1851-1930
![[Photo: Adolf von Harnack, vor 1910]](../../../objekte/pict/harnabio/200.jpg)
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Adolf von Harnack
Theologe
- 1851
- 7. Mai: Adolf Harnack wird in Dorpat (heute: Tartu, Estland) als Sohn
eines Theologieprofessors geboren.
- 1869-1872
- Theologiestudium an der Universität Dorpat.
- 1873/74
- Promotion und Habilitation in Leipzig.
- 1875-1878
- Harnack ist außerordentlicher Professor in Leipzig.
- 1875-1910
- Herausgabe der "Theologischen Literaturzeitung".
- 1879
- Berufung auf ein Ordinariat für Kirchengeschichte an die
progressive Theologische Fakultät Gießen.
- Heirat mit Amalie Thiersch. Aus der Ehe gehen sieben Kinder hervor.
- 1886-1888
- Professor in Marburg. Er arbeitet an dem "Lehrbuch zur
Dogmengeschichte", das seinen wissenschaftlichen Ruf
begründet, und gründet die protestantische Kulturzeitschrift
"Christliche Welt".
- 1888
- Auf Betreiben Otto von Bismarcks (1815-1898) erfolgt gegen den
heftigen Widerstand des Evangelischen Oberkirchenrats und
konservativer Kreise die Berufung Harnacks an die Berliner
Theologische Fakultät.
- 1890
- Aufnahme in die Preußische Akademie der Wissenschaften.
- Erste Veröffentlichungen in den "Preußischen
Jahrbüchern".
- Bekanntschaft mit dem Ministerialbeamten des preußischen
Kultusministeriums
Friedrich Althoff (1839-1908), über den er Kaiser
Wilhelm II. kennenlernt. Beide berät er in der Wissenschaftspolitik.
- 1891-1897
- Gründungsjahre der "Kirchenväter-Kommission" zur
Herausgabe der "Griechischen christlichen Schriftsteller".
- 1900
- Seine bekannteste Schrift "Das Wesen des Christentums"
erscheint. Er veröffentlicht außerdem seine 200jährige
Geschichte der Preußischen Akademie der Wissenschaften.
- 1903
- Auf Betreiben Harnacks wird mit dem Neubau der Königlichen
Bibliothek begonnen, deren Generaldirektor er ab 1905 wird.
- 1903-1911
- Präsident des liberalen "Evangelisch-sozialen
Kongresses".
- 1911
- Harnack ist Mitbegründer der
Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft
(heute: Max-Planck-Gesellschaft), der er bis zu seinem Tod als
Präsident vorsteht.
- 1914
- Wilhelm II. erhebt Harnack als ersten Theologen in den Ritterstand und
verleiht ihm den erblichen Adelstitel.
- Im
Ersten Weltkrieg ist Harnack als Mitglied der "Freien Vaterländischen
Vereinigung" Anhänger einer maßvollen
Kriegszielpolitik.
- 1918
- Harnack begrüßt die Ausrufung der Republik und setzt sich
in den zwanziger Jahren für sie ein, was ihm viele als
"Verrat" übelnehmen.
- 1920
- Mitarbeit in der "Notgemeinschaft der deutschen
Wissenschaft".
- 1921
- Emeritierung.
- 1929
- In Berlin-Dahlem eröffnet das Harnack-Haus, ein
geisteswissenschaftliches Zentrum.
- 1930
- 10. Juni: Adolf von Harnack stirbt in Heidelberg.
(mr/lh)
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