1867-1948
![[Photo: Thomas Theodor Heine, 1933]](../../../objekte/pict/f67_1589/200.jpg)
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Thomas Theodor Heine
Maler, Graphiker
- 1867
- 28. Februar: Thomas Theodor (eigtl. David) Heine wird als Sohn des
jüdischen Fabrikanten Issac Heine und dessen Frau Esther (geb.
Hesse) in Leipzig geboren.
- 1884-1889
- Studium an der Düsseldorfer Kunstakademie.
- 1889
- Aufgrund von Unstimmigkeiten mit seinen Lehrern verläßt er
die Akademie und zieht nach München.
- In den kommenden Jahren entstehen zunächst impressionistische
Landschaftsbilder, später Porträts und symbolistische
Figurenkompositionen wie "Vor Sonnenaufgang" und "Blume
des Bösen".
- ab 1892
- Heine zeichnet Illustrationen und Gebrauchsgraphik für die
Zeitschriften "Fliegende Blätter" und
"Jugend".
- 1895
- Erste Herstellung von Buchschmuck für die Zeitschrift
PAN. Später folgen Aufträge des Insel-Verlags.
- ab 1896
- Seit Gründung der satirischen Wochenzeitschrift
Simplicissimus gehört Heine zu deren Mitarbeitern. Er prägt das
Blatt durch seine Illustrationen. Mit seinen sozial-satirischen
Zeichnungen und politischen Karikaturen prangert er den Offiziers- und
Beamtenstand sowie Mißstände im Strafvollzug und in der
modernen Gesellschaft überhaupt an.
- 1898
- Heine wird wegen Majestätsbeleidigung zu sechs Monaten
Gefängnis verurteilt. Die Strafe wird in Festungshaft
umgewandelt, die er gemeinsam mit
Frank Wedekind auf der Festung Königstein in Sachsen verbüßt.
- ab 1900
- Heine schafft mit den Blättern "Malweibchen mit
Bär" für die
Berliner Secession sowie "Bulldogge mit abgerissener Kette" für den
Simplicissimus wirkungsvolle Plakate. Sie bilden den
Anfang dieses neu gefundenen Stils.
- 1909
- Große Ausstellung seiner Gemälde in einer Münchener
Galerie.
- 1921
- Heine illustriert
Thomas Manns "Wälsungenblut" mit 32 Lithographien.
- 1933
- Nach der
Machtübernahme durch die Nationalsozialisten scheidet Heine freiwillig aus der
Redaktion des Simplicissimus aus.
- 1938
- Er flieht über Prag nach Oslo.
- 1942
- Heine flieht vor einer drohenden Verhaftung durch die deutschen
Besatzungstruppen nach Stockholm, wo er die letzten Jahre seines
Lebens verbringt.
- 1945
- Seine satirische Autobiographie "Ich warte auf ein Wunder"
erscheint.
- 1947
- Anläßlich seines 80. Geburtstags große Ausstellung
seiner Werke im Nationalmuseum in Stockholm.
- 1948
- 26. Januar: Thomas Theodor Heine stirbt in Stockholm.
(ji)
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