1882-1946
![[Photo: Wilhelm Keitel, 1940-1945]](../../../objekte/pict/f65_2073/200.jpg)
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Wilhelm Keitel
Militär
- 1882
- 22. September: Wilhelm Keitel wird in Helmscherode (bei
Braunschweig) als Sohn des Gutsbesitzers Carl Keitel und dessen
Frau Apollonia (geb.Vissering) geboren.
- 1901
- Nach dem Abitur in Göttingen tritt er als Fahnenjunker
in ein Artillerieregiment in Wolfenbüttel ein.
- 1902
- Beförderung zum Artillerieleutnant.
- 1908
- Keitel wird Regimentsadjutant.
- 1909
- Heirat mit der Gutsbesitzertochter Lisa Fontaine. Aus
der Ehe gehen fünf Kinder hervor.
- 1914
- Im Ersten Weltkrieg kommt er an die Westfront.
- 1915
- Keitel wird ohne die sonst übliche Vorbildung in
den Großen Generalstab versetzt.
- 1917
- Er übernimmt verschiedene Kommandos in Flandern,
wo er schwer verwundet wird.
- 1919
- Keitel wird als Hauptmann in die Reichswehr übernommen.
- 1920-1922
- Taktiklehrer an der Kavallerieschule in Hannover.
- 1922-1925
- Batteriechef eines Artillerieregiments in Minden.
- 1925-1927
- Als Major wird Keitel Gruppenleiter im Truppenamt
des Reichswehrministeriums. Er beschäftigt sich besonders
mit Grenzschutzfragen.
- 1927-1929
- Er wird als Abteilungskommandeur einem Artillerieregiment
zugewiesen.
- 1929-1933
- Keitel leitet im Truppenamt die Heeres-Organisationsabteilung.
- 1930
- Er übernimmt für das Reichswehrministerium
die Planungen für eine vorgesehene Heeresvergrößerung.
- 1933
- Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten
wird Keitel im Rahmen des Ausbaus der Reichswehr Infanterieführer
in Potsdam.
- 1934
- Divisionskommandeur in Bremen.
- 1935
- Keitel wird zum Chef des Wehrmachtamts im Reichskriegsministerium
berufen. Weil er eine einheitliche Führung der Wehrmacht unter
dem Oberbefehl von Werner von Blomberg anstrebt, gerät
er in Konflikt mit dem Oberbefehlshaber des Heers Ludwig Beck.
- 1937
- Ernennung zum General.
- 1938
- Nach den Rücktritten von Blomberg und Werner
Freiherr von Fritsch in der Fritsch-Blomberg-Affäre macht
sich Adolf Hitler selbst zum Oberbefehlshaber der Armee
und strukturiert die Wehrmachtführung im Zuge der Kriegsvorbereitung
um: An die Stelle des nicht neu besetzten Reichskriegsministeriums
tritt das Oberkommando der Wehrmacht (OKW), zu dessen Chef
Keitel berufen wird. Dieses Amt wird hauptsächlich zur militärischen
Beratung Hitlers geschaffen und hat keine eigene Befehlsgewalt.
- 1939
- Im Zweiten Weltkrieg steht Keitel im Mittelpunkt
der Auseinandersetzung zwischen Hitler und der Wehrmachtführung.
Aus unbedingter Loyalität stellt er sich dabei prinzipiell
auf die Seite Hitlers, was ihm im zunehmenden Maß die Verachtung
der Generalität einbringt.
- Er erhält das Goldene Parteiabzeichen der Nationalsozialistischen
Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP).
- 1940
- Ernennung zum Generalfeldmarschall.
- 1941-1945
- Keitel lehnt zunächst den Überfall
auf die Sowjetunion ab, ist aber Hitlers engster militärischer
Berater und sorgt für die reibungslose Durchführung
von dessen völkerrechtswidrigen Weisungen für die Kriegführung
im Osten. Mit der Begründung, "Rücksichten seien
ein Verbrechen gegen das deutsche Volk", rechtfertigt er
auch die Erlasse zu Massenmorden in Polen und den "Kommissarbefehl".
- 1945
- 9. Mai: Als Bevollmächtigter von Hitlers Nachfolger
Karl Dönitz unterzeichnet Keitel in Berlin-Karlshorst
die bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht gegenüber der
Roten Armee.
- 13. Mai: Die Alliierten nehmen Keitel in Kriegsgefangenschaft.
- November: Das Internationale Militärgericht in Nürnberg
klagt ihn in den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen
an.
- 1946
- 1. Oktober: Wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen
die Menschlichkeit wird Keitel zum Tode verurteilt.
- 16. Oktober: Wilhelm Keitel wird im Kriegsverbrechergefängnis
in Nürnberg durch den Strang hingerichtet. Seine Asche wird
von der amerikanischen Luftwaffe verstreut.
(mw)
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