Genick ein u.
ließ das Geknatter vorüberrauschen. Nebenbei wurden
aber auch Bomben geworfen. Der Vormittag verging schnell - , am
Nachmittag zogen alle Mieter des 2. 3. u. 4. Stockwerkes hinunter
in den 1. Stock bzw. Parterre. Auch wir trugen das nötigste
in den 1. Stock, Muttis gerettete Betten, Ingrids Bettchen u.
ein paar Stühle. Dazu räumten wir die Küche u.
Speisekammer restlos aus. Alle Lebensmittel trugen wir in den
Keller.
Steglitz lag unter Artillerie-Beschuß. Das war ein Tanz,
meine Güte! Am Abend ließ der Beschuß etwas nach,
deshalb legten wir uns noch schlafen. Doch konnte ich fast kein
Auge zu tun, von ferne her hörte man das furchtbare Dröhnen.
Da - mit einem male, es war so gegen Morgen erzitterte das ganze
Haus von den nahen Einschlägen, gegenüber sahen wir
im Garten Bäume fallen. Da nahm ich aber meine Ingrid u.
rannte runter in den Keller, Mutti und Gerda mit Berta kamen hinterher
bepackt mit Mänteln u. anderen Kleidungsstücken; denn
ich bin nur um mein Leben gerannt, hatte alles stehen u. liegen
gelassen. Nun waren wir im Keller, aus dem wir dann auch 14 Tage
lang mit kleinen Unterbrechungen nicht mehr herausgekommen sind.
Gott sei Dank hatten wir noch unsere beiden Sessel nach dem Luftschutzkeller
gebracht. So konnten wir doch wenigstens abwechselnd etwas bequem
sitzen. Außerdem hatte jede Familie für sich ein Luftschutzbett
zur Verfügung. Das war ja ein großes Glück Ingrids
wegen. Überhaupt, für das arme Würstchen war der
andauernde Kelleraufenthalt gar nicht gut. Außer einer starken
Erkältung hat sie Gott sei Dank alles gut überstanden.
Oft hab ich sie beneidet, daß sie alles so unbewußt
miterlebt hat.
Ja, nun waren alle Hausbewohner da unten eine große Familie
geworden. Ich muß sagen, es ging ganz gut, durch die gemeinsame
Not kam man einander doch viel näher. So verbrachten wir
also die Zeit bis zum Mittag in dauerndem Alarmzustand. Doch sind
wir dann nochmal auf die Straße gegangen, die Kleiderkarten
waren freigegeben u. auch noch verschiedenes andere gab es. Ich
bin mit Gerda nochmal abgehauen, um für Ingrid einiges zu
erstehen. Leider hatte ich wenig Erfolg. Nach dem Himmel mußten
wir andauernd spähen[,] um beim Tiefanflug in den nächsten
Hauseingang zu türmen. So kamen wir doch gut nach Hause.
Mittlerweile war es Montag Abend geworden, die letzten Vorbereitungen
für die Nacht wurden getroffen. Die Nacht verlief ziemlich
glatt, ich habe sogar neben Ingrid im Bett geschlafen.
Am anderen morgen war der Beschuß schon intensiver, ich
steckte die Nase nicht mehr raus. In der Kellerwohnung des Hauswarts
wurde gekocht. Wasser gab es keins mehr. Wir hatten unser Frühstück
verzehrt, so gut es da unten im Halbdunkel eben ging; denn wir
hatten ja nur Kerzenlicht zur Verfügung - da begann ein heftiges
Bombardement, ach, hat das gekracht - und auf einmal wackelte
das Haus, als wenn's 'ne Bretterbude wäre, es hatte eingeschlagen!
Unten im Keller ein Staub, daß man nichts sehen und nicht
atmen konnte. Ingrid bekam schnell ein nasses Tuch vor den Mund.
Ganz fest hat sie sich an mich gepreßt. Wie mag das Haus
zugerichtet sein, steht nicht mehr viel oder war es nicht so schlimm,
das war die Frage, die alle bewegte. Die anwesenden Männer
gingen, nachdem es etwas ruhiger geworden war, mal nachschauen.
Das Resultat war: Eine Bombe kleineren Kalibers war in den dritten
Stock gegangen u. hatte bis zum zweiten Stock durchgeschlagen.
