1834-1917



Edgar Degas

Maler, Graphiker, Bildhauer



1834
19. Juli: Edgar Degas wird als ältester Sohn eines wohlhabenden Bankiers in Paris geboren.

1853
Degas beginnt ein Studium an der juristischen Fakultät der Sorbonne.
Gleichzeitig studiert er auf Anraten Jean Auguste Ingres' (1780-1867) in der Gemäldesammlung des Louvre die alten Meister.

1854
Er bricht das Jurastudium ab und lernt beim Maler Louis Lamothe (1822-1869).

1855/56
Besuch der École des Beaux-Arts.

1856-1859
Degas hält sich für drei Jahre bei Verwandten in Italien, vor allem in Neapel und Florenz, auf. In dieser Zeit unternimmt er Reisen nach Rom, wo er mit anderen jungen französischen Künstlern in der Villa Medici arbeitet und die alten italienischen Meister studiert. Diese bestimmen die Produktion seiner ersten Schaffensphase.

1859
Degas kehrt nach Paris zurück.

1860
Er unternimmt erneut Reisen nach Neapel und Florenz.
Entstehung des Historienbildes "Jeunes Filles Spartiates provoquant des Garçons".

1866
Mit dem Werk "Steeple-Chase" entstehen erste Rennplatzbilder.

1870/71
Degas dient einige Zeit im Krieg in der Artillerie der Nationalgarde.
Er beginnt, seine Stilmittel durch das Studium des Freilichtes anzureichern.
Er zieht sich von den Ausstellungen des Salons zurück und verzichtet damit auf eine offizielle Karriere.

1873
Degas unternimmt eine Reise nach Nordamerika mit längerem Aufenthalt bei seinem Bruder in New Orleans.

1874
Er nimmt mit zehn Bildern an der ersten Ausstellung der Impressionisten in Paris teil.
In den folgenden Jahren beteiligt er sich an weiteren fünf Impressionistenausstellungen.

1877
Degas wendet sich neuen Darstellungsgebieten zu: Opern- und Balletszenen und Gestalten des täglichen Lebens, wobei die Hauptperson in eine Ecke gerückt und vom Bildrahmen angeschnitten wird. Zu dieser neuen Konzeption der "Momentphotographie", mit der er den Bemühungen der Photographie und des Films um eine neue Wiedergabe des Raums vorgreift, findet er im Pastell das entsprechende Malmittel.
In den folgenden Jahren sieht sich Degas aufgrund einer finanziellen Krise seines Elternhauses gezwungen, von seiner Malerei zu leben. In dieser Zeit beginnt er - auch eingenommen von der schnellen Ausführungsmöglichkeit - mit der Technik der Monotypie. Dieses graphische Verfahren ermöglicht in der Regel nur einen Abdruck, doch koloriert Degas den schwächeren zweiten und dritten Abdruck mit Pastell.

1886
Degas nimmt zum letzten Mal an einer Impressionistenausstellung teil. Danach distanziert er sich von der Gruppe.

1889
Er erblindet, gibt das Malen auf und wendet sich der Bildhauerei zu. In der Folgezeit entstehen etwa 70 Statuetten von Frauenakten, Tänzerinnen und Pferden.

1912
Auf einer Auktion der Sammlung Rouart erzielt Degas' Bild "Danseuses à la barre" den höchsten Preis, der bis dahin in Frankreich für das Gemälde eines lebenden Künstlers gezahlt wurde.

1917
27. September: Edgar Degas stirbt in Paris.

(ji)

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