1858-1917
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Émile Durkheim
Soziologe
- 1858
- 15. April: Émile Durkheim wird als Sohn eines
Rabbiners in Épinal (Lothringen) geboren.
- 1879
- Er beginnt, an der École Normale Supérieure
in Paris Philosophie zu studieren.
- Freundschaft mit Jean Jaurès, durch den er sich
dem Sozialismus nähert.
- 1883
- Durkheim veröffentlicht sein erstes Hauptwerk "Über
soziale Arbeitsteilung". In ihm geht er der Frage nach, wie
ein Individuum in der modernen, demokratischen Gesellschaft zugleich
autonom und in Abhängigkeit von der Gesellschaft leben kann.
Er lehnt sowohl den Gesellschaftsvertrag als auch die autoritäre
Herrschaft ab. Er deutet die Gesellschaft unter dem Gesichtspunkt
des Kollektivbewußtseins, das durch normative Verpflichtungen
und Sanktionen einen sozialen Zwang ausübt (Gruppenmoral).
- 1885
- Nach Abschluß des Studiums unternimmt Durkheim
eine ausgedehnte Studienreise nach Deutschland. Auf diesen Aufenthalt
folgen Veröffentlichungen über die deutschen Universitäten
und die dortige Auseinandersetzung mit Fragen des Zusammenhalts,
der "Moral".
- ab 1887
- Tätigkeit als Professor für Pädagogik
und Sozialwissenschaft an der Universität in Bordeaux.
- Während der folgenden fünfzehn Jahren begründet
er die französische Soziologie und wirkt maßgeblich
an deren Institutionalisierung als empirische Wissenschaft mit.
- 1897
- Mit der Schrift "Der Selbstmord" vertieft
er das Thema der Beziehung zwischen Individuum und Gesellschaft.
- 1898
- Gründung der Zeitschrift "Année Sociologique".
- ab 1902
- Lehrtätigkeit an der Pariser Universität
Sorbonne.
- 1906
- Die Universität richtet Durkheim einen Lehrstuhl
für Erziehungswissenschaft und Soziologie ein.
- 1912
- In seinem dritten Hauptwerk "Die elementaren Formen
des religiösen Lebens" geht Durkheim von der universellen
Präsenz religiöser Überzeugungen aus. Er begreift
den australischen Totemismus als ursprünglichste Form von
Religiosität.
- 1917
- 15. November: Émile Durkheim stirbt in Paris.
(ji)
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