1919
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Chronik
- Januar
- 1. 1.
Einführung des
Achtstundentags im Deutschen Reich. Grundlage ist die von dem Industriellen
Hugo Stinnes für die Arbeitgeberverbände und von
Carl Legien für die Gewerkschaften am 15. November 1918 unterzeichnete
Vereinbarung (Stinnes-Legien-Abkommen). In der Vereinbarung sind
zentrale Forderungen der Gewerkschaften berücksichtigt, sie soll
der Umstellung von der Kriegs- auf die Friedenswirtschaft dienen.
- Gründungsparteitag der
Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) als Zusammenschluß des
Spartakusbundes
mit den Bremer Linksradikalen. Der Spartakusbund erstrebt eine
"Räterepublik nach russischem Muster".
- Im Namen des serbischen Königs Peter I. (1844-1921) wird das neue Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen
proklamiert (ab 1929: Jugoslawien). In dem neuen Staat leben 15
Nationalitäten.
- 4. 1.
Die preußische Regierung verfügt die Entlassung des
Berliner Polizeipräsidenten
Emil Eichhorn (1863-1925) (USPD), weil er die Politik der Spartakisten begünstige.
- Tod des ehemaligen Reichskanzlers
Georg Graf von Hertling in Ruhpolding (Bayern).
- 5. 1.
Tausende von Arbeitern fordern in einer Massendemonstration die
Rücknahme der Entlassung Eichhorns. Bewaffnete Gruppen besetzen
das Verlagsgebäude des SPD-Zentralorgans
"Vorwärts" und weitere Druckhäuser in Berlin. Der
Aufruhr entwickelt sich zum "Januaraufstand".
- Gründung der antisemitischen
Deutschen Arbeiterpartei (DAP) durch den Maschinenschlosser
Anton Drexler und den Sportjournalisten
Karl Harrer
in München. Die DAP benennt sich 1920 in
Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP) um.
- 6. 1.
Ein von Vertretern der
Unabhängigen Sozialistischen Partei Deutschlands (USPD), der KPD und der Revolutionären Vertrauensleute gebildeter
Revolutionsausschuß erklärt die Absetzung des
Rats der Volksbeauftragten und die Übernahme der Regierungsgeschäfte. Die Regierung
ruft zu einer Gegendemonstration auf.
Gustav Noske (SPD), Leiter des Militärressorts im Rat der Volksbeauftragten,
wird mit der militärischen Niederschlagung des Aufstands
beauftragt.
- Tod des früheren US-Präsidenten
Theodore Roosevelt in Sagamore Hill (New York).
- 7. 1.
,In Berlin besetzen die Aufständischen die Eisenbahndirektion,
das Polizeipräsidium am Alexanderplatz und weiterer zentraler
Punkte.
- 8. 1.
Die von der USPD initiierten Verhandlungen mit der Regierung
scheitern. Es kommt zum offenen Kampf zwischen den
Aufständischen und den Regierungstruppen, die vor allem aus
neugebildeten Freikorps und sozialdemokratischen Kampftruppen
bestehen.
- 9. 1.
Die Aufständischen rufen den Generalstreik aus. In zahlreichen
Städten gibt es Solidaritätsbekundungen.
- 10. 1. - 4. 2.
Räterepublik in Bremen. Auf einer von der KPD organisierten
Massendemonstration erklären Vertreter der KPD, der USPD und der
Soldatenräte Bremen zur selbständigen, sozialistischen
Republik. Der Aufstand wird auf Befehl Noskes durch Regierungstruppen
niedergeschlagen.
- 11. 1.
In Berlin stürmen Regierungstruppen das besetzte
"Vorwärts"-Gebäude.
- 12. 1.
Nachdem die wichtigsten Stützpunkte der aufständischen
Revolutionäre bereits von Regierungstruppen zurückerobert
sind, besiegeln frisch herangeführte Truppen das Ende des
Januaraufstands. Insgesamt kommen bei den Kämpfen 165 Menschen
ums Leben.
- 15. 1.
Mit
Karl Liebknecht und
Rosa Luxemburg werden die beiden bekanntesten Führer der Spartakisten durch
Angehörige der Garde-Schützen-Kavallerie-Division
gefangengenommen und ermordet.
Wilhelm Pieck gelingt die Flucht. Die später folgenden Prozesse gegen die
Mörder Luxemburgs und Liebknechts werden nicht ernsthaft
betrieben.
- 18. 1.
Beginn der
Pariser Friedenskonferenz unter Ausschluß der
Mittelmächte. Die Beratungen sind vom Wunsch der öffentlichen Meinung in den alliierten Staaten nach möglichst harten Friedensbedingungen geprägt.
- 19. 1.
83 Prozent der Wahlberechtigten beteiligen sich an der
Wahl zur Verfassunggebenden Nationalversammlung. Die KPD hat sich der Wahl nicht gestellt, die USPD erreicht lediglich 22 Mandate. Sieger der Wahl sind die Sozialdemokraten mit 165 Mandaten. Frauen sind in Deutschland erstmals wahlberechtigt.
