1880-1939
![[Postkarte: Werner Freiherr von Fritsch, 1880-1939]](../../../objekte/pict/ba940042/200.jpg)
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Werner Freiherr von Fritsch
Militär
- 1880
- 4. August: Werner Freiherr von Fritsch wird in Benrath
(bei Düsseldorf) als Sohn des Generalleutnants Georg Freiherr
von Fritsch und dessen Frau Adelheid (geb. von Bodelschwingh)
geboren.
- 1898
- Eintritt in ein preußisches Artillerieregiment.
- 1900
- Beförderung zum Leutnant.
- 1907-1910
- Fritsch besucht die Kriegsakademie in Berlin.
- 1913
- Versetzung in den Großen Generalstab.
- 1914-1918
- Im Ersten Weltkrieg dient er in mehreren
Einheiten als Generalstabsoffizier.
- 1919
- Nach Kriegsende tritt er in die Reichswehr ein
und wird dort Vertrauter des Oberbefehlshabers Hans von Seeckt.
- 1920-1922
- Im Reichswehrministerium ist Fritsch am Neuaufbau
der Armee beteiligt.
- 1922
- Als Oberleutnant wird er Abteilungskommandeur in Ulm.
- 1927
- Er übernimmt die Leitung der Heeresabteilung im
Truppenamt.
- 1932
- Fritsch wird Nachfolger von Generalfeldmarschall Gerd
von Rundstedt als Befehlshaber des Wehrkreises III (Berlin).
- 1934
- Nach Ernennung zum General beruft Reichspräsident
Paul von Hindenburg ihn zum Chef der Heeresleitung (ab
1935: Oberbefehlshaber des Heers). Fritsch versucht dabei eine
Distanz des Heers zu Adolf Hitler zu erhalten. Die Aufrüstung
und Modernisierung der Armee wird von ihm aber voll mitgetragen.
- 1936
- Ernennung zum Generaloberst.
- 1937
- 5. November: Nachdem Hitler in einer Führerbesprechung
der Wehrmachtsführung seine Kriegspläne dargelegt hat,
versucht Fritsch, die Generale zu einer geschlossenen Ablehnung
von Hitlers Plänen zu bewegen. Er beschränkt sich dabei
jedoch auf fachliche Kritik.
- 1938
- Januar: In der Affäre um
Werner von Blomberg
sieht Hitler die Möglichkeit, den Kritiker Fritsch abzusetzen
und selbst den Oberbefehl über die Armee zu übernehmen.
In einer von Hermann Göring und Reinhard Heydrich
geführten Intrige wird Fritsch der Homosexualität beschuldigt
und vom Dienst suspendiert.
- 4. Februar: Zusammen mit Blomberg wird Fritsch aus seinem Amt
als Oberbefehlshaber des Heers entlassen. Zu einem Solidaritätsaufruf
an das Offizierkorps kann Fritsch sich nicht entschließen.
- März: Ein Militärgericht spricht Fritsch von allen
Vorwürfen frei. Auf Druck seines Amtsnachfolgers
Walther von Brauchitsch
erhält er das Kommando über ein Artillerieregiment.
- 1939
- Mit Beginn des
Zweiten Weltkriegs nimmt er mit seiner Einheit am Feldzug gegen Polen teil.
- 22. September: Werner Freiherr von Fritsch fällt im Kampf
um Warschau.
(mw)
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