1907-1981

[Postkarte: Zarah Leander, um 1938]

[Photo: Zarah Leander]

[Postkarte: Zarah Leander "Der Wind hat mir ein Lied erzählt", 1937/38]



Zarah Leander

Schauspielerin, Sängerin



1907
15. März: Zarah (eigtl.: Stina) Leander wird als Tochter des Grundstücksmaklers Anders Lorentz Hedberg und dessen Frau Mathilda (geb. Wikström) in Karlstad (Schweden) geboren.

1926
Heirat mit dem Schauspieler Nils Leander. Aus der Ehe gehen zwei Kinder hervor.

1929
Leander debütiert ohne Gesangs- oder Schauspielausbildung als Chansonsängerin an einer schwedischen Wanderbühne.

1930
Auftritt in der Revue "Das heitere Stockholm" in Stockholm.
Erste Filmrolle in "Dantes Mysterien".
Unter dem Titel "Ich weiß nicht, warum ich es tue" nimmt Leander ihre erste Schallplatte auf.

1931
Rolle in Franz Lehárs (1870-1948) "Die lustige Witwe".
Dreharbeiten zu dem Film "Der falsche Millionär".

1935
Übersiedlung nach Wien, wo sie in der Operette "Axel an der Himmelstür" spielt.

1936
Hauptrolle in dem österreichischen Kriminalfilm "Premiere".
Aufgrund des Erfolges dieses Films schließt Leander einen Vertrag mit der Universum Film AG (Ufa) ab. Diese will sie in Konkurrenz zu Marlene Dietrich und Greta Garbo (1905-1990) als Weltstar aufbauen.

1937-1942
Leander dreht zehn Ufa-Filme, darunter "Eine rauschende Ballnacht" (1939) und "Das Herz einer Königin" (1940). Zur "femme fatale" stilisiert, wird sie zu einem der beliebtesten und teuersten Stars der Ufa. Ihre Filme sind zumeist an ausländische Schauplätze verlegte Melodramen, in denen sie die Illusion der schönen, leidenschaftlichen und selbstbewußten Frau verkörpert. Leander selbst erachtet ihre Filme als "Vorwand" für ihre häufig als frivol aufgefaßten Lieder. Die Lieder aus ihren Filmen "Kann denn Liebe Sünde sein" oder "Ich weiß, es wird einmal ein Wunder geschehn" werden in mehreren Sprachen aufgenommen. Sie sind weltweit erfolgreich.

1943
Leander bricht den Vertrag mit der Ufa, verläßt Deutschland und zieht sich auf ihr Landgut Lönö in Schweden zurück.

1945-1948
Nach dem Zweiten Weltkrieg zunächst Auftrittsverbot in Deutschland und Österreich.

1948
Erste Bühnenauftritte nach dem Krieg in Schweden, danach auch wieder in Deutschland.

ab 1950
Erneute Filmrollen in Deutschland, u.a. in "Gabriela" (1950) und in "Der blaue Nachtfalter" (1959), in denen sie jedoch nicht an ihre früheren Erfolge anknüpfen kann.

1956
Leander heiratet in dritter Ehe den Kapellmeister Arne Hülphers.

1958
Großer Bühnenerfolg mit der Hauptrolle in "Madame scandaleuse" in Wien, München, Berlin und Hamburg.

ab 1960
Konzerttourneen durch die ganze Welt.

1964
Hauptrolle in dem Musical "Lady aus Paris" in Wien und Berlin.

1972
Leanders Autobiographie erscheint in Deutschland unter dem Titel "Es war so wunderbar. Mein Leben".

1975
Hauptrolle in dem Musical "Lächeln einer Sommernacht" in Wien.

1978
Während einer Aufführung dieses Musicals in Stockholm erleidet Leander einen Schlaganfall, der ihrer Bühnenlaufbahn ein Ende bereitet.

1981
23. Juni: Zarah Leander stirbt in Stockholm.

(ji)

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