- 23. 1.
Uraufführung des Schauspiels "1913" von Carl Sternheim
(1878-1942)in Frankfurt (Main).
- 25. 1.
Die Alliierten beschließen auf der Pariser Friedenskonferenz die
Gründung des
Völkerbunds, der den Mitgliedsstaaten territoriale Integrität und politische
Unabhängigkeit sichern soll. Alle ehemaligen Feindmächte
bleiben vorerst vom Beitritt ausgeschlossen.
- 29. 1.
Tod des Politikers und Historikers
Franz Mehring
in Berlin.
- Februar
- 1. 2.
Kölns Oberbürgermeister
Konrad Adenauer
will die Gründung einer selbständigen "Westdeutschen
Republik" vorantreiben und lädt führende Politiker zu
einer Besprechung über eine Trennung des Rheinlands vom Reich
ein.
- 3. 2.
Die Heeresleitung unter
Paul von Hindenburg
und
Wilhelm Groener übernimmt den Schutz der deutschen Ostgrenze gegen
vorrückende polnische Verbände, die Gebiete für Polen
annektieren wollen. Die Rote Armee besetzt die Ukraine und erzwingt
die Bildung einer sowjetischen, moskautreuen Regierung in der
Hauptstadt Kiew.
- 5. 2.
Anläßlich der Konstituierung der Weimarer
Nationalversammlung wird der erste deutsche Post- und Verkehrsflug auf
der Strecke Berlin-Weimar aufgenommen.
- 6. 2.
Eröffnung der Verfassunggebenden Nationalversammlung. Wegen der
politisch ungesicherten Lage in Berlin tagt die Versammlung in Weimar.
- 10. 2.
Gegen die Stimmen der USPD verabschiedet die Weimarer
Nationalversammlung das "Gesetz über die vorläufige
Reichsgewalt". Damit erhält die Nationalversammlung die
Legislative, der Reichspräsident soll die "Geschäfte
des Reiches" führen, der Staatenausschuß als
Vertretung der Einzelstaaten fungieren.
- 11. 2.
Die Nationalversammlung wählt
Friedrich Ebert
zum Reichspräsidenten, der
Philipp Scheidemann
mit der Regierungsbildung beauftragt.
- 13. 2.
Die Regierung wird von den Parteien der "Weimarer Koalition"
gebildet: der SPD, der
Deutschen Demokratischen Partei (DDP) und des
Zentrums.
- 14. 2.
Konstantin Fehrenbach (Zentrum) wird zum Präsidenten der Nationalversammlung
gewählt.
- Hindenburg erläßt einen Appell "An Deutschlands
Söhne" und ruft zur freiwilligen Meldung für den
Ostschutz auf. Freiwillige sollen in Schlesien und Westpreußen
gegen polnische Verbände kämpfen, die die umstrittenen
Gebiete für Polen beanspruchen. Im Baltikum kämpfen
Freikorps und Freiwillige gegen sowjetrussische Truppen.
- 16. 2.
Verlängerung des am 11. November 1918 abgeschlossenen
Waffenstillstands zwischen dem Deutschen Reich und den
Entente-Staaten auf unbestimmte Zeit. Das Deutsche Reich verpflichtet sich zudem, auf
alle Feindseligkeiten an der Grenze zu Polen zu verzichten, und stellt
am 17. Februar offiziell alle kriegerischen Handlungen ein. Die
Alliierten bestimmen einen Grenzverlauf, wonach die Provinz Posen an
Polen fällt und Westpreußen größtenteils beim
Deutschen Reich verbleiben soll.
- In Deutsch-Österreich finden erstmals freie und gleiche Wahlen
statt: Die Konstituierende Nationalversammlung wird gewählt. Die
Sozialdemokraten erhalten 69 Mandate, die Christlichsozialen 63 und
die Deutschnationalen 24 Mandate.
- 18. 2.
Der Staatenausschuß beschließt in Weimar die
Einführung von Schwarz-Rot-Gold als Nationalfarben. Unter
Führung von Noske zerschlägt eine regierungstreue
Freiwilligeneinheit die Bremer Räterepublik.
- 19. 2.
Die USPD erleidet bei der Landtagswahl in Bayern eine vernichtende
Niederlage. Der bayerische Ministerpräsident
Kurt Eisner (USPD) äußert sich in der Öffentlichkeit kritisch
über das parlamentarische System.
- 21. 2.
Eisner will zurücktreten und wird auf dem Weg in den bayerischen
Landtag von dem Rechtsradikalen Anton Graf von Arco auf Valley
(1897-1945) erschossen. Die Ermordung löst vor allem in
München lang anhaltende Unruhen aus.
- 25. 2.
