1880-1945
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Fedor von Bock
Militär
- 1880
- 3. Dezember: Fedor von Bock wird in Küstrin (heute:
Kostrzyn/Polen) als Sohn des Offiziers Moritz Bock und dessen
Frau Olga (geb. von Falkenhayn) geboren. Seine Mutter ist eine
enge Verwandte des späteren preußischen Kriegsministers
und Chefs des Generalstabs Erich von Falkenhayn.
- 1898
- Nach einer Kadettenausbildung tritt er als Leutnant
in das 5. Garderegiment zu Fuß ein.
- 1905
- Bock wird Bataillonsadjutant.
- 1907
- Ernennung zum Regimentsadjutant.
- 1910-1912
- Bock ist zur Generalstabsausbildung abkommandiert.
- 1912
- Als Hauptmann wird er in den Großen Generalstab
versetzt.
- 1913
- Versetzung in den Generalstab des Gardekorps.
- 1914-1918
- Als Generalstabsoffizier und Bataillonskommandeur
nimmt Bock am Ersten Weltkrieg an der Ostfront und
an der Westfront teil.
- 1916
- Beförderung zum Major.
- 1918
- April: Als Anerkennung für seine Leistungen während
der deutschen Großoffensive in der Picardie wird
ihm der Pour le Mérite verliehen.
- 1919
- In der Weimarer Republik wird Bock trotz der
im Versailler Vertrag vorgesehenen Reduzierung des deutschen
Heers in die Reichswehr übernommen, in der er zum
General der Infanterie aufsteigt.
- 1929
- Er wird Chef des Stabes beim Gruppenkommando 1 in Berlin.
- 1931
- Befehlshaber im Wehrkreis II in Stettin (heute: Szczecin/Polen).
- ab 1933
- Nach der Machtübernahme der
Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) verhält er sich gegenüber
dem NS-Regime neutral.
- 1935
- Bock erhält den Oberbefehl über das neu errichtete
Gruppenkommando 3 in Dresden.
- 1936
- Er heiratet Wilhelmine von der Osten. Aus der Ehe geht
eine Tochter hervor.
- 1938
- 12. März: Im Rahmen des österreichischen "Anschlusses"
marschiert Bock an der Spitze der deutschen 8. Armee in Österreich
ein.
- Beförderung zum Generaloberst.
- 1. Oktober: Er ist maßgeblich am Einmarsch in das Sudetengebiet
beteiligt.
- 1. November: Bock wird zum Oberbefehlshaber der Heeresgruppe
1 in Berlin ernannt.
- 1939
- September/Oktober: Während des deutschen Überfalls auf Polen befehligt Bock die aus Pommern und Ostpreußen
vorstoßende Heeresgruppe Nord.
- 30. September: Auszeichnung mit dem Ritterkreuz.
- 1940
- Mai/Juni: Er ist Oberbefehlshaber der Heeresgruppe B,
die mit Beginn der deutschen Westoffensive die neutralen
Niederlande und Belgien überfällt.
- 14. Juni: Beim Einmarsch in Paris nimmt Bock am Arc de
Triomphe die Parade der Wehrmacht ab.
- 19. Juli: Ernennung zum Generalfeldmarschall.
- Oktober: Bock wird Oberbefehlshaber der Wehrmachtstruppen in
dem von Deutschen besetzten Teil Polens.
- 1941
- 22. Juni: Mit Beginn des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion ist er Oberbefehlshaber der Heeresgruppe
Mitte, auf welcher der Schwerpunkt des Angriffs mit Stoßrichtung
Moskau liegt.
- Verbrechen gegen die sowjetische Zivilbevölkerung hält
Bock "in dieser Form [für] untragbar und mit der Manneszucht
nicht vereinbar". Sein Neffe Henning von Tresckow
beschwört ihn jedoch vergeblich, gegen den Terror der Einsatzgruppen
einzuschreiten. Putschpläne Tresckows gegen Adolf Hitler
lehnt er ab.
- Dezember: Heftige Meinungsverschiedenheiten mit Hitler über
die militärische Vorgehensweise. Für den gescheiterten
Angriff auf Moskau und die anschließende Winterkrise
macht Hitler die Generalität verantwortlich.
- 12. Dezember: Bock, der aufgrund der Erschöpfung der deutschen
Truppen für einen taktischen Rückzug plädiert,
erhält seinen Abschied als Oberbefehlshaber der Heeresgruppe
Mitte.
- 1942
- 18. Januar: Nach dem plötzlichen Tod von Walter von Reichenau übernimmt Bock dessen Heeresgruppe Süd.
- Juli: Erneute Auseinandersetzungen mit Hitler. Heftig kritisiert
Bock die Zersplitterung der Heeresgruppe Süd gegen Stalingrad
und den Kaukasus während der deutschen Sommeroffensive.
- 15. Juli: Bock wird seines Kommandos über die Heeresgruppe
Süd enthoben und in den Ruhestand versetzt.
- 1942-1945
- In den letzten Jahren des Zweiten Weltkriegs
findet er keine aktive Verwendung im Heer. Bock lebt zurückgezogen
in Bayern.
- 1944
- Das Attentat vom 20. Juli 1944 auf Hitler verurteilt
er als Verbrechen.
- 1945
- Mai: Nach Hitlers Selbstmord bietet Bock der neuen Reichsregierung
unter Karl Dönitz in Flensburg seine Dienste an.
- 4. Mai: Fedor von Bock erliegt im Marinelazarett Oldenburg seinen
Verletzungen, die er einen Tag zuvor durch einen britischen Tieffliegerangriff
erlitten hat.
(as)
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