1865-1939
![[Photo: Philipp Scheidemann]](../../../objekte/pict/f65_1896/200.jpg)
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Philipp Scheidemann
Politiker
- 1865
- 26. Juli: Philipp Scheidemann wird als Sohn eines Tapezierer-
und Polsterermeisters in Kassel geboren.
- 1871-1879
- Er besucht die Bürgerschule und die Höhere
Bürgerschule in Kassel.
- 1879-1883
- Schriftsetzerlehre in Kassel.
- 1883
- Er tritt in die
Sozialdemokratische Partei Deutschlands
(SPD) und in die Gewerkschaft ein.
- bis 1895
- Er arbeitet als Schriftsetzergehilfe, Korrektor
und Faktor.
- 1895-1905
- Redakteur bei sozialdemokratischen Zeitungen in
Gießen, Nürnberg, Offenbach und Kassel.
- 1903-1933
- Mitglied des Reichstags, bis 1918 für einen
Wahlkreis in Düsseldorf, von 1920 bis 1933 für den Wahlkreis
Hessen-Nassau.
- 1906-1911
- Stadtverordneter in Kassel.
- 1911
- Als Sekretär wird er in den Parteivorstand der
SPD berufen.
- 1913-1918
- Nach dem Tod August Bebels übernimmt
er mit Hugo Haase den Vorsitz der Fraktion.
- 1914-1918
- Während des Ersten Weltkriegs wendet
er sich gegen die Kriegszielpropaganda des Alldeutschen Verbands
und tritt für einen Verständigungsfrieden ohne Kriegsentschädigungen
und Annexionen ein.
- 1917
- Scheidemann wird nach der Abspaltung der Unabhängigen
Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (USPD) neben Friedrich
Ebert in den Parteivorstand der SPD gewählt.
- 1918
- Januar: Während des Januarstreiks gehört er dem sogenannten Aktionsausschuß an.
- Oktober: In der ersten parlamentarischen Reichsregierung
unter dem Reichskanzler Prinz Max von Baden ist Scheidemann
Staatssekretär.
- 9. November: Nach der Verkündung der Abdankung Wilhelms
II. legt Scheidemann zusammen mit anderen Regierungsmitgliedern
der SPD sein Amt nieder.
Er ruft vom Reichstag die "deutsche
Republik" aus. (Rede)
Zwei Stunden später verkündet Karl
Liebknecht die "freie sozialistische Republik" vom
Balkon des Berliner Schlosses.
- 1918/19
- Mitglied des Rats der Volksbeauftragten.
- 1919
- 13. Februar - 20. Juni: Scheidemann führt als Ministerpräsident
des Reiches die erste demokratisch legitimierte Reichsregierung,
gebildet aus SPD, Zentrum
und Deutscher Demokratischer Partei (DDP). Er tritt zurück, weil er die Friedensbedingungen
des Versailler Vertrags nicht akzeptieren kann.
- Juni - Dezember: Er ist erneut Mitglied des Parteivorstands.
- 1920-1925
- