1901-1992
![[Der Blaue Engel, 1930]](../../../objekte/pict/f65-2599/200.jpg)
![[Photo: Marlene Dietrich, 1948]](../../../objekte/pict/ba008539/200.jpg)
![[Photo: Marlene Dietrich, 1959]](../../../objekte/pict/dietrbio/200.jpg)
|

|
Marlene Dietrich
Schauspielerin
- 1901
- 27. Dezember: Marie Dietrich wird als zweite Tochter
des Königlichen Polizeileutnants Louis Dietrich und dessen
Ehefrau Wilhelmine (geb. Felsing) in Schöneberg (bei Berlin)
geboren. Sie selbst gibt als Geburtsjahr Zeit ihres Lebens 1904 an.
- Sie erhält in der streng reglementierten preußischen
Offiziersfamilie eine standesgemäße Erziehung. Besonderer
Wert wird auf ihre musikalische Ausbildung gelegt.
- 1907
- Tod des Vaters.
- Die Mutter heiratet wenig später den Leutnant Edouard von
Losch, der im Ersten Weltkrieg fällt.
- 1918-1921
- Internatsaufenthalt in Weimar. Dietrich erhält
eine Ausbildung zur Konzertgeigerin.
- 1921/22
- Fortsetzung ihres Studiums an der Berliner Hochschule
für Musik. Wegen einer Sehnenentzündung bricht sie ihre
Ausbildung ab.
- 1922
- Unter dem Namen "Marlene Dietrich" spricht
sie in der Schauspielschule des Deutschen Theaters mit dem Gretchen-Gebet
aus "Faust" vor.
- Dietrich erhält ihre erste Theaterrolle in dem von Max
Reinhardt inszenierten Stück "Der Widerspenstigen
Zähmung".
- 1923
- 17. Mai: Heirat mit dem Regieassistenten Rudolf Sieber.
- Erste kleinere Filmrollen in "Der Mensch am Wege" und
"Tragödie der Liebe".
- 1924
- 12. Dezember: Geburt der Tochter Maria.
- 1930
- Dietrich erhält die Hauptrolle der "Lola Lola"
im Film "Der blaue Engel". Ihr gelingt mit dieser
Rolle unter der Regie von Josef von Sternberg der Durchbruch.
- 2. April: Unmittelbar nach der deutschen Premiere des "Blauen
Engels" reist Dietrich in die USA zu Sternberg und unterschreibt
bei der Filmgesellschaft "Paramount Pictures" einen
siebenjährigen Vertrag.
- In ihrem ersten Film in den USA ("Morocco") tritt sie
als Sängerin in Männerkleidung auf. Ihr Hosenanzug löst
einen Eklat aus und wird von zahlreichen Frauen übernommen.
- bis 1935
- Sie dreht mit Sternberg insgesamt sieben Filme,
darunter "Shanghai Express" und "The devil is a
woman".
- 1936
- Joseph Goebbels bietet Dietrich für jeden
Film, den sie in Deutschland dreht, 200.000 Reichsmark bei freier
Wahl des Stoffes, des Produzenten und des Regisseurs. Sie lehnt
ab.
- 1936-1939
- Dietrich filmt in den USA unter der Regie von Ernst
Lubitsch, Billy Wilder, Alfred Hitchcock (1899-1980) und
Orson Welles (1915-1985).
- 1937
- Bei ihrem letzten Besuch in Deutschland bis 1945 lehnt
sie weitere Filmangebote der Nationalsozialisten ab.
- 1939
- 9. Juni: Annahme der amerikanischen Staatsbürgerschaft.
- 1943/44
- Dietrich unterbricht ihre schauspielerische Tätigkeit.
Sie tritt vor amerikanischen Truppen in Nordafrika, in Italien
und in Frankreich auf.
- 1945
- Nach Ende des Zweiten Weltkriegs
forscht Dietrich nach ihrer älteren Schwester Elisabeth, die im Konzentrationslager (KZ)
Bergen-Belsen die Kantine für die Wachmannschaften geleitet hat.
- 1947-1950
- Dietrich wird mit der Medal of Freedom, dem höchsten
Orden des amerikanischen Kriegsministeriums für Zivilisten,
geehrt.
- Sie erhält von der französischen Regierung die Auszeichnungen
Chevalier de la Légion d'Honneur und Officier de la Légion
d'Honneur.
- 1950-1975
- Dietrich wird weltweit als Showstar gefeiert.
- 1960
- Im Rahmen einer Europatournee kehrt Dietrich nach Deutschland
zurück. Sie wird bewundert, aber auch wegen "Landesverrats"
abgelehnt.
- 1961
- Dietrich spielt in ihrer letzten großen Rolle
die Witwe eines hingerichteten deutschen Generals in "Judgement
at Nuremberg".
- ab 1976
- Sie lebt zurückgezogen in Paris.
- 1978
- Letzter Filmauftritt in "Schöner Gigolo, armer
Gigolo".
- 1983
- Sie gestattet Maximilian Schell (*1930) die Anfertigung
ihres dokumentarischen Filmporträts "Marlene",
in dem Filmausschnitte montiert sind nur ihre Stimme zu hören
ist.
- 1987
- Veröffentlichung ihrer Memoiren: "Ich bin,
Gott sei Dank, Berlinerin".
- 1992
- 6. Mai: Marlene Dietrich stirbt in Paris.
- Sie wird in Berlin-Friedenau beigesetzt.
(se)
|