1884-1950
![[Photo: Max Beckmann, um 1928]](../../../objekte/pict/beckbio/200.jpg)
![[Photo: Max Beckmann, vor 1945]](../../../objekte/pict/beckmbio/200.jpg)
|

|
Max Beckmann
Maler, Graphiker
- 1884
- 12. Februar: Max Beckmann wird in Leipzig als Sohn eines
Grundstücksmaklers und Mehlhändlers geboren.
- 1900-1903
- Studium an der konservativen Großherzoglichen
Kunstschule in Weimar.
- 1903/04
- Studienreise nach Paris, wo Beckmann spätgotische
Kunstwerke und wahrscheinlich auch Werke von Paul Cézanne
und Vincent van Gogh (1853-1890) kennenlernt.
- 1905
- Übersiedlung nach Berlin, wo er sich der Berliner
Secession anschließt.
- 1906
- Beckmann erhält den Villa-Romana-Preis, der mit
einem Studienaufenthalt in Florenz verbunden ist, und stellt mit
der Berliner Secession aus.
- Heirat mit der Malerin Minna Tube.
- 1910
- Beckmann wird als jüngstes Vorstandsmitglied in
die Secession gewählt.
- 1913
- Paul Cassirer organisiert eine erste große
Beckmann-Retrospektive mit 47 Gemälden.
- Austritt aus der
Berliner Secession und Anschluß an die Freie Secession.
- 1914
- Zu Beginn des Ersten Weltkriegs meldet
sich Beckmann als Freiwilliger im Sanitätsdienst in Flandern.
Es entstehen Zeichnungen und Radierungen, in denen er die Kriegseindrücke
schildert.
- 1915
- Entlassung aus dem Militärdienst nach einem psychischen
Zusammenbruch, den er aufgrund seiner Erfahrungen in den Lazaretten
erleidet.
- Aufenthalt in Frankfurt (Main).
- 1917
- Die Kriegserlebnisse lassen Beckmanns Stil einfacher,
aber auch kantiger, expressiver und sozialkritischer werden.
- 1919
- Er lehnt eine Berufung an die Weimarer Kunstschule (das
spätere Bauhaus) ab.
- 1925
- Übernahme des Meisterateliers der Städel-Kunstgewerbeschule
in Frankfurt (Main).
- Scheidung von Minna Tube.
- Heirat mit Mathilde von Kaulbach.
- 1929
- Ernennung zum Professor in Frankfurt (Main).
- 1929-1932
- Jeweils von September bis Mai wohnt Beckmann in
Paris.
- 1931
- Beckmann wird von nationalsozialistischer Seite zunehmend
angegriffen.
- 1932/33
- Mit der Entstehung des ersten von neun monumentalen
Triptychen setzt eine neue Schaffensperiode ein. Das bisher Formale
und Koloristische verbindet sich nun mit Deutungen der politischen
Aktualität und einer geistvollen Umdeutung dieser Aktualität
in universale Philosophie der Irrungen des Menschlichen überhaupt.
- 1933
- Entziehung des Lehrauftrags.
- 1937
- Die Nationalsozialisten diffamieren Beckmann
als "entarteten Künstler" und beschlagnahmen 509
seiner Werke aus deutschen Museen. Gemeinsam mit seiner Frau emigriert
er nach Paris und später Amsterdam.
- 1940
- Nach dem Einmarsch deutscher Truppen in die Niederlande
verbrennt Beckmann seine seit 1925 geführten Tagebücher.
- 1947
- Übersiedlung in die Vereinigten Staaten, wo er
an der Washington University Art School (St. Louis) eine Gastprofessur
übernimmt.
- 1948
- Umfassende Beckmann-Retrospektive im City Art Museum
(St. Louis), die anschließend noch in Detroit, Los Angeles,
San Francisco und Cambridge/Massachusetts gezeigt wird.
- 1949
- Beckmann unterrichtet an der Brooklyn Museum Art School
(New York).
- 1950
- 27. Dezember: Max Beckmann stirbt in New York.
(lw)
|