1854-1917
![[Photo: Ernst Bassermann, vor 1910]](../../../objekte/pict/bassebio/200.jpg)
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Ernst Bassermann
Politiker
- 1854
- 26. Juli: Ernst Bassermann wird als Sohn des Landgerichtspräsidenten
und badischen Landtagsabgeordneten Anton Bassermann und dessen
Frau Marie (geb. Eisenlohr) in Wolfach (Schwarzwald) geboren.
- 1872
- Aufnahme eines Jurastudiums in Heidelberg.
- 1878
- Nach dem Abschluß des Studiums leistet er seinen
Militärdienst als Einjährig-Freiwilliger beim preußischen
Kavallerieregiment in Colmar (Elsaß).
- 1880
- Er wird Rechtsanwalt in Mannheim.
- Heirat mit der jüdischen Bankierstochter Julie Ladenburg.
- 1887
- Stadtrat in Mannheim.
- 1893
- Wahl zum Abgeordneten des Reichstags für die Nationalliberale
Partei (NLP) und zum Mitglied des Parteivorstands.
- 1898
- Bassermann wird Vorsitzender der nationalliberalen Reichstagsfraktion.
- Er tritt für eine liberale Sozialpolitik ein, um auch die
Arbeiterschaft für seine Partei zu gewinnen. Gesetzesvorlagen
des Reichskanzlers Chlodwig Fürst zu Hohenlohe-Schillingsfürst
zur Ausgrenzung der sozialdemokratischen Arbeiterschaft bringt
er zu Fall.
- 1901
- Er ist Gründungsmitglied der "Gesellschaft
für soziale Reform".
- 1902
- Bassermann, der sich für eine ausgleichende Politik
zwischen Wirtschafts- und Agrarinteressen einsetzt, ist maßgeblich
beteiligt an der Verabschiedung des neuen Zolltarifs unter Reichskanzler
Bernhard Fürst von Bülow.
- 1905
- Wahl zum Vorsitzenden der NLP.
- 1907
- Bassermann setzt sich für eine Koalition der verschiedenen
liberalen Parteien mit den Konservativen unter Reichskanzler Bülow
ein (Bülow-Block).
- 1908/09
- Während der Daily-Telegraph-Affäre
spricht sich Bassermann gegen verfassungspolitische Reformen aus.
- ab 1909
- Nach dem Sturz Bülows ist er in der Opposition
ein vehementer Gegner des Reichskanzlers Theobald von Bethmann
Hollweg.
- Er unterstützt jedoch die Heeres- und Flottenvorlagen der
Regierung und tritt für eine forcierte Rüstungspolitik
ein.
- 1913
- Er veröffentlicht seine "Lebenserinnerungen".
- 1914
- Nach Beginn des Ersten Weltkriegs wird er als
Rittmeister, später als Major an der Westfront aktiv.
- 1915
- Februar: Er wird Oberkriegsrichter des Gardekorps in
Berlin.
- November: Mitbegründer der bis 1933 bestehenden Mittwochs-Gesellschaf,
in der innen- und außenpolitische Fragen von national gesinnten
Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Kultur diskutiert werden.
- 1917
- Januar: Er unterstützt den uneingeschränkten
U-Boot-Krieg und fordert gleichzeitig von der Regierung
innenpolitische Reformen.
- Februar: Rücktritt vom Reichstagsmandat und von Parteiämtern.
- 24. Juli: Ernst Bassermann stirbt in Baden-Baden.
(ge/ka)
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