1908-1944
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Werner von Haeften
Jurist
- 1908
- 9. Oktober: Werner von Haeften wird als Sohn des Offiziers
und späteren Präsidenten des Reichsarchivs Hans von
Haeften und dessen Ehefrau Agnes (geb. von Brauchitsch) in Berlin
geboren. Er erhält wie seine Schwester Elisabeth Haeften
und sein Bruder Hans-Bernd von Haeften (1905-1944), der sich später
ebenfalls im Widerstand engagiert, eine preußisch-konservative
Erziehung.
- 1932-1939
- Nach einem Jurastudium in Berlin ist er als Syndikus
einer Hamburger Bank tätig.
- 1939
- Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs wird er als
Oberleutnant an der Ostfront eingesetzt.
- 1940
- Haeften wird in Berlin nach einer schweren Verwundung
von dem Chirurgen Ferdinand Sauerbruch behandelt.
- 1941
- Er kommt an der deutsch-sowjetischen Front zum Einsatz.
- 1943
- November: Haeften erleidet eine schwere Verwundung.
Nach seiner Genesung wird er als Adjutant Claus Schenk Graf
von Stauffenbergs in das Oberkommando der Wehrmacht
(OKW) versetzt. Er ist an der Planung des Attentats auf Adolf
Hitler beteiligt. Friedrich Olbricht, Stauffenberg
und Albrecht Ritter Mertz von Quirnheim entwickeln mit
der "Operation Walküre" einen Plan, mit dem die
Verschwörer nach dem Attentat die militärische Macht
übernehmen können. Offiziell soll "Walküre"
den Einsatz des Militärs bei der Niederschlagung eines Zwangsarbeiteraufstands
oder bei einer Landung der Alliierten koordinieren.
- 1944
- 20. Juli: Haeften begleitet Stauffenberg in das Führerhauptquartier
"Wolfsschanze" (bei Rastenburg, heute: Polen). Gemeinsam
mit Stauffenberg stellt er die Zündung des in einem Aktenkoffer
mitgeführten Sprengstoffs ein. Wegen einer Störung kann
nur die Hälfte der insgesamt zwei Kilogramm schweren Sprengladung
entsichert werden.
- Nach der Detonation wirft Haeften während der Fahrt zum
Flugzeug den nicht benutzten Sprengstoff aus dem Wagenfenster.
Gemeinsam mit Stauffenberg fliegt er zurück nach Rangsdorf
und trifft vier Stunden nach dem Attentat im Berliner Bendlerblock
ein.
- Wegen einer mißverständlichen Nachricht aus dem Führerhauptquartier
lösen die Mitverschwörer Olbricht und Mertz von Quirnheim
den "Walküre-Alarm" mit vierstündiger Verspätung
aus.
- In der Zwischenzeit erfahren wesentliche Teile des Militärs
von Hitlers Überleben. Die Befehle der Verschwörer treffen
auf Skepsis und Mißtrauen.
- Den regimetreuen Militärs gelingt die Festnahme Haeftens,
Olbrichts, des Generalobersten a.D. Ludwig Beck, des Generalobersten
a.D. Erich Hoepner, Mertz von Quirmheims und Stauffenbergs
im Bendlerblock.
- 20./21. Juli: Auf Befehl von General Friedrich Fromm (1888-1945) wird
Werner von Haeften gemeinsam mit Friedrich Olbricht, Ludwig Beck,
Albrecht Ritter Mertz von Quirnheim und Claus Schenk Graf von
Stauffenberg im Hof des Bendlerblocks erschossen.
- Die Leichen der getöteten Verschwörer werden auf einem
Friedhof mit ihren Uniformen und Ehrenzeichen bestattet. Heinrich
Himmler läßt sie ausgraben und ordnet deren Verbrennung
an. Ihre Asche wird über die Felder verstreut.
(se)
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