1879-1960
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Friedrich Adler
Politiker, Journalist
- 1879
- 9. Juli: Friedrich Adler wird als Sohn des sozialdemokratischen
Politikers Victor Adler in Wien geboren.
- 1897-1903
- Studium der Physik, Chemie und Mathematik in Zürich.
- 1897
- Adler wird Mitglied im Verband der österreichischen
Sozialdemokratie in der Schweiz.
- ab 1898
- Mitarbeiter der sozialistischen Zeitung "Volksrecht"
in Zürich.
- 1901
- Er übernimmt die Leitung des Verbands der Internationalen
Arbeitervereine in der Schweiz.
- 1903-1905
- Wissenschaftliche Tätigkeit an der Universität
Zürich.
- 1905-1907
- Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Museum
München.
- 1907-1911
- Privatdozent für Physik an der Universität
Zürich.
- 1910
- Er wird Chefredakteur der Zeitung "Volksrecht".
- 1911
- Als Parteisekretär der österreichischen Sozialdemokratischen
Partei wird Adler nach Wien berufen. Seinen wissenschaftlichen
Beruf gibt er auf.
- 1914
- Als Wortführer des linken Flügels der österreichischen
Sozialdemokratie kämpft Adler nach Beginn des Ersten Weltkriegs
gegen die Kriegskredite und legt aus Protest sein Amt als Parteisekretär
nieder.
- Als Redakteur der Zeitschrift "Kampf" agitiert er gegen
den Krieg.
- 1916
- 21. Oktober: Aus Protest gegen die Kriegspolitik Österreich-Ungarns
erschießt Adler den Ministerpräsidenten Karl Reichsgraf
von Stürgkh (1859-1916).
- Für diese Tat wird er zunächst zum Tod verurteilt,
dann zu 18 Jahren Haft begnadigt.
- 1918
- November: Nach Ausbruch der österreichischen Revolution
wird Adler amnestiert. Er nimmt seine Tätigkeit als Parteisekretär
und als Redakteur der Zeitschrift "Kampf" wieder auf.
- 1918/19
- Während der Revolution wird Adler Führer
der Arbeiterräte, wendet sich aber gegen die Errichtung einer
österreichischen Räterepublik. Das Angebot, den Vorsitz
der Kommunistischen Partei Österreichs zu übernehmen,
lehnt er ab.
- 1920-1923
- Mitglied des österreichischen Nationalrats
für die Sozialdemokratische Partei.
- 1923
- Er legt sein Amt als Parteisekretär nieder, um
am Aufbau der Sozialistischen Arbeiterinternationale mitzuwirken.
- 1925
- Er wird Generalsekretär der Sozialistischen Internationale
mit Sitz in Zürich.
- 1935
- Wiederum Generalsekretär der neu errichteten Sozialistischen
Internationale in Brüssel.
- Angebote der Kommunistischen Internationale, eine Einheitsfront
zu bilden, lehnt Adler ab.
- 1940
- Februar: Aufgrund des Zerfalls der Sozialistischen Internationale
nach Beginn des Zweiten Weltkriegs tritt Adler von seinem
Amt als Generalsekretär zurück.
- Vor den nationalsozialistischen Besatzern flieht er aus Belgien
in die USA.
- Er leitet das "Labor Aid Project" für in Europa
politisch Verfolgte und das "Austrian Labor Committee".
- 1946
- Nach Kriegsende übersiedelt er nach Zürich
und zieht sich aus der Politik zurück.
- 1954
- Veröffentlichung des von ihm edierten Briefwechsel
seines Vaters Victor Adler mit August Bebel und Karl
Kautsky.
- 1960
- 2. Januar: Friedrich Adler stirbt in Zürich.
(ge)
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