1878-1946
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![[Postkarte: Werner von Blomberg, 1936-1938]](../../../objekte/pict/ba940044/200.jpg)
![[Postkarte: Werner von Blomberg, 1935-1938]](../../../objekte/pict/ba940046/200.jpg)
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Werner von Blomberg
Militär
- 1878
- 2. September: Werner von Blomberg wird in Stargard (Pommern)
als Sohn des Oberstleutnants Emil von Blomberg und dessen Frau
Emma (geb. Tschepe) geboren.
- 1894-1897
- Besuch der Hauptkadettenanstalt in Groß-Lichterfelde
(bei Berlin).
- 1897
- Als Leutnant tritt Blomberg in ein preußisches
Füsilierregiment ein.
- 1904
- Heirat mit der Majorstochter Charlotte Hellmich, mit
der er fünf Kinder hat.
- 1907-1910
- Besuch der Kriegsakademie in Berlin.
- 1910
- Berufung in den Großen Generalstab.
- 1911
- Beförderung zum Hauptmann.
- 1914-1916
- Im Ersten Weltkrieg ist Blomberg zunächst
Generalstabsoffizier einer Reservedivision.
- 1916
- Ernennung zum Major.
- 1917
- Blomberg wird Erster Generalstabsoffizier einer Division.
- 1918
- Verleihung des Ordens Pour le Mérite.
- 1919-1921
- Nach Kriegsende und der Übernahme in die Reichswehr arbeitet Blomberg als Referent
im Reichswehrministerium.
- 1921
- Stabschef im Wehrkreis Stuttgart.
- 1925
- Ernennung zum Chef des Heeresausbildungswesens.
- 1927-1929
- Blomberg ist Leiter des Truppenausbildungsamtes
beim Reichswehrministerium.
- 1929-1933
- Befehlshaber des Wehrkreises I (Ostpreußen).
- 1932
- Leiter der deutschen Militärdelegation auf der
Genfer Abrüstungskonferenz.
- Tod seiner Ehefrau.
- 1933
- 30. Januar: Noch vor der Ernennung von
Adolf Hitler zum neuen Reichskanzler ernennt Reichspräsident Paul von Hindenburg weitgehend eigeninitiativ Blomberg zum Reichswehrminister.
Gleichzeitig wird er zum General ernannt. Die Ernennung Blombergs zum Reichswehrminister ist verfassungswidrig, da Minister nur auf Vorschlag des Regierungschefs ernannt werden dürfen. Blomberg soll entscheidend zur konservativen "Eindämmung" Hitlers beitragen.
- 1934
- August: Trotz der Ermordung zweier ehemaliger Generale
der Reichswehr schweigt Blomberg zur Röhm-Affäre.
- Nach dem Tod Hindenburgs veranlaßt er die Neuvereidigung
der Reichswehrsoldaten auf die Person Hitlers.
- 1935
- Als Reichskriegsminister erhält Blomberg auch den
Oberbefehl über die Wehrmacht.
- 1936
- Verleihung des Marschallstabs.
- 1937
- Obwohl Hitler treu ergeben und dessen Eroberungsabsichten
stützend, weist er zusammen mit Werner Freiherr von Fritsch,
dem Oberbefehlshaber des Heers, auf die Risiken eines baldigen
Kriegsausbruchs hin.
- 1938
- Januar: Durch die Heirat mit der ehemaligen Prostituierten
Erna Gruhn mißachtet er die von ihm selbst verschärften
Heiratsvorschriften für Wehrmachtsangehörige und kompromittiert
sich durch die Affäre so stark, daß er kurz darauf seinen Rücktritt
einreichen muß. Bei seinem letzten Besuch in der Reichskanzlei
schlägt er Hitler als seinen Nachfolger im Amt des Oberbefehlshaber
über die Wehrmacht vor.
- 4. Februar: Blomberg tritt von allen politischen Ämtern
zurück und wird zusammen mit Fritsch aus der Wehrmacht entlassen.
Dies nutzt Hitler zur Entmachtung der Wehrmachtsführung und
zur gezielten Vorbereitung des Kriegs: Das neugeschaffene Oberkommando
der Wehrmacht (OKW) unter Leitung von Wilhelm Keitel, der
Hitler treu ergeben ist, tritt an die Stelle des Kriegsministeriums.
- 1945
- Inhaftierung Blombergs durch die Alliierten.
- 1945/46
- Zum Hauptkriegsverbrecherprozeß des Internationalen
Militärtribunals in Nürnberg wird Blomberg als Zeuge
berufen.
- 1946
- 22. März: Werner von Blomberg stirbt in Nürnberg
in einem amerikanischen Militärlazarett.
(mw)
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