1863-1946
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Wilhelm Marx
Jurist, Politiker
- 1863
- 15. Januar: Wilhelm Marx wird als Sohn eines katholischen
Schuldirektors in Köln geboren.
- 1881-1884
- Studium der Rechtswissenschaften in Bonn, anschließend
Referendarzeit.
- 1888
- Eintritt in den preußischen Justizdienst.
- 1894
- Marx wird Landrichter in Elberfeld und beginnt sein
parteipolitisches Engagement für das Zentrum.
- 1899-1918
- Marx ist Mitglied im Preußischen Abgeordnetenhaus.
- 1899-1904
- Vorsitzender des Zentrums in Elberfeld.
- 1904
- Berufung zum Landgerichtsrat in Köln.
- 1906-1919
- Marx wird zum Stellvertretenden Vorsitzenden des
Zentrums im Rheinland gewählt.
- 1907
- Er übernimmt den Vorsitz der Partei in Düsseldorf,
wo er als Oberlandesgerichtsrat tätig ist.
- 1910
- Präsident des Katholikentags in Augsburg.
- 1910-1918
- Mitglied des Reichstags.
- 1911
- Marx gründet die Katholische Schulorganisation,
um der zunehmenden Verweltlichung des Schulwesens entgegenzutreten.
- 1919
- Bei den ersten Wahlen in der Weimarer Republik
wird Marx sowohl in die Nationalversammlung als auch in
die preußische Landesversammlung gewählt.
- 1921
- Wahl zum Senatspräsidenten am Kammergericht in
Berlin und zum Vorsitzenden der Zentrumsfraktion im Reichstag.
- 1922
- Marx wird Parteivorsitzender des Zentrums und Vorsitzender
des Volksvereins für das Katholische Deutschland.
- 1923
- 30. November: Marx übernimmt erstmals das Amt des
Reichskanzlers an der Spitze einer bürgerlichen Minderheitsregierung.
- 1924
- 16. April: Die Regierung Marx stimmt dem Dawes-Plan
zur Neuregelung der Reparationen zu.
- Mai: Nach der Reichstagswahl vom 4. Mai bildet Marx trotz
Stimmenverlusten der Regierungskoalition erneut eine Regierung
ohne parlamentarische Mehrheit.
- Dezember: Marx tritt als Reichskanzler zurück, nachdem auch
die erneute Reichstagswahl vom 7. Dezember keine stabilen
Mehrheitsverhältnisse für eine Koalitionsregierung erbracht
hat.
- 1925
- Februar: Wahl zum preußischen Ministerpräsidenten.
Marx scheitert aber an der Bildung eines arbeitsfähigen Kabinetts und tritt bereits im April wieder zurück.
- Er bewirbt sich in zwei Wahlgängen - zunächst als Kandidat
des Zentrums, dann für die Parteien der "Weimarer Koalition"
- um das Amt des Reichspräsidenten, unterliegt aber letztlich
knapp Paul von Hindenburg.
- 1926
- 19. Januar: Im zweiten Kabinett von Hans Luther
übernimmt Marx das Amt des Reichsministers der Justiz und
der besetzten Gebiete.
- 12. Mai: Nach dem Sturz des Kabinetts Luther durch einen
Mißtrauenantrag im Reichstag wird Marx erneut Reichskanzler
und bildet eine Minderheitsregierung aus Zentrum,
Deutscher Volkspartei (DVP) und Deutscher Demokratischer Partei
(DDP).
- 17. Dezember: Ein erfolgreiches Mißtrauensvotum zwingt
Marx zur Aufnahme der Deutschnationalen Volkspartei (DNVP)
in die Regierungskoalition. Er bleibt Reichskanzler.
- 1928
- 12. Juni: Rücktritt der Regierung Marx nach dem
Wahlsieg der Sozialdemokratischen Partei (SPD) bei der
Reichstagswahl vom 20. Mai.
- Dezember: Rücktritt als Vorsitzender des Zentrums.
- 1932
- Marx verzichtet auf sein Reichstagsmandat und zieht
sich ins Privatleben zurück.
- 1946
- 5. August: Wilhelm Marx stirbt in Bonn.
(am)
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