1832-1908
![[Druck: Wilhelm Busch, um 1875]](../../../objekte/pict/wilhelmbusch/200.jpg)
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Wilhelm Busch
Dichter, Zeichner, Maler
- 1832
- 15. April: Wilhelm Busch wird als ältester Sohn
des Kaufmanns Friedrich Wilhelm Busch und dessen Frau Henriette
(geb. Kleine, verw. Stümke) in Wiedensahl (Schaumburger Land)
geboren. Er hat sechs Geschwister.
- 1841-1847
- Busch lebt bei seinem Onkel, dem Pastor Georg Kleine,
zunächst in Ebergötzen bei Göttingen, dann in Lüthorst
am Solling und erhält von diesem Privatunterricht.
- 1847-1851
- Auf Wunsch seines Vaters absolviert er ein Maschinenbaustudium
an der Polytechnischen Schule in Hannover.
- 1851-1852
- Nach Abbruch des Maschinenbaustudiums beginnt er
mit dem Studium der Malerei an der Kunstakademie Düsseldorf.
- 1852-1853
- Studium der Malerei an der Königlichen Akademie
der schönen Künste in Antwerpen. Die Begegnung mit der
großen altholländischen Malerei prägt sein künstlerisches
Schaffen.
- 1853
- Busch erkrankt an Typhus und lebt kurzzeitig wieder
in seinem Elternhaus in Wiedensahl.
- 1854
- Studium der Malerei an der Akademie der bildenden Künste
in München.
- Er schließt sich dem Künstler-Verein "Jung-München"
an, dem auch die Maler Heinrich von Angeli (1840-1925), Theodor
Pixis (1831-1907), Wilhelm von Diez (1839-1907) und Buschs späterer
Verleger Otto Bassermann angehören.
- 1859
- Der Maler und Verleger der humoristischen Münchener
Zeitschrift "Fliegende Blätter", Caspar Braun (1807-1877),
erkennt Buschs Talent als satirischer Zeichner. Bis 1871 veröffentlicht
Busch rund 100 Beiträge in den "Fliegenden Blättern"
des Verlags Braun und Schneider und gestaltet bis 1875 an die
50 "Münchener Bilderbogen" für denselben Verlag.
- 1863
- Rückkehr nach Wiedensahl.
- 1864
- Das Kinderbuch "Bilderpossen" ist Buschs erste
selbständige Veröffentlichung.
- 1865
- Mit Veröffentlichung der Bildergeschichte "Max
und Moritz" im Verlag Braun und Schneider gelingt Busch der
Durchbruch. Die Lausbubengeschichte macht ihn berühmt und
liegt bis heute in rund 200 Übersetzungen vor.
- Sprühender Witz und beißende Satire verbinden sich
in seinen Bildergeschichten mit der Fähigkeit, durch bloße
Umrisse Charaktere und Situationen meisterhaft zu karikieren.
Die knappen, pointierten Texte und Bilder drücken Buschs
kritische Haltung gegenüber den Schwächen und der verlogenen
Moral seiner Mitmenschen aus.
- 1867
- Busch zieht nach Frankfurt/Main, wo sein Bruder lebt.
Dieser macht ihn mit der Philosophie Arthur Schopenhauers (1788-1860)
bekannt, die insbesondere sein schriftstellerisches Werk prägt.
- ab 1870
- Die polemisch-satirischen, gegen die katholische Kirche
gerichteten Bilderbücher "Der heilige Antonius von Padua"
(1870), "Die fromme Helene" (1872) und "Pater Filucius"
(1873) verbreiten sich in mehr als 100.000 Exemplaren.
Eher harmlos vergnüglich fallen die Erlebnisse von "Hans
Huckebein, der Unglücksrabe" (1870), "Fipps der
Affe" (1879) und "Plisch und Plum"(1882) aus.
Der enorme Erfolg seiner Bildergeschichten kann Busch zeitlebens
nicht darüber hinwegtrösten, dass er als Kunstmaler
keine Anerkennung findet. Hunderte von Bildern sind erhalten,
die erst nach seinem Tod der Öffentlichkeit bekannt werden.
- ab 1872
- Busch lebt bei seiner Schwester Jenny im Wiedensahler
Pfarrhaus. Als ihr Mann 1878 stirbt, zieht er mit ihr und ihren
Söhnen ins Pfarrwitwenhaus.
- 1874
- Veröffentlichung des Gedichtbandes "Kritik
des Herzens". Später folgen die Lyrikbände "Zu
guter Letzt" (1904) und "Schein und Sein" (1909)
die aber weit hinter dem Erfolg seiner Bildergeschichten zurückstehen.
- 1875
- In München wird eine erste Sammelausgabe seiner
"Bilderbögen" publiziert.
- 1884
- Mit "Maler Klecksel" publiziert Busch seine
letzte große Bildergeschichte.
- 1893
- Busch veröffentlicht seine Autobiographie "Von
mir über mich" in. Seine zwei weiteren Prosawerke "Eduards
Traum" (1891) und "Der Schmetterling" (1895) sind
zum Genre der phantastischen Erzählungen zu rechnen.
- 1898
- Umzug nach Mechtshausen am Harz.
- 1908
- 9. Januar: Wilhelm Busch stirbt in Mechtshausen.
(db)
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