1882-1951
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![[Photo: Wilhelm von Preußen, um 1935]](../../../objekte/pict/37069/200.jpg)
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Wilhelm von Preußen
Kronprinz des Deutschen Reiches und Preußens
- 1882
- 6. Mai: Wilhelm wird als ältester Sohn von Kaiser
Wilhelm II. und Kaiserin Auguste Viktoria in Potsdam
geboren.
- 1899
- Nach einer neunwöchigen Ausbildung erlangt Wilhelm
an seinem 18. Geburtstag das Offizierspatent.
- 1900
- 30. Mai: Er wird bei der Zweiten Kompanie des Ersten
Garde-Regiments Leutnant und Zugführer.
- 1. September: Beförderung zum Oberleutnant.
- 1901-1903
- Studium des Staats- und Verwaltungsrechts in Bonn.
- 6. Mai: Wilhelm kehrt nach Potsdam zurück und erhält
das Kommando der Zweiten Kompanie des Ersten Garde-Regiments.
- 1905
- 6. Mai: Er heiratet Cecilie Prinzessin von Mecklenburg-Schwerin.
Aus der Ehe gehen vier Söhne und zwei Töchter hervor.
- 1910
- 2. November: Beginn einer mehrmonatigen Indien- und
Ägyptenreise.
- 1911
- 15. September: Wilhelm wird Kommandeur des Ersten Leibhusarenregiments
in Danzig-Langfuhr.
- 1914
- 4. August: Nach Beginn des Ersten Weltkriegs
überträgt ihm sein Vater das Oberkommando der 5. Armee,
die in der Marneschlacht den äußersten ersten
Flügel bildet.
- 1916
- Als General der Infanterie steht Wilhelm an der Spitze
der Heeresgruppe Deutscher Kronprinz im Raum Verdun.
- 1917
- Wilhelm ist maßgeblich am Sturz des Reichskanzlers
Theobald von Bethmann Hollweg beteiligt. Dieser hatte sich
für die Abschaffung des Dreiklassenwahlrechts und
die Einführung des gleichen Wahlrechts in Preußen ausgesprochen.
Außerdem hatte er der Friedensresolution des Reichstags
zugestimmt. Zusammen mit Paul von Hindenburg und
Erich Ludendorff erwirkt Wilhelm die Entlassung Bethmann Hollwegs
beim Kaiser.
- 1918
- 13. November: Nach Beginn der
Novemberrevolution
und der Abdankung von Kaiser Wilhem II. geht er ins holländische
Exil nach Wieringen.
- 1919
- 1. Januar: Wilhelm verzichtet auf alle Rechte an der
preußischen und deutschen Krone.
- 1923
- 10. November: Aufgrund der Bemühungen seines Freundes
Gustav Stresemann darf Wilhelm nach Deutschland zurückkehren.
Er lebt, zunächst ohne politisch hervorzutreten, in Oels
(Schlesien) und Potsdam.
- 1930
- Wilhelm tritt dem Stahlhelm bei.
- Er pflegt engen Kontakt zu Reichspräsident Hindenburg und
Generalmajor Kurt von Schleicher.
- Wilhelm begrüßt den Zusammenschluß der
Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP),
der Deutschnationalen Volkspartei (DNVP) und des
Stahlhelm zur "Harzburger Front".
- 1932
- Nachdem ihm sein Vater eine eigene Kandidatur verboten
hat, setzt sich Wilhelm für die Wahl von Adolf Hitler
zum Reichspräsidenten ein. In der Hoffnung auf eine Wiedererrichtung
der deutschen Monarchie unterstützt er offen die Nationalsozialisten,
tritt jedoch nicht der NSDAP bei.
- 1933
- Eintritt in die Motor-Sturm-Abteilung des Nationalsozialistischen
Kraftfahrerkorps (NSKK).
- 1934
- Nach einer öffentlichen Absage Hitlers an die Monarchie
wendet sich Wilhelm enttäuscht vom NS-Regime ab.
- Er zieht sich aus der Öffentlichkeit zurück und unternimmt
mehrere Reisen.
- 1939
- Nach Beginn des Zweiten Weltkriegs bietet Wilhelm
seine Dienste als Offizier an, er wird jedoch von der Obersten
Heeresleitung unter General Walther von Brauchitsch abgelehnt.
- 1941
- Wilhelm nimmt lose Verbindungen zum Widerstandskreis
um den preußischen Finanzminister Johannes Popitz
auf, der monarchistische Restaurationspläne hegt.
- 1945
- 4. Mai: Wilhelm wird in Österreich von einmarschierenden
französischen Truppen festgenommen und nach Lindau in französische
Kriegsgefangenschaft gebracht.
- Oktober: Er wird aus der französischen Gefangenschaft entlassen
und lebt in einer Villa in Hechingen (Württemberg) am Fuße
der Hohenzollernburg.
- 1951
- 20. Juli: Wilhelm stirbt in Hechingen.
(jo)
Die Nachkommen Kaiser Wilhelms
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