Und zwar waren die Küche, Kammer u. das Mädchenzimmer
getroffen worden. Ja, im dritten Stock wohnten wir ja, also waren
wir wieder beschädigt, in letzter Minute. Grade in dem kleinen
Mädchenzimmer hatten wir es uns ein wenig gemütlich
eingerichtet, die Couch, Rauchtischchen, meine Stehlampe, zwei
Sessel u. Ingrids Spielkram waren drin. Es fehlte so nötig
Wasser, Mutti u. Gerda machten sich auf den Weg zur Pumpe.
Ach du Schreck, kaum waren sie weg, ging ein neues Bombardement
los. Ich hatte eine Angst um die beiden, das ist verständlich;
denn links u. rechts, überall verspürte man Einschläge,
ein Ding setzten sie uns wieder vors Haus. Der Luftdruck war ungeheuer.
Ingrid war so brav, ich sagte immer, "mach den Mund auf",
prompt tat sie das. Endlich kamen auch Mutti u. Gerda wieder zurück
mit Wasser. Die dachten ja, ihr letztes Stündlein hat geschlagen.
Die Flugzeuge rauschten nur so über sie hinweg u. als Schutz
hatten sie sich die Wassereimer über den Kopf gestülpt!
- In der Nähe von uns befand sich das S.S. Hauptamt, da waren
eine Unmenge Lebensmittelvorräte. Und da die S.S. sich in
die Stadt zurückgezogen hatte, holte die Bevölkerung
sich die Lebensmittel heraus, unter härtestem Beschuß.
Auch unsere Portierfrau, leider Gottes wurde sie schwer verwundet.
Nun kein Arzt zur Stelle, es war schlimm.
In der nächsten Nacht u. am morgen war der Höhepunkt
erreicht, Gewehrschüsse peitschten die Straßen entlang
, M.G.-Feuer war überall dazu Tiefflieger. An unserem Haus
war ein M.G. aufgestellt. Laute Rufe hörte man, ich guckte
einmal raus, zu meinem Schrecken mußte ich feststellen,
daß es schon nicht mehr deutsche Laute waren. Es dauerte
auch nicht mehr lange, da kamen die ersten Russen zu uns in den
Keller. Das erste was sie sagten war: Uhr, Uhr! Also wurden ein
paar Leute schon ihre Uhren los. Mein Gott, hatte ich eine Angst,
durch die Propaganda war man so furchtbar eingeschüchtert.
Die nächsten Russen kamen u. verlangten Schmuck, zogen nach
Erhalt auch ab. Die dritte Gruppe kam aber und u. forderte uns
auf, sofort das Haus zu verlassen, u. zwar in Richtung des schon
von ihnen besetzten Teils. Jetzt ist alles aus, dachte ich, bei
dem furchtbaren Beschuß auf die offene Landstraße
- , nein, die ganze Luftschutzgemeinschaft wurde sich darüber
einig: wir bleiben hier, da wir auf offener Straße umkommen.
Auf alle Fälle hatten wir aber schnell das allernötigste
zusammengepackt. Verschiedene hatten schon ein paar Koffer auf
den Hof gestellt. Derweil wir uns im Keller beraten haben, waren
natürlich die Koffer vom Hof u. auch einige aus dem Keller
weg. Gott sei Dank, uns persönlich hatten die Russen noch
nichts weg genommen. Dann kamen wieder andere Russen u. sagten,
wir können dableiben, so einen Befehl gibt es gar nicht.
Was waren wir froh, daß wir noch mit dem Weggehen gezögert
hatten.
Der Portier hatte seine verwundete Frau auf einen Wagen gebettet
u. war schon mit ihr losgefahren. Nach zwei Tagen kam er mit seinen
beiden Kindern zurück, seine Frau war gestorben. - Ja, also
noch zurück, anschließend kam ein hoher Offizier in
den Keller, der sprach deutsch. Er klärte uns über die
Lage auf, erzählte uns von Russland, sagte, daß es
nach drei Tagen Brot geben würde u. hier alles ruhig sein
würde. In der Wohnung der ersten Etage bezog er Quartier,
ließ sich ein junges Mädchen holen. Es dauerte nicht
lange, kamen andere Russen, leuchteten allen Frauen ins Gesicht.
