1879-1960
![[Photo: Max von Laue, 1958]](../../../objekte/pict/f59_429/200.jpg)
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Max von Laue
Physiker
- 1879
- 9. Oktober: Max von Laue wird in Pfaffendorf bei Koblenz
als Sohn des Zivilbeamten in der Militärverwaltung Julius
Laue und dessen Frau Wilhelmine (geb. Zerrenner) geboren.
- 1898-1903
- Nach dem Abitur in Straßburg studiert Laue
Physik und Mathematik an den Universitäten von Straßburg,
Göttingen, München und Berlin.
- 1903
- Dissertation bei Max Planck "Über die
Interferenzerscheinungen an planparallelen Platten".
- 1905
- Laue macht das Staatsexamen für das Lehramt an
Gymnasien in Göttingen.
- Er tritt in Berlin eine Assistentenstelle bei Planck am Lehrstuhl
für Theoretische Physik an.
- 1906
- Habilitation "Über die Entropie von interferierenden
Strahlenbündeln".
- Erstes Zusammentreffen mit Albert Einstein. Laue verhilft
Einsteins Relativitätstheorie in der Wissenschaft zum Durchbruch.
Zwischen beiden entwickelt sich eine enge Freundschaft.
- 1909
- Laue wird Privatdozent am Institut für Theoretische
Physik der Universität München.
- 1910
- Er heiratet Magdalene Degen. Aus der Ehe gehen zwei
Kinder hervor.
- 1910/11
- Laue schreibt die erste umfassende Monographie zur
Relativitätstheorie Einsteins.
- 1912
- Er testet erfolgreich die Beugung von Röntgenstrahlen
durch Kristalle. Ihm gelingt der Nachweis für die Wellenstruktur
der von Conrad Wilhelm Röntgen entdeckten Strahlen
und für die Raumgitterstruktur der Kristalle.
- Ruf an die Universität Zürich.
- 1913
- Laues Vater wird in den erblichen Adelsstand erhoben.
- 1914
- Wegen der von ihm begründeten Röntgen-Strukturanalyse
wird Laue der Nobelpreis für Physik verliehen.
- Oktober: Er tritt die Professur für Theoretische Physik
an der neu gegründeten Goethe-Universität in Frankfurt/Main
an.
- 1919
- Laue wechselt an die Universität Berlin.
- Er wird Stellvertreter Einsteins als Direktor des Kaiser-Wilhelm-Instituts
für Physik (heute: Max-Planck-Institut) in Dahlem.
- Laue wird Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften.
- 1921
- Er gibt den zweiten Band zur Allgemeinen Relativitätstheorie
Einsteins heraus.
- 1921-1943
- Als Nachfolger Plancks ist Laue Direktor der Berliner
Universität.
- ab 1933
- Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten
nimmt er gegenüber dem NS-Regime eine ablehnende Haltung
ein. Laue verteidigt die von den Nationalsozialisten diffamierte
"jüdische Physik" Einsteins, wodurch er wiederholt
in Konflikt mit dem Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung
und Volksbildung gerät.
- ab 1937
- Er beschäftigt sich intensiv mit der Supraleitungstheorie.
- 1944
- Durch die Verlagerung des Kaiser-Wilhelm-Instituts nach
Hechingen (Württemberg) gerät Laue in britische Gefangenschaft
und wird auf einem Landsitz bei Cambridge interniert. Während
der Inhaftierung schreibt Laue eine Geschichte der Physik.
- 1946
- Rückkehr nach Deutschland. Übernahme der stellvertretenden
Leitung des Kaiser-Wilhelm-Instituts in Göttingen. Laue betreibt
auch den Wiederaufbau der Physikalisch-Technischen Reichsanstalt
(heute: Physikalisch-Technische Bundesanstalt) in Braunschweig.
- 1951
- Übernahme der Leitung des Kaiser-Wilhelm-Instituts
für physikalische Chemie und Elektrochemie (heute: Fritz-Haber-Institut
der Max-Planck-Gesellschaft) in Berlin.
- Er tritt der Freien Demokratischen Partei (FDP) bei.
- 1952
- Ihm wird die von Theodor Heuss neu ins Leben
gerufene Friedensklasse des Ordens Pour le Mérite
verliehen.
- 1957
- Laue gehört zu den Unterzeichnern des "Göttinger
Manifests", mit dem führende deutsche Physiker vor der
atomaren Aufrüstung der Bundeswehr warnen.
- 1959
- Die Ost-Berliner Akademie der Wissenschaften verleiht
ihm die Helmholtz-Medaille.
- 1960
- 24. April: Laue stirbt in West-Berlin an den Folgen
eines Autounfalls.
(as)
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