Der deutsch-österreichische Staatssekretär des
Äußern trifft in Weimar ein, um über einen
Anschluß an das Deutsche Reich zu verhandeln.
- 27. 2.
Die Nationalversammlung beschließt das Gesetz über die
Bildung einer Vorläufigen Reichswehr. Bis 1921 soll das neue
Berufsheer aufgebaut werden. Zeitgleich soll die Reduzierung des
Heeres von 800.000 auf 100.000 Mann erfolgen. Viele der aus dem Heer
entlassenen Frontsoldaten schließen sich paramilitärischen,
rechtsradikalen Organisationen an.
- März
- 2. - 6. 3.
Gründungskongreß der Kommunistischen Internationale
(Komintern) in Moskau.
- 3. 3.
Die Regierungen des Deutschen Reichs und Deutsch-Österreich
stehen einem Zusammenschluß beider Länder
grundsätzlich positiv gegenüber. Nachdem beide Länder
sich auf Verhandlungen über eine Zoll- und Handelsunion
verständigt haben, reist die österreichische Delegation
nach Wien zurück.
- 3. - 13. 3.
Die Spartakus-Gruppe und der Arbeiterrat von Groß-Berlin
proklamieren unter der Parole "Alle Macht den Räten"
den Generalstreik und beginnen einen Aufstand. Der zum
Reichswehrminister ernannte Noske verkündet, daß jeder
bewaffnete Aufständische sofort zu erschießen sei. Bis zur
militärischen Niederschlagung der "Märzunruhen"
verlieren 1.200 Menschen ihr Leben.
- 4. 3.
Bewaffnete Auseinandersetzungen auf dem Berliner Alexanderplatz
zwischen Regierungstruppen unter Noske und aufständischen
Spartakisten.
- 8. 3.
Regierungstruppen zwingen die Spartakisten zur Aufgabe ihres
Hauptquartiers.
- 15. 3.
Der Sozialdemokrat Karl Renner (1870-1950) wird von der
deutsch-österreichischen Nationalversammlung zum Staatskanzler
gewählt.
- 21. 3.
Aus Protest gegen die Entscheidung der Alliierten, Siebenbürgen
an Rumänien anzugliedern, treten der ungarische
Staatspräsident Mihály Graf Károlyi von
Nagykárolyi (1875-1955) und das Kabinett zurück.
- 22. 3. - 1. 8.
Räterepublik in Ungarn: Der Revolutionäre Regierende Rat
übernimmt die Regierungsgewalt, die Sozialistenpartei wird zur
Einheitspartei erklärt. Gegen die Räterepublik entsenden die
Alliierten Truppen, auch tschechoslowakische und rumänische
Verbände greifen ein.
- Walter Gropius
gründet das Kunstinstitut
Bauhaus in Weimar.
- 23. 3.
Der ehemalige österreichische Kaiser und ungarische König
Karl I. verläßt Österreich und geht in die Schweiz ins Exil.
- Der frühere sozialistische Politiker
Benito Mussolini gründet in Mailand die faschistische Organisation "Fasci di
combattimento".
- 24. 3.
Als oberstes Gremium der Pariser Friedenskonferenz konstituiert sich
der "Rat der Vier":
Woodrow Wilson (USA),
Georges Clemenceau (Frankreich),
David Lloyd George (Großbritannien) und Vittorio Emanuele Orlando
(1860-1952)(Italien).
- Käthe Kollwitz,
Lovis Corinth
und weitere Künstler werden an die Preußischen Akademie der
Künste in Berlin berufen.
- 25. 3.
Freitod des Bildhauers
Wilhelm Lehmbruck in Berlin.
- April
- 1. 4.
Sozialistische und kommunistische Arbeiterführer proklamieren im
Ruhrgebiet einen Generalstreik für eine radikale Verbesserung der
Arbeits- und Lebensverhältnisse. Sie plädieren
außerdem für eine starke Stellung der Räte. Knapp
350.000 Bergarbeiter folgen dem Streikaufruf.
- 5. 4.
Das britische Unterhaus nimmt eine Gesetzesvorlage zur Gleichstellung
der Frauen an.
- 7. 4.
Ausrufung der
Räterepublik in München
durch den Zentralrat der bayerischen Republik und den
Revolutionären Arbeiterrat. Die gewählte Regierung unter
Johannes Hoffmann (1867-1930), SPD, verlegt ihren Sitz nach Bamberg.
- 8. 4.
Telegraphisch fordern 233 Abgeordnete des Unterhauses vom britischen
Premierminister David Lloyd George eine harte Haltung bei den
Friedensverhandlungen: Deutschland solle seine Alleinschuld am
Kriegsausbruch anerkennen und zu hohen Reparationszahlungen
verpflichtet werden.
- 12. 4.
Gründung des Reichsverbands der deutschen Industrie als
Spitzenverband der Unternehmerverbände.
- 13. 4.
