1891-1944
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Erwin Rommel
Militär
- 1891
- 15. November: Erwin Rommel wird in Heidenheim (Württemberg) als
Sohn des Lehrers Erwin Rommel und dessen Frau Helene (geb. von Luz)
geboren.
- 1910
- Nach dem Besuch des Realgymnasiums in Schwäbisch Gmünd tritt
Rommel als Fahnenjunker in das württembergische Heer ein. Er
dient im Infanterieregiment Nr. 124 in Weingarten (Württemberg).
- 1911
- Er absolviert einen Kriegsschullehrgang an der Königlichen
Kadettenschule in Danzig (heute: Gdansk, Polen).
- 1912
- Beförderung zum Leutnant.
- In Weingarten bildet er Rekruten aus.
- 1914
- März: Rommel wird zu einem Feldartillerieregiment nach Ulm
versetzt.
- 1. August: Er kehrt zum Infanterieregiment Nr. 124 zurück.
- August/September: Zu Beginn des
Ersten Weltkriegs dient Rommel zunächst als Zugführer in Belgien und
später bei Verdun.
- September: Er wird an der Hüfte verwundet und erhält das
Eiserne Kreuz II. Klasse.
- 1915
- Januar: Als Kompaniechef führt er ein Stoßtruppunternehmen
in den Argonnen (Champagne) und erhält das Eiserne Kreuz I.
Klasse.
- September: Nach einer Verwundung am Bein wird Rommel zum Oberleutnant
befördert.
- Oktober: Versetzung zum Württembergischen Gebirgsbataillon, mit
dem er im Stellungskrieg in den Vogesen eingesetzt wird.
- 1916
- Oktober: Rommel wird an die rumänische Front verlegt.
- November: Heirat mit Lucie Maria Mollin in Danzig. Aus der Ehe geht
ein Sohn hervor.
- 1917
- Oktober: Mit dem Gebirgsbataillon wird er an die italienische
Isonzofront versetzt, wo er am
Vormarsch auf die Piave teilnimmt.
- Dezember: Verleihung des Ordens
Pour le Mérite.
- 1918
- Bis Kriegsende leistet er als Ordonnanzoffizier Stabsdienst bei einem
Generalkommando an der Westfront.
- 1919
- März: Rommel kommt als Hauptmann zu einer Kompanie nach
Friedrichshafen.
- Oktober: Neuvereidigung in der
Reichswehr
.
- 1921-1929
- Chef einer Maschinengewehrkompanie in Stuttgart.
- 1929-1933
- Rommel ist Lehrer an der Dresdner Infanterieschule.
- 1933
- Januar: Die
Machtübernahme der Nationalsozialisten begrüßt Rommel, da er sich eine
Revision des
Versailler Vertrags erhofft.
- Oktober: Bataillonskommandeur in Goslar (Harz) und Beförderung
zum Major.
- 1934
- 30. September: Beim Reichsbauerntag in Goslar setzt Rommel durch,
daß die
Schutzstaffel
(SS) bei der Aufstellung eine Position hinter der Armee einnimmt. Er
selbst schreitet neben
Adolf Hitler die Front ab.
- 1935
- Rommel wird Lehrgangsleiter an der Infanterieschule in Potsdam.
- 1936
- Er wird in das militärische Begleitkommando von Hitler berufen.
- 1937
- Sein Buch "Infanterie greift an" wird veröffentlicht.
Bis zum Ende des
NS-Regimes werden davon 400.000 Exemplare verkauft.
- 1938
- Oktober: Beim deutschen Einmarsch in das Sudetengebiet hat Rommel den
Oberbefehl über das Führerbegleitkommando.
- 1939
- März: Kommandant des Führerhauptquartiers bei der Besetzung
der "Resttschechei" und des Memellandes.
- September: Als Generalmajor hat er bei Beginn des
Zweiten Weltkriegs die reguläre Leitung des Führerhauptquartiers inne.
- 1940
- Mai: Als Kommandeur der 7. Panzerdivision nimmt er am
Frankreichfeldzug teil und erhält das Ritterkreuz.
- 1941
- Februar: Nach seiner Beförderung zum Generalleutnant erhält
Rommel den Oberbefehl über das deutsche Afrikakorps in Libyen.