Mit einem mal setzt sich der eine Russe in unsere Ecke, nach eingehendem
Betrachten, das für mich zur Qual wurde, sagte bzw. zeigte
der Russe auf Gerda u. mich - mitkommen! Mein Gott, jetzt ist
es aus, solch einen Schande überlebe ich nicht. Mutti fing
an zu bitten u. zu flehen u. rief mir zu, ich sollte doch weinen.
Laut fing ich an zu jammern, da zog der Russe die Pistole, ist
egal dachte ich, mit gehe ich nicht. Da ich mich nicht vom Platz
rührte, winkte der Russe ab u. ging hinaus. Das waren Augenblicke,
die ich in meinem ganzen Leben nicht vergessen werde. Und Ingrid,
mein kleines Engelchen hatte ich immer auf dem Schoß.
Von der Zeit an, hatte ich solch wahnsinnige Angst, daß
ich als Erlösung nur eine Bombe herbeiwünschte. Wenn
ich jetzt an die Stunden zurückdenke, kommt mir alles wie
ein böser Traum vor. Die Nacht hatten wir so ziemlich Ruhe.
Das junge Mädel, daß um den russ. Offizier war, kam
uns sagen, der Kommandant würde uns vor Überfällen
schützen, doch könne er nur seinen eigenen Leuten befehlen.
Seit der Zeit fehlt mir die Zeitrechnung. Ich wußte nicht,
ob es Tag oder Nacht, Freitag oder Sonntag war, noch wußte
ich das Datum. Deshalb werden meine nachstehenden Erlebnisse vielleicht
nicht ganz der Reihe nach sein, doch möchte ich sie trotzdem
festhalten.
Wir hielten uns nun ausschließlich im Keller auf, fühlten
uns in der Gemeinschaft am sichersten, fünf Männer befanden
sich auch unter uns. Wir lebten von den Vorräten, die jeder
hatte. Jeder machte das Mahl so gut zurecht als er es eben konnte.
Wir hatten noch etwas Brot u. auch Butter u. Schinken. Die gute
Muttel S, unser Dank an sie ist unermeßlich , daß
sie uns damals von dem Schwein etwas ab gab. Wir hätten schon
lange nicht mehr ein Füssel Fett. Wie mag es Muttel nur gehen,
leider habe ich auf meine Briefe von ihr keine Antwort mehr bekommen.
Am furchtbarsten bedrückt mich ja die Sorge um Dich mein
innig geliebter Reinhard. Könnte ich doch nur einen Blick
hinter die Kulissen tun, ob ich noch auf dich warten darf. Ich
glaube ja, wenn es auch noch eine Zeitlang dauern wird, aber eines
schönen Tages bist Du da. O, wie ich den Tag meines größten
Glücks herbeisehne. Ingrid ist schon so ein feines kleines
Mädelchen geworden, sie gibt mir so viel Freude, u. das ist
schön. Dieses Tagebuch kommt mir vor wie meine täglichen
Briefe an Dich, lieber Reinhard [=Ehemann], ich schreibe ja auch
nur für Dich.
Es ist heute schon der 27. Mai geworden, sobald ich Zeit habe,
schreibe ich. Deshalb will ich weiter von damals berichten. -
Laufend kamen Russen zu uns in den Keller, erzählten viel,
doch leider konnten wir ja nichts verstehen. Eine Litauerin war
unter uns, die konnte russisch sprechen, die konnte uns dann das
Wichtigste übersetzen. Außerdem sprach auch noch eine
alte Dame polnisch. Dadurch konnten wir uns doch wenigstens mit
den Russen verständigen. Mutti hatte doch über 100 l
Wein im Keller, deshalb zitterten wir ja alle, wenn der von den
Russen entdeckt würde! Durch das Mädchen hatte der Offizier
von dem Wein erfahren, nun wünschte er den zu kosten. Mutti
füllte eine Kanne ab, doch bat er sich nur ein Gläschen
aus. Nachdem er den Wein gekostet hatte, sagte er zu Mutti, sie
möchte den anderen Wein gut verstecken. Das war sehr anständig
von dem Mann, er unterhielt sich noch mit Mutti eine Weile, doch
zog sie sich bald zurück. Leider rückte der Offizier
weiter vor zur Stadt. Am Tag kamen laufend Russen, das Gefragteste
waren Uhren. Die meisten Leute wurden ihre Uhren los, wenn sie
die nicht versteckt hatten. Ich hatte allen Schmuck bei mir in
die Kleidung eingenäht. Es fiel mir ja schwer den Ehering
abzuziehen, doch auch den hatte ich versteckt.