Die Räterepublik in München gelangt unter den Einfluß
von Kommunisten. Sie stellen eine Rote Armee auf und kämpfen
für die Diktatur des Proletariats. Die gesetzgebende Gewalt
übertragen sie einem vierköpfigen Vollzugsrat unter Leitung
von Eugen Leviné (1883-1919).
- 15. 4.
Die Weimarer Nationalversammlung verabschiedet ein provisorisches
Gesetz, das den 1. Mai für das Jahr 1919 zum allgemeinen Feiertag
für einen "gerechten Frieden" erklärt.
- 16. 4.
Württembergische Verbände, Einheiten der neuformierten
Vorläufigen Reichswehr sowie bayerische Freiwilligenverbände
marschieren auf München.
- 17. 4.
"Gründonnerstagsputsch" in Wien: Nach ungarischem
Vorbild wollen Kommunisten eine Räterepublik konstituieren. Die
Polizei verhindert den Putsch mit Waffengewalt.
- Charlie Chaplin, David Wark Griffith (1875-1948) und andere Künstler
gründen die Produktions- und Verleihgesellschaft United Artists
(UA).
- 28. 4.
Die Delegierten der Pariser Friedenskonferenz nehmen die
endgültige Völkerbundsatzung einstimmig an.
- Im Deutschen Reich tritt die gesetzliche Regelung zur Einführung
der Sommerzeit in Kraft. Mit der umstrittenen Maßnahme soll
Energie eingespart werden.
- 29. 4.
Zur Entgegennahme der Friedensbedingungen der Alliierten trifft die
deutsche Delegation in Versailles ein.
- In München wird die "Diktatur der Roten Garde"
errichtet. Mehrere rechtsgerichtete Freikorps greifen in die
Kämpfe gegen die Münchner Räterepublik ein.
- 30. 4.
In München erschießen Soldaten der Roten Armee zehn
Geiseln. Für die Exekution wurden vor allem Angehörige der
völkischen "Thule-Gesellschaft" ausgewählt. Die
Gegner der Münchner Räterepublik setzen ihren Kampf
verstärkt fort.
- Mai
- 1. 5.
Die Maifeiern verlaufen im Deutschen Reich ohne Zwischenfälle.
- 2. 5.
Nach blutigen Straßenschlachten endet die Münchner
Räterepublik mit der Besetzung Münchens durch
regierungstreue Verbände. Etwa 450 Aufständische und 150
Angehörige der regierungstreuen Truppen werden getötet.
- 7. 5.
Übergabe des Entwufs für den
Versailler Vertrag an die Delegierten des Deutschen Reichs. Die Friedensbedingungen
werden in Deutschland als niederschmetternd empfunden. Die Alliierten
fordern die Anerkennung der alleinigen
Kriegsschuld durch Deutschland, die Aufgabe seiner Kolonien und weitgehende
Gebietsabtretungen, ferner verlangen sie den Einzug des deutschen
Auslandsvermögens. Außerdem wird die Auslieferung von
deutschen "Kriegsverbrechern" und des Ex-Kaisers
Wilhelm II. gefordert. Der Anschluß von Deutsch-Österreich an Deutschland wird untersagt. Dem Deutschen Reich wird ein Berufsheer von 100.000 Mann zugestanden, die allgemeine Wehrpflicht soll abgeschafft werden. Das linke Rheinufer soll militärisch geräumt und von den Alliierten besetzt werden. Die geforderten Reparationszahlungen übersteigen alle Befürchtungen.
- 8. 5.
Die Reichsregierung erläßt Aufrufe gegen den
"Gewaltfrieden von Versailles". Auch die britische Labour
Party und die französische Gewerkschaft
Confédération Générale du Travail (CGT)
protestieren gegen den Vertragsentwurf. Er verneine das
Selbstbestimmungsrecht der Völker und damit ein wesentliches
Kriegsziel der Alliierten.
- 12. - 15. 5.
Zweiter Internationaler Frauenfriedenskongreß in Zürich.
- 12. 5.
Die Nationalversammlung tritt zu einer Protestkundgebung gegen den
Versailler Vertrag zusammen. Reichsministerpräsident Scheidemann
erklärt, der Vertrag sei unannehmbar.
- 13. 5.
In einem Aufruf an die amerikanische Regierung bezeichnet
Reichspräsident Ebert die Versailler Friedensbedingungen als
völlige "Negierung" des
14-Punkte-Programms
von US-Präsident Wilson.
- 14. 5.
Die Mörder Rosa Luxemburgs und Karl Liebknechts werden zu
äußerst milden Freiheitsstrafen verurteilt. Einem der
Täter glückt zwei Tage nach Haftantritt mit Hilfe von
Reichswehr-Offizieren die Flucht aus dem Gefängnis.
- 17. 5.
Mit dem amerikanischen Riesenflugzeug "N.C.4" gelingt die
erste Überquerung des Atlantischen Ozeans.
