1900-1991
![[Postkarte: Arno Breker, um 1970]](../../../objekte/pict/96006707/200.jpg)
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Arno Breker
Bildhauer, Graphiker, Architekt
- 1900
- 19. Juli: Arno Breker wird als Sohn des Steinmetzen
Arnold Breker in Elberfeld geboren.
- 1916-1920
- Steinbildhauerlehre und Besuch der Kunstgewerbeschule
in Elberfeld.
- 1920-1925
- Studium an der Kunstakademie Düsseldorf.
- 1927
- Nordafrikareise, auf der die Radierungen- und Lithographienfolge
"Tunesische Reise" entsteht.
- Breker entwickelt ein Gußverfahren der "reinen Form"
ohne Oberflächenunebenheiten, das für die idealisierende
Typisierung des Schaffens im Nationalsozialismus stilprägend
wird.
- 1927-1933
- Nach mehreren Paris-Reisen läßt sich
Breker als Bildhauer in der Stadt nieder, wo er mit Künstlern
wie Robert Delaunay, Jean Cocteau (1889-1963) und Man Ray (1890-1976) in freundschaftlichem Kontakt steht.
- 1933
- Breker erhält den Rom-Preis des preußischen
Kulturministeriums und verbringt ein Jahr in der Villa Massimo.
- 1934
- Übersiedlung nach Berlin.
- 1935
- Teilnahme an der Ausstellung der
"Berliner Secession".
- 1936
- Beteiligung an der Olympischen Kunstausstellung in Berlin.
Breker gewinnt beim Plastik-Wettbewerb die Silbermedaille des
Internationalen Olympischen Komitees für die Statuen "Zehnkämpfer"
und "Die Siegerin". Damit erlangt er - zuvor als "Franzose"
kritisiert - höchste offizielle Aufmerksamkeit.
- 1937
- Für die Weltausstellung in Paris fertigt Breker
Skulpturen für den Deutschen Pavillon und ist Mitglied der
internationalen Jury.
- Heirat mit der Griechin Demetra Messala.
- 1937-1945
- Professor einer Bildhauerklasse an der Hochschule
für Bildende Künste in Berlin.
- 1938-1944
- Breker erhält in Zusammenarbeit mit Albert
Speer zahlreiche Staatsaufträge. Auf ausdrücklichen
Wunsch Adolf Hitlers, mit dem er auch in persönlichem
Kontakt steht, ist er für den geplanten Ausbau Berlins tätig.
Hierfür wird ihm ein eigenes Großraumatelier in Berlin-Dahlem
errichtet.
- Anfertigung von Skulpturen und Reliefs für die Neue Reichskanzlei
und andere öffentliche Gebäude, wie beispielsweise die allegorische
Darstellung "Kameraden".
- 1939
- Studienreise nach Italien und Arbeitsangebot
Josef W. Stalins für die Sowjetunion.
- 1940
- Großer Preis von Italien und Mitglied der Preußischen Akademie der Künste.
- 1941/42
- Im NS-Staatsauftrag werden die "Arno Breker
Steinbildhauerwerkstätten" gegründet, in denen
unter der Leitung eines Beauftragten Speers Kriegsgefangene Brekers
Modelle - wie die "Hitler-Büste" von 1941 - umsetzen
und vervielfältigen müssen.
- 1942
- Auf Einladung der französischen Vichy-Regierung
große Einzelausstellung in der "Orangerie" in
Paris.
- 1945
- Nach Ende des Zweiten Weltkriegs flieht Breker
nach Wemding (Bayern). Rund 90 Prozent seines Werks sind zerstört.
- 1948
- Trotz seiner früheren privilegierten Stellung wird
Breker bei der "Entnazifizierung" als "Mitläufer"
eingestuft, da er sich mehrmals für Verfolgte des Regimes
- wie Pablo Picasso und Peter Suhrkamp (1891-1959) - eingesetzt
hat.
- 1950
- Rückkehr nach Düsseldorf, wo er als Architekt
am Wiederaufbau beteiligt ist.
- 1958
- Heirat mit Charlotte Kluge.
- 1960
- Errichtung eines Ateliers in Paris, wo er wieder als
Bildhauer und Graphiker tätig ist.
- ab 1976
- Arbeit am "Olympia Zyklus". Mit diesen
lebensgroßen ideal-athletischen Standfiguren nach Modellen
deutscher Sportler wie Ulrike Meyfarth (*1956) nimmt Breker das
Element der vollendeten Form wieder auf.
- 1980
- Aufbau eines "Museum Arno Breker
- Sammlung Europäische Kunst" durch die Familie von Brekers Kunsthändler Joe F. Bodenstein in Schloss Nörvenich (bei Köln). Das Museum wird 1985 eröffnet.
- 1981
- Breker beteiligt sich mit einem Entwurf an der Ausstellung
"Paris 1937-47". Er muß seinen Entwurf aufgrund
massiver Proteste zurückziehen, woraufhin er sich deutlich
vom Nationalsozialismus distanziert.
- 1983
- Gründung der "Arno Breker Society International"
in den USA.
- 1991
- 13. Februar: Arno Breker stirbt in Düsseldorf.
(ji)
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