Wir jungen Frauen u. Mädchen hatten uns die Gesichter mit
Ruß beschmiert, Brillen aufgesetzt u. Kopftücher umgebunden.
Ich hatte einen langen Mantel von Mutti an. Schön sahen wir
alle Gott sei Dank nicht mehr aus. Das maskieren ging sofort los,
nachdem die ersten Russen im Keller gewesen waren. Außerdem
hatte ich für alle Fälle 4 Schlüpfer, 2 Hemdchen,
2 Unterröcke, drei Kleider u. vier paar Strümpfe an,
dazu die helle Hose der Kälte wegen. Man kann sich vorstellen,
wie ich aussah, die Russen werden sicher gedacht haben, man spricht
von den schönen deutschen Frauen, doch sehen die ja schlimmer
aus als die Polen. Doch war uns allen das so egal, unsere Sicherheit
war uns wichtiger. Wenn Russen kamen, flüchtete ich immer
zu Ingrid ins Bett u. mimte die kranke Frau. Und Gottlob, ich
hatte damit Erfolg. Man ließ mich in Ruhe. Gerda lag auf
Matratzen an der Erde, auch krank, d.h. sobald Russen kamen flüchtete
sie dahin. Ein Schub Russen wühlte alle Koffer durch, dabei
wurde ich eine alte Sportuhr von dir los, die ging immer eine
Stunde zu spät. Um die Uhr tut es mir gar nicht leid. Aber
der Russe nahm sie mir einfach vom Arm ab. Mutti wurde so ziemlich
allen Schnaps los, doch unsere Lebensmittel ließen uns die
Russen Gott sei Dank.
So kamen wir keine Stunde aus der Angst raus. Wir hätten
nur gerne gewußt wie lange das noch so geht, ob der Höhepunkt
erst käme, oder ob wir den schon hinter uns hätten.
Nachdem die Russen uns noch alle Keller aufgebrochen hatten u.
durchwühlt, wurde es allmählich ruhiger. Man steckte
die Nase schon etwas raus, ich ging mir mal das Haus erst von
außen u. dann von innen ansehen. Du lieber Himmel, Glasscherben,
Türen, eingestürzte Wände, so sah es außer
dem Volltreffer im ganzen Haus aus. Ein Bild der Verwüstung.
Die Lebensmittelfrage spitzte sich allmählich zu, ein ganz
kleines Stückchen Brot hatten wir noch, dasselbe hatte Mutti
noch von dem Offizier. Im übrigen gab es Grütze, Gries,
Graupen oder solch ähnlichen Sachen. Als großes Glück
kann ich es bezeichnen, daß ein bekannter Herr uns täglich
ein bisschen Milch aus dem Kuhstall brachte. So hatte ich doch
was für meinen kleinen Spatz.
Allmählich wurden wir mutiger [...]. Doch mussten wir oft
flüchten, die deutschen Flugzeuge schossen mit Bordwaffen.
Auch die Artilleri schoß zu uns. Zu Guter
letzt kriegten wir auch noch einen Artilleri-Treffer in den vierten
Stock gesetzt. Doch hat der nur ein kleines Loch geschlagen.
Eines Tages hieß es, der Bäcker hat Brote gebacken!
Alle atmeten auf. Auf sechs Personen gab es ein 1500g-Brot. Doch
haben sich alle auch über das Wenige gefreut. Nun wurde es
allmählich besser, die furchtbare Angst wich etwas, wir machten
uns schon auf u. holten uns aus einer ausgebrannten Gastwirtschaft
Kohlrüben. Das gab wieder ein Mittag. So waren ja 10 Tage
nachdem die Russen da waren vergangen. Die ersten Russen waren
bei uns im Keller am Donnerstag, den 27. April 1945, um die Mittagszeit.
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