- 23. 5.
Eröffnung der Frühjahrsausstellung der Akademie der
Künste in Berlin. Es werden Werke von Corinth, Georg Kolbe
(1877-1947), Kollwitz, Lehmbruck und weiteren Künstlern gezeigt.
- 31. 5.
Wiederwahl von Hoffmann zum bayerischen Ministerpräsidenten.
- Der Leichnam Rosa Luxemburgs wird im Landwehrkanal gefunden. An der
Beisetzung im Juni nehmen Tausende von Menschen teil.
- Juni
- 2. 6.
In Berlin erscheint das "Dadaistische Manifest".
Gründung der Zeitschrift "Der
Dada" durch
Raoul Hausmann.
- 3. 6.
Mit Eugen Leviné wird einer der Führer der Münchener
Räterepublik wegen Hochverrats zum Tode verurteilt. Am
nächsten Tag wird das Urteil vollstreckt.
- 11. 6.
Der Delegationsführer des britischen Schatzamtes bei der Pariser
Friedenskonferenz, John Maynard Keynes, (1883-1946) tritt in der
Überzeugung zurück, daß die dem Deutschen Reich
aufgezwungenen Reparationszahlungen zu einer weltweiten
Finanzkatastrophe führen.
- 16. 6.
Die Alliierten stellen dem Deutschen Reich ein auf fünf Tage
befristetes Ultimatum zur Annahme des Versailler Vertrags. Einen
Antrag auf Revisionsverhandlungen lehnen sie ab.Die Reichsregierung
erreicht einen Aufschub des Ultimatums von zwei Tagen.
- 18./19. 6.
In der Kabinettssitzung votieren angesichts des ablaufenden Ultimatums
sieben Minister für und sieben Minister gegen die Annahme des
Versailler Vertrags. Scheidemann hat sich schon vorher auf Ablehnung
festgelegt.
- 19. 6.
Rücktritt des italienischen Ministerpräsidenten Orlando. Das
Parlament hat ihm wegen seines widersprüchlichen Auftretens auf
der Pariser Friedenskonferenz das Mißtrauen ausgesprochen.
- 20. 6.
Das Kabinett Scheidemann tritt zurück.
- 21. 6.
Der Sozialdemokrat
Gustav Bauer bildet eine neue
Reichsregierung aus SPD und Zentrum. Die
Deutsche Demokratische Partei (DDP) lehnt eine Regierungsbeteiligung zunächst ab. Die in der
Bucht von Scapa Flow (Orkney-Inseln/Großbritannien) internierte
deutsche Kriegsflotte wird von der eigenen Besatzung versenkt.
- 21./22. 6.
Aus Protest gegen die Überteuerung von Lebensmitteln werden in
Mannheim Geschäfte gestürmt. Bei den Auseinandersetzungen
mit der Polizei werden elf Demonstranten getötet.
- 22. 6.
Die neue Reichsregierung erklärt sich mit Billigung der
Nationalversammlung zur Annahme des Versailler Vertrages bereit, falls
Deutschlands Anerkennung der alleinigen Kriegsschuld gestrichen wird.
Die Alliierten lehnen eine "bedingte Annahme" ab.
Verschiedene deutsche Militärstellen prüfen die Chance eines
bewaffneten Kampfes gegen die Alliierten.
- 23. 6.
Die Reichsregierung sieht sich zur Annahme des Versailler Vertrags
gezwungen. Man fürchtet die Folgen einer militärischen
Intervention.
- 25. 6.
Rücktritt von Generalfeldmarschall Hindenburg und Auflösung
der
Obersten Heeresleitung (OHL). In einem Schreiben an den Oberkommandierenden der Alliierten
Streitkräfte, Marschall
Ferdinand Foch, bittet Hindenburg, von der Auslieferung des Ex-Kaisers
Wilhelm II. abzusehen.
- 28. 6.
Unterzeichnung des Friedensvertrags durch das Deutsche Reich im
Spiegelsaal des Versailler Schlosses, in dem 1871 Wilhelm I. zum
deutschen Kaiser proklamiert worden war. Reichsaußenminister
Hermann Müller (SPD) und Verkehrsminister Johannes Bell (Zentrum) unterzeichnen. Sie werden dafür von der
nationalistischen Rechten attackiert.
- Die Alliierten erkennen Polen als unabhängigen Staat an und
sprechen ihm große Teile der preußischen Provinzen Posen
und Westpreußen zu. Über die nationale Zugehörigkeit
weiterer Teile Westpreußens, Oberschlesiens und Masurens soll es
eine Volksabstimmung geben.
- Juli
- 3. 7.
Die Weimarer Nationalversammlung verabschiedet die Annahme der neuen
Nationalfarben Schwarz-Rot-Gold.
- 5. 7.
Gründung des
Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbunds
(ADGB) als Spitzenorganisation von 52 Arbeitnehmerverbänden.
