1880-1971
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Wilhelm List
Militär
- 1880
- 14. Mai: Wilhelm List wird in Oberkirchberg bei Ulm
als Sohn eines Arztes geboren.
- 1898
- Eintritt ins Bayerische Heer.
- 1900
- List wird zum Leutnant befördert.
- ab 1912
- Verwendung im Bayerischen Generalstab.
- 1914-1918
- Teilnahme am Ersten Weltkrieg in Bayerischen
Armeestäben.
- ab 1919
- Nach Übernahme in die Reichswehr
wird List in der Truppe und
im Reichswehrministerium eingesetzt.
- 1927
- Beförderung zum Oberst.
- 1930
- List wird Kommandeur der Kriegsschule Dresden bei gleichzeitiger
Beförderung zum Generalmajor.
- 1935
- Inzwischen General der Infanterie, wird er Kommandierender
General des IV. Korps in Dresden.
- 1938
- Nach dem "Anschluß" Österreichs
wird List Oberbefehlshaber des neuen Gruppenkommando 5 in Wien.
Seine Aufgabe ist es, das österreichische Bundesheer in die
Wehrmacht einzugliedern.
- 1939
- Beförderung zum Generaloberst.
- September: Im Polenfeldzug führt List die 14. Armee
der Heeresgruppe Süd. Diese greift von der Slowakei aus an
und erobert Lemberg.
- 30. September: List erhält das Ritterkreuz.
- 1940
- Im Frankreichfeldzug führt er die 12. Armee. Lists
Armee gelingt der Durchbruch durch die Maginot-Linie.
- 19. Juli: List wird zum Generalfeldmarschall befördert.
- 1941
- April: Im Balkanfeldzug marschiert Lists 12.
Armee von Bulgarien aus in Jugoslawien und Griechenland
ein. Der Feldzug endet mit einer Siegesparade in Athen, die List
am 3. Mai persönlich abnimmt.
- 1942
- 10. Juli: List übernimmt im Krieg gegen die
Sowjetunion den Befehl über die Heeresgruppe A, die im
Süden eingesetzt ist.
- 10. September: Als er den Befehl von Adolf Hitler verweigert,
den Angriff seiner Heeresgruppe im Winter über den Kaukasus
fortzuführen (Weisung Nr. 45 Operation Edelweiß), wird
List aus dem aktiven Dienst entlassen. Bis Kriegsende bleibt er
ohne weitere Aufgabe.
- 1945
- Nach Einmarsch der Amerikaner wird List, der seit seiner
Entlassung in Garmisch-Partenkirchen lebt, verhaftet.
- 1948
- Wegen der Partisanenbekämpfung während des
Balkanfeldzugs wird List in den Nürnberger Prozessen
gegen das Oberkommando der Wehrmacht (OKW) zu lebenslanger
Haft verurteilt.
- 1953
- Schwer erkrankt, wird List, dessen Urteil inzwischen
auf 15 Jahre abgemildert worden ist, aus der Haft in Landsberg
entlassen.
- 1971
- 16. August: Wilhelm List stirbt in Garmisch-Partenkirchen.
(rt)
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