1882-1944
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Hans Günther von Kluge
Militär
- 1882
- 30. Oktober: Hans Günther von Kluge wird in Posen
als Sohn des Offiziers Max Kluge geboren. Der Vater wird 1913
als Generalmajor mit seinen Söhnen in den erblichen Adelsstand
erhoben.
- 1901
- Kluge wird nach der Schulausbildung im preußischen
Kadettenkorps Leutnant im Niedersächsischen Feldartillerieregiment
Nr. 46.
- 1914-1918
- Teilnahme am Ersten Weltkrieg als Generalstabsoffizier
im Dienstgrad Hauptmann.
- 1919
- Übernahme in die Reichswehr.
- 1930
- Beförderung zum Oberst.
- Kluge wird Kommandeur des Artillerieregiments 2 in Schwerin.
- 1933
- Beförderung zum Generalmajor. Im gleichen Jahr
erfolgt die Ernennung zum Inspekteur der Nachrichtentruppen.
- 1934
- 1. Oktober: Kluge wird Kommandeur der 6. Division und
Befehlshaber des Wehrkreis VI in Münster/Westfalen.
- 1938
- Inzwischen zum General der Artillerie befördert,
wird Kluge Chef der Heeresgruppe 6 (Hannover).
- 1939
- Er führt im Polenfeldzug die 4.Armee der
Heeresgruppe Nord, die von Pommern aus Westpreußen erobert.
- 30. September: Auszeichnung mit dem Ritterkreuz und Beförderung
zum Generaloberst.
- 1940
- Mai: Im Westfeldzug gelingt Kluges 4. Armee der
schnellen Durchbruch zum Atlantik und die Eroberung der französischen
Atlantikhäfen.
- Juli: Adolf Hitler ernennt Kluge gemeinsam mit elf anderen
Generalen zum Generalfeldmarschall.
- 1941
- 22. Juni: Mit Beginn des Unternehmens "Barbarossa"
rückt die 4. Armee unter Kluges Führung als Teil der
Heeresgruppe Mitte vor und nimmt an den Kesselschlachten von Bialystok,
Smolensk und Wjasma teil.
- 16. Dezember: Nachdem der deutsche Vormarsch ins Stocken gerät,
ersetzt Hitler den bisherigen Oberbefehlshaber der Heeresgruppe
Mitte, Fedor von Bock, durch Kluge.
- 1942
- Frühjahr: Kluge muß die Heeresgruppe Mitte
nach andauernden sowjetischen Angriffen und schweren Verlusten
und auf den Wjasma-Rshew-Bogen zurückziehen.
- Herbst: Der führende Kopf des Widerstands gegen Hitler,
Carl Friedrich Goerdeler, besucht Kluge in Smolensk und versucht
vergeblich, ihn für ein Attentat auf Hitler zu gewinnen.
- 1943
- 18. Januar: Kluge erhält das Eichenlaub zum Ritterkreuz
für seine Leistungen in Abwehrschlachten.
- 12. Oktober: Er erleidet einen schweren Autounfall, der ihn
für Monate ans Krankenbett fesselt. Sein Nachfolger wird
Ernst Busch (1885-1945).
- 29. Oktober: Im Krankenhaus erhält Kluge die Schwerter zum
Eichenlaub des Ritterkreuz.
- 1944
- Juli: Wieder genesen, wird Kluge Oberbefehlshaber West.
Gemeinsam mit Erwin Rommel soll er den alliierten Vormarsch
in Frankreich aufhalten.
- 16. August: Obwohl nicht an den Vorbereitungen für das Attentat
auf Hitler am 20. Juli beteiligt, wird Kluge als Mitwisser
verdächtigt, von seinem Posten abberufen und durch Walter
Model ersetzt.
- 19. August: Auf der Fahrt ins Führerhauptquartier nimmt
sich Hans Günther von Kluge mit einer Giftkapsel das Leben.
Er hinterlässt einen Brief an Hitler, in dem er seine Treue
zu ihm erklärt und zum Friedensschluß im Westen aufruft.
(rt)
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