Erster Vorsitzender wird Legien.
- 8. 7.
Reichsfinanzminister
Matthias Erzberger (Zentrum) stellt der Weimarer Nationalversammlung die geplante
Finanzreform mit der Einführung einer Einkommensteuer und eines
Finanzausgleichs vor.
- 9. 7.
Die Weimarer Nationalversammlung ratifiziert den Versailler Vertrag
und die Ausführungsbestimmungen über die militärische
Besetzung des Rheinlands.
- 12. 7.
Aufhebung der Seeblockade durch die Alliierten. Der 1915
verhängten "Hungerblockade" fielen in Deutschland rund
750.000 Menschen zum Opfer.
- 16. 7.
Das Münchner Standgericht verurteilt den Dramatiker und
Münchner Rätepolitiker
Ernst Toller zu fünf Jahren Festungshaft wegen Hochverrats.
- 19. 7.
Tod des Chemikers Emil Fischer (1852-1919) in Berlin.
- 20. 7.
In Saint-Germain übergeben die alliierten Staaten die
Friedensbedingungen an Deutsch-Österreich. Staatskanzler Renner
spricht sich vehement gegen die geforderte Abtretung Böhmens und
Mährisch-Schlesiens aus.
- 23. 7.
Der türkische General
Kemal Atatürk
erklärt die von ihm kontrollierten Gebiete der Türkei
für unabhängig und eröffnet in Erzurum den ersten
Nationalkongreß.
- 31. 7.
Mit 262 Ja- zu 75 Nein-Stimmen wird die "Weimarer
Verfassung" von der Nationalversammlung gegen die Stimmen von
USPD,
Deutschnationaler Volkspartei (DNVP) und
Deutscher Volkspartei (DVP) verabschiedet. Es ist die erste parlamentarisch-demokratische
Verfassung Deutschlands. Das Reich wird als parlamentarische Republik
konstituiert. Der auf vier Jahre gewählte Reichstag übt die
Gesetzgebung, das Budgetrecht und die Kontrolle der Exekutive aus. Als
starkes Gegengewicht wird das Amt des Reichspräsidenten mit
weitreichenden Befugnissen ausgestattet. Der auf sieben Jahre
gewählte Reichspräsident hat das Recht zur
Reichstagsauflösung. Der Artikel 48 gewährt ihm das Recht
zur Verhängung des Ausnahmezustands und zum Erlaß von
Notverordnungen.
- August
- 1. 8.
Zusammenbruch der Räterepublik in Ungarn. Der Revolutionäre
Regierende Rat gibt seinen Rücktritt in Budapest bekannt. Ein von
Vertretern der Gewerkschaften gebildetes sozialistisches Kabinett
übernimmt die Regierungsgewalt.
- 4. 8.
Auf Befehl der Alliierten besetzen rumänische und
französische Truppen die ungarische Hauptstadt Budapest.
- 6. 8.
Die Alliierten zwingen die sozialistische Regierung Ungarns zum
Rücktritt und ernennen Erzherzog Joseph von Österreich
(1872-1942) zum vorläufigen Staatsoberhaupt.
- 9. 8.
Tod des Zoologen und Philosophen Ernst Haeckel in Jena.
- 11. 8.
Reichspräsident Ebert unterzeichnet die Weimarer
Reichsverfassung. Sie ist ein Kompromiß zwischen
sozialistischen, bürgerlich-liberalen und konservativen
Vorstellungen. Das Deutsche Reich ist eine demokratische Republik.
Die Reichsgewalt ist weit stärker manifest als in der Verfassung
von 1871. Der für sieben Jahre gewählte
Reichspräsident kann mit dem Notverordnungsrecht des Artikels 48
zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung
die Verfassung zeitweise außer Kraft setzen.
- In Berlin beginnen deutsch-polnische Verhandlungen über
"politisch-rechtliche Fragen, Kriegsgefangenenfragen,
wirtschaftliche und Finanzangelegenheiten" gemäß den
Bestimmungen des Versailler Vertrags. Die Verhandlungen werden nach
Ausbruch der Unruhen in Oberschlesien am 20. August abgebrochen.
- Tod des amerikanischen Industriellen Andrew Carnegie (1835-1919) in
Lenox (Massachusetts/USA).
- 12. 8.
Übernahme der ungarischen Wehrmacht durch den früheren
Konteradmiral Miklós Horthy (1868-1957). Es folgt ein blutiger
"weißer" Terror. Rund 5.000 Anhänger der
Räterepublik werden ermordet.
- 14. 8.
Mit der Veröffentlichung im Reichsgesetzblatt tritt die neue
deutsche Verfassung in Kraft.
- 20. 8.
Heftige Unruhen in Oberschlesien veranlassen die polnische Regierung
zum Abbruch der Verhandlungen mit der Reichsregierung über Fragen
der Gebietsabtretungen.
