1860-1911
![[Photo: Gustav Mahler, 1896]](../../../objekte/pict/mahler/200.jpg)
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Gustav Mahler
Komponist, Dirigent
- 1860
- 7. Juli: Gustav Mahler wird als Sohn des Gastwirts Bernhard
Mahler und dessen Frau Maria (geb. Hermann) in Kalischt (Böhmen)
geboren.
- 1870
- Erste öffentliche Auftritte als Pianist.
- 1875
- Mahler beginnt ein Musikstudium am Wiener Konservatorium.
- 1877
- Immatrikulation an der Wiener Universität, wo er
neben Harmonielehre historische und philosophische Vorlesungen
besucht.
- Zur Finanzierung seines Studiums gibt Mahler Klavierunterricht.
- ab 1880
- Nach Abschluß des Konservatoriums Tätigkeit
als Kapellmeister in verschiedenen Kleinstädten Deutschlands.
- Mahler komponiert die Kantate für Soli, Chor und Orchester
"Das klagende Lied" zu einem eigenen Text und beginnt
mit der Märchenoper "Rübezahl", von der heute
nur das Libretto erhalten ist.
- 1883-1885
- Musik- und Chordirektor am Königlichen Theater
in Kassel.
- Kompositorisch konzentriert er sich auf die traditionellen Gattungen
Sinfonie und Lied.
- 1885/86
- Aufgrund von Auseinandersetzungen mit der Kasseler
Theaterintendanz kündigt Mahler und geht als Opernkapellmeister
an das deutsche Landestheater in Prag.
- 1886
- Gleiche Stellung am Stadttheater in Leipzig.
- 1888
- Erste Begegnung mit Richard Strauss, mit dem
er zeitlebens befreundet bleibt.
- Operndirektor in Budapest.
- um 1889
- Mahler beginnt, die von Clemens Brentano (1778-1842)
und Achim von Arnim (1781-1831) zusammengestellte Volksliedsammlung
"Des Knaben Wunderhorn" zu vertonen. Sie stellt in den
folgenden Jahren die wesentliche Textgrundlage seiner Liedkomposition
dar, wobei er die musikalische Struktur über den Textinhalt
setzt.
- 1891-1897
- Er wird Erster Kapellmeister am Hamburger Stadttheater
und übernimmt die Leitung des Symphonieorchesters.
- Die II. und III. Symphonie entstehen, wobei Mahler die Gattungen
Symphonie und Lied miteinander verknüpft, indem er zu Instrumentalsätzen
geformte Lieder und Orchesterlieder in die Symphonien einfügt.
- 1891-1893
- Die Orchesterfassung des Zyklus von 1883 "Lieder
eines fahrenden Gesellen" gehört zu den ersten originären
Werken der Gattung Orchesterlied.
- 1897
- Nachdem er vom Judentum zum Katholizismus konvertiert
ist, kann Mahler zum Kapellmeister, später zum Artistischen
Direktor des zu der Zeit größten Theaters, der Wiener
Hofoper, ernannt werden. Hier bemüht er sich um eine Verwirklichung
seiner Vorstellung einer Opernreform: Er propagiert die Idee der
Oper als Gesamtkunstwerk und nimmt auch Retuschen einiger Werke
vor.
- Aufgrund seiner beruflichen Verpflichtungen bleibt ihm nur die
aufführungsfreie Zeit zum Komponieren.
- 1898-1901
- Er leitet die Wiener Philharmoniker.
- 1902
- Heirat mit Alma Schindler, die ihn mit bildenden
Künstlern der "Wiener Secession" bekannt macht.
- 1907
- Mahler tritt vom Amt des Direktors der Wiener Hofoper
zurück. Familiäre Probleme sowie die häufig antisemitischen
Angriffe auf seine Person sind die Gründe hierfür. Er
nimmt eine Stelle als Gastdirigent an der Metropolitan Opera und
des Philharmonic Orchestra in New York an.
- 1909
- Leiter der New York Philharmonic Society.
- 1910
- 12. September: Uraufführung eines seiner Hauptwerke,
der "VIII. Symphonie", unter seiner Leitung in München.
- Arbeit an der "X. Symphonie", die fragmentarisch bleibt.
- 1911
- 18. Mai: Gustav Mahler stirbt in Wien.
- 1911/12
- Postum Uraufführungen der Symphonie für
Alt, Tenor und Orchester "Das Lied von der Erde" und
der "
IX. Symphonie ", eines reinen Instrumentalwerks.
(lw/ji)
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