Hitler übergeht den Widerstand des Oberbefehlshabers des Heers,
Walther von Brauchitsch, gegen die Ernennung Rommels.
- März/April: Mit einer Offensive gegen die britischen Truppen zu
Beginn des Afrikafeldzugs gelingt Rommel die Rückeroberung der
Cyrenaika (Libyen).
- Juli: Er wird Befehlshaber der "Panzergruppe Afrika".
- November: Rommel muß sich während der britischen Offensive
"Crusader" aus der Cyrenaika zurückziehen.
- 1942
- Januar: Rückeroberung des Cyrenaika-Gebiets.
- Mai: Die große Sommeroffensive der Achsenmächte in Afrika
beginnt.
- 22. Juni: Nach der Eroberung von Tobruk ernennt Hitler Rommel zum
Generalfeldmarschall. Damit gerät Rommel in Konflikt zur
Generalstabsführung unter Feldmarschall
Wilhelm Keitel
und Generaloberst
Alfred Jodl, die ihn wegen des engen Verhältnisses zu Hitler und seines
schnellen Aufstiegs in die Wehrmachtsführung ablehnen.
- Juni-August: Rommel rückt bis
El Alamein (Ägypten) vor.
Bernard L. Montgomery wird Oberbefehlshaber der britischen Truppen.
- September: Während eines Genesungsurlaubs in Deutschland tritt
Rommel im Berliner Sportpalast auf und wird von der Propaganda als
Kriegsheld gefeiert.
- Oktober: Bei El Alamein startet die britische Offensive. Hitler
erteilt dem nach Afrika zurückgekehrten Rommel den Befehl zum
Halten der Stellung.
- November: Nach dem Durchbruch der Briten bei El Alamein beginnt Rommel
den Rückzug. Kurz darauf landen alliierte Truppen in Algerien
(Unternehmen "Torch").
- 1943
- Februar: Rommel wird Oberbefehlshaber der Heeresgruppe Afrika.
- März: Er verläßt Nordafrika.
- Mai: Die deutsche Heeresgruppe Afrika kapituliert vor den britischen
und amerikanischen Truppen.
- Juli: Nach der alliierten Landung in Sizilien erhält Rommel das
Kommando über die Heeresgruppe B.
- August: In Italien wird
Benito Mussolini gestürzt und auf Befehl von König
Viktor Emanuel III. inhaftiert. Daraufhin besetzt Rommel mit seiner Heeresgruppe Italien.
- September: Er hat den Oberbefehl in Norditalien inne, während
Albert Kessselring die deutschen Truppen in Süditalien befehligt.
- November: Rommel bekommt den Auftrag zur Kontrolle der
Verteidigungsmaßnahmen an der französischen
Atlantikküste. Er ist damit Hitler direkt unterstellt.
- 1944
- März: Er unterzeichnet das Treuegelöbnis der
Generalfeldmarschälle und übergibt es Hitler.
- Juli: Beim alliierten Vormarsch in Frankreich wird Rommel bei einem
Tieffliegerangriff bei Caen schwer verwundet.
- Nach dem
Attentat vom 20. Juli wird Rommel aus Kreisen der Wehrmachtsführung der Beteiligung am
Widerstand beschuldigt.
- August: Er kehrt auf Genesungsurlaub in sein Haus nach Herrlingen (bei
Ulm) zurück.
- 7. Oktober: Er bekommt den Befehl, sich in Berlin beim
Oberkommando der Wehrmacht
(OKW) zu melden, um sich vor dem
Volksgerichtshof
zu verantworten. Mit Verweis auf seinen gesundheitlichen Zustand lehnt
er ab.
- 14. Oktober: Zwei Generale im Auftrag des OKW überbringen Rommel
in Herrlingen die Anschuldigung, an der Attentatsplanung beteiligt
gewesen zu sein. Im Beisein der beiden Generale tötet Erwin
Rommel sich mit einer Giftkapsel.
- 18. Oktober: Nach einem großen Staatsakt in Ulm wird sein Leichnam im
nahegelegenen Herrlingen beigesetzt.
(mw)
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