- 24. 8.
Tod des DDP-Vorsitzenden
Friedrich Naumann in Travemünde (Schleswig- Holstein).
- September
- 2. 9.
Der französische Ministerpräsident Clemenceau fordert im
Namen der Entente-Staaten das Deutsche Reich auf, den Artikel 61,
Absatz 2, der Reichsverfassung zu streichen. Dieser beinhaltet die
Zulassung Deutsch-Österreichs zum Reichsrat und die
Gleichstellung Deutsch-Österreichs mit den deutschen
Ländern.
- 3. 9.
Italien führt das Frauenwahlrecht ein.
- 10. 9.
Unterzeichnung des Friedensvertrags zwischen Deutsch-Österreich
und den Entente-Staaten in Saint-Germain bei Paris. Österreich
muß Südtirol bis zum Brenner, das Küstenland mit
Görz und Triest, Istrien und Gebiete von Dalmatien an Italien
abtreten. Dem Land wird ein Berufsheer mit 30.000 Mann zugestanden.
Für die Lufthoheit und die Hoheit über die
Wasserstraßen werden Auflagen wie im Versailler Vertrag erteilt.
Gleiches gilt für Reparationszahlungen. Österreich wird ein
Anschluß an das Deutsche Reich untersagt.
- 12. 9.
Adolf Hitler besucht eine Versammlung der antisemitischen DAP und hört einen
Vortrag von
Gottfried Feder. Wenige Tage später tritt Hitler der DAP mit der Mitgliedsnummer 555 bei.
- Der italienische Dichter und Politiker
Gabriele D'Annunzio
besetzt mit einem Freikorps die zwischen Italien und Kroatien
umstrittene Stadt Fiume (heute: Rijeka). Die Entente-Staaten zeigten
sich unschlüssig, ob sie die Stadt dem neugegründeten Staat
"Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen"
zusprechen sollen.
- 18. 9.
Die Reichsregierung beschließt, den Absatz 2 des Artikels 61 der
Reichsverfassung zu streichen.
- 26. 9.
Wiederaufnahme der deutsch-polnischen Verhandlungen über die
Übergabe deutscher Gebiete an Polen.
- 30. 9.
Die Nationalversammlung tritt zu ihrer ersten Sitzung in Berlin
zusammen, nachdem "Ruhe und Ordnung" in der Reichshauptstadt
wiederhergestellt sind.
- In Berlin wird das Theater "Die Tribüne" des Regisseurs
Erwin Piscator
mit dem Drama "Die Wandlung" von Ernst Toller eröffnet.
- Oktober
- 1. 10.
Gemäß den Bestimmungen des Versailler Vertrags werden die
Kriegsministerien der deutschen Länder aufgelöst. Sie werden
im Reichskriegsministerium unter Reichswehrminister Noske zu einer
Befehlsstelle zusammengefaßt.
- 2. 10.
Ratifikation des Versailler Vertrags durch die französische
Abgeordnetenkammer. In Italien und Großbritannien wird das
Vertragswerk ebenfalls im Oktober ratifiziert.
- 3. 10.
Die Reichsregierung fordert gemäß den Bedingungen des
Versailler Vertrags die noch im Baltikum stehenden deutschen Einheiten
auf, das Gebiet zu räumen. Die Freiwilligenverbände
kämpfen hier seit November 1918 gegen sowjetrussische Truppen.
Sie folgen der Aufforderung der Reichsregierung nicht.
- 8. 10.
Ein Arbeiter gibt mehrere Schüsse auf den USPD-Vorsitzenden
Hugo Haase
ab. Haase stirbt am 7. November an den Folgen des Attentats.
- 10. 10.
Der Oberste Rat der Alliierten verhängt eine Wirtschaftsblockade
über Sowjetrußland.
- Gegen den Befehl der Reichsregierung kämpfen deutsche Truppen im
Baltikum als "Vorhut gegen den Bolschewismus" weiter und
greifen Riga an. Die alliierten Staaten sperren daraufhin die Ostsee
für alle deutschen Schiffe.
- Uraufführung der Oper "Die Frau ohne Schatten" von
Richard Strauss in Wien.
-
- 14. 10.
Die preußische Landesversammlung verabschiedet einen
Gesetzentwurf zur Errichtung der Provinz Oberschlesien.
- 16. 10.
Die österreichische Nationalversammlung in Wien ratifiziert den
Vertrag von Saint Germain.
- 21. 10.
Umbenennung von Deutsch-Österreich in Republik Österreich.
Die Rote Armee unter
Leo D. Trotzki zerschlägt die Truppen der weißen Gegenregierung bei
Petrograd (heute: St. Petersburg). Ohne Aussicht, den
"Weißen" zu helfen, zieht sich die britische
Kriegsflotte in der Ostsee daraufhin nach Riga zurück.
- 24. 10.
