1911-1991
![[Photo: Walter Ballhause, 1927]](../../../objekte/pict/ph002998/200.jpg)
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Walter Ballhause
Arbeiterphotograph
- 1911
- 3. April: Walter Ballhause wird in Hameln als Sohn des
Schuhmachers Karl Ballhause und der Lederstepperin Anna (geb.
Helbig) geboren.
- 1917-1925
- Besuch der Volksschule. In acht Jahren wechselt
er acht Mal die Schule und zehn Mal den Wohnsitz.
- 1919
- Nach der Scheidung der Eltern lebt er bei der Mutter;
sie ziehen nach Hannover um.
- 1925
- Fabrikarbeiter bei der Hannoverschen Maschinenbau-Aktien-Gesellschaft
(Hanomag) in Hannover.
- Mitarbeit in der sozialdemokratischen Jugendgruppe Rote Falken.
- 1926-1929
- Ballhause macht eine Laborantenlehre bei Hanomag
und ist anschließend arbeitslos.
- Er beginnt zu photographieren.
- 1929-1931
- Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD).
- 1930-1933
- Seine Photographien zur Weltwirtschaftskrise
entstehen. Ballhause photographiert mit "verdeckter Kamera"
in erster Linie Menschen aus dem proletarischen Milieu. Seine
Bilder haben den Ausdruck ungestellter Wirklichkeit und eine hohe
Authentizität.
- 1931
- Er ist kurzzeitig Laborant bei Hanomag.
- Gründungsmitglied der Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands
(SAP), die sich im darauffolgenden Jahr selbst wieder auflöst.
- Photographien aus dem Ferienlager der Roten Falken, zur Parteiarbeit
und von Aktionen der SAP gegen die Nationalsozialistische Deutsche
Arbeiterpartei (NSDAP).
- ab 1931
- Arbeitslosigkeit.
- 1934
- Verhaftung durch die Geheime Staatspolizei (Gestapo)
in Hannover wegen "linker Betätigung".
- 1934-1941
- Laborant bei Hanomag.
- 1938-1941
- Ballhause absolviert ein Abendstudium, das er als
Chemotechniker abschließt.
- 1941
- Umzug nach Straßberg bei Plauen.
- 1941-1944
- Laborleiter bei der Vomag in Plauen.
- 1944
- 30. August: Erneute Verhaftung: Ihm wird der Kontakt
zu "antifaschistischen Zellen" in seinem Betrieb vorgeworfen.
- Gefängnis Plauen und Zwickau.
- 1945
- 17. April: Befreiung aus dem Zuchthaus Zwickau.
- Gründung der Ortsgruppe der
Kommunistischen Partei Deutschlands
(KPD) in Straßberg.
- 1945-1947
- Bürgermeister der Gemeinde Straßberg.
- Photodokumentation über Flüchtlinge in Straßberg.
- 1947-1965
- Als Gießereileiter bei der Plamag in Plauen
baut er den Betrieb auf und leitet ihn.
- 1947
- Porträtserie von Gießereiarbeitern seines
Betriebes.
- 1954
- Umzug nach Plauen.
- 1965-1971
- Technischer Leiter der Plamag-Gießerei Plauen.
- 1971
- Er geht in den Ruhestand.
- 1971/72
- Er stellt etwa 1.000 Abzüge seiner Photographien
für die Ausstellung "Widerstand in Niedersachsen"
zur Verfügung.
- ab 1977
- Beteiligung an Ausstellungen in beiden deutschen
Staaten.
- ab 1981
- Internationale Einzelausstellungen.
- 1982
- Ballhause hält in der DDR, der Bundesrepublik
und den USA Dia-Ton-Vorträge.
- Ehrenmitglied der Arbeiterfotografie e.V.
- ab 1988
- Ehrenmitglied im Verband Bildender Künstler der DDR.
- 1991
- 8. Juli: Walter Ballhause stirbt in Plauen.
(ka)
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