1894-1934
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Edgar Jung
Politiker, Publizist
- 1894
- 6. März: Edgar Julius Jung wird als Sohn des Volksschullehrers
Wilhelm Jakob Jung und dessen Frau Frieda (geb. Friedrich) in
Ludwigshafen geboren.
- 1913-1920
- Studium der Rechtswissenschaften in Lausanne, Heidelberg
und Würzburg.
- 1919
- Nach Kriegsteilnahme als Flieger, Eintritt in das
Freikorps Epp.
- 1920
- Studienabschluß und Promotion zum Dr. jur.
- 1922
- Niederlassung als Anwalt in Zweibrücken.
- 1923/24
- Jung beteiligt sich am passiven Widerstand gegen
die französische Pfalzbesetzung und gründet einen Kampfbund
zur Abwehr der pfälzischen Separatisten.
- 1924
- 8. Januar: Beteiligung an der Ermordung eines pfälzischen
Separatistenführers und seiner Gefolgschaft in Speyer.
- Aufgrund seiner terroristischen Aktivitäten ausgewiesen,
läßt sich Jung als Anwalt in München nieder und
bewirbt sich vergeblich um ein Reichstagsmandat bei der
Deutschen Volkspartei (DVP).
- 1928
- Veröffentlichung der Schrift "Die Herrschaft
der Minderwertigen. Ihr Zerfall und ihre Ablösung durch ein
neues Reich", die seine Entwicklung zu einem der Hauptvertreter
der Konservativen Revolution markiert.
- 1932
- Herbst: Nachdem er die Politik Franz von
Papens
bereits seit geraumer Zeit publizistisch unterstützt hat,
wird Jung erstmals als Verfasser von Reden des Reichskanzlers
herangezogen.
- 1933
- Nach der nationalsozialistischen Machtübernahme
konkretisiert Jung seine zunehmend kritische Haltung zum Regime
und sammelt Gleichgesinnte zur Vorbereitung eines konservativen
Staatsstreichs um sich.
- 1934
- 23. Juni: Jung wird wegen der von ihm verfaßten
"Marburger Rede" von Papens, gehalten am 17. Juni, welche
die konservative Kritik am Nationalsozialismus deutlich artikulierte,
verhaftet.
- 30. Juni: Während des Röhm-Putsches wird Edgar
Jung in Oranienburg erschossen.
(dw)
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