Unterzeichnung des deutsch-polnischen Abkommens über die
militärische Räumung der an Polen abzutretenden Gebiete.
- 29. 10.
Der US-Kongreß verabschiedet gegen das Veto des Präsidenten
das Antialkoholgesetz, die "Prohibition" beginnt.
- 30. 10.
Die Reichsregierung erklärt alle deutschen Soldaten im Baltikum,
die nicht bis zum 11. November die deutsche Grenze passieren, als
"fahnenflüchtig".
- November
- 3. 11.
Die alliierten Staaten fordern Deutschland auf, den noch nicht
erfüllten Waffenstillstandsbedingungen nachzukommen. Dazu
gehört u.a. die Ablieferung der gesamten deutschen Handelsflotte.
- 7. 11.
Auflösung des Reichskolonialministeriums.
- 13. 11.
Nach Aufforderung der Alliierten räumen die rumänischen
Truppen die ungarische Hauptstadt Budapest.
- Der Physiker
Max Planck und der Chemiker
Fritz Haber erhalten für ihre Forschungen den Nobelpreis.
- 16. 11.
Bei den Wahlen zur Abgeordnetenkammer in Frankreich siegt der
konservative "Nationale Block". Die Linksparteien
müssen Stimmenverluste hinnehmen.
- 18. 11.
Paul von Hindenburg und
Erich Ludendorff
nehmen vor dem Untersuchungsausschuß des Reichstags über
die Friedensmöglichkeiten im
Ersten Weltkrieg Stellung. Hindenburgs Aussage, die deutsche Armee sei nicht besiegt,
sondern von hinten "erdolcht" worden, begründet die
Dolchstoßlegende.
- Der US-Senat lehnt mit 53 zu 38 Stimmen die Ratifizierung des
Versailler Vertrags ab und tritt auch nicht dem Völkerbund bei.
Die Vereinigten Staaten kehren zur Politik der "splendid
isolation" zurück und konzentrieren sich auf ihre
primären Interessen.
- 25. 11.
Das Deutsche Reich und Polen schließen ein Abkommen über
den Abzug von Truppen aus den Teilen Westpreußens, in denen
eine Volksabstimmung stattfinden soll.
- 27. 11.
Der Friedensvertrag zwischen den Alliierten und Bulgarien wird in
Neuilly-sur-Seine bei Paris unterzeichnet.
- 28. 11
Das Berliner Schauspielhaus mit 5.000 Plätzen wird feierlich
eröffnet. Der Regisseur
Max Reinhardt erhält damit das von ihm mehrfach geforderte Großtheater.
- 30. 11. - 6. 12.
Parteitag der USPD in Leipzig. Es wird ein Aktionsprogramm
verabschiedet, das eine politische Kooperation mit der SPD
ausschließt. Die USPD hält an einer auf dem Rätesystem
basierenden sozialistischen Demokratie fest.
- Dezember
- 3. 12.
Tod des französischen Malers und Bildhauers
Auguste Renoir (1841-1919) in Cagnes-sur-Mer.
- 6. 12.
Die Krupp-Werke liefern die erste selbst gefertigte Lokomotive aus.
Der führende deutsche Rüstungsbetrieb steht im Prozeß
der Umstellung von Kriegs- auf Friedenswirtschaft.
- 8. 12.
Der Oberste Rat der Alliierten legt die neue Ostgrenze Polens fest.
Die später nach dem britischen Außenminister George Curzon
(1859-1925) benannte "Curzon-Linie" verläuft entlang
der Flüsse Bug und Njemen. Polen erhebt Anspruch auf weiter
östlich gelegene Gebiete.
- 16. 12.
Die russische Rote Armee erobert die ukrainische Hauptstadt Kiew.
- 17. 12.
Die Deutsche Nationalversammlung in Berlin verabschiedet das
Reichsnotopfergesetz, das eine einmalige Vermögensabgabe zur
Begleichung der Reichsschulden vorsieht.
- 19. 12.
Der ehemalige Reichskanzler Scheidemann wird zum
Oberbürgermeister von Kassel gewählt.
- 21. 12.
Die niederländische Regierung erklärt, daß sie
Ex-Kaiser Wilhelm II. nicht an die Alliierten ausliefern werde.
- 28. 12.
Auf den internationalen Devisenmärkten fällt die Mark auf
ihren tiefsten Stand seit Jahresbeginn.
- Außerdem:
- Gottfried Benn: Ithaka
- Ernst Barlach: Der tote Tag (Drama)
- Abel Gance (1889-1981): J'accuse (Film)
- Hermann Hesse: Demian (Roman)
- Karl Jaspers: Psychologie der Weltanschauungen (Philosophische Abhandlung)
- Else Lasker-Schüler: Die Wupper (Drama)
- Ernst Lubitsch: Madame Dubarry (Film)
- Kurt Pinthus (1886-1975): Menschheitsdämmerung (Lyriksammlung)
(se/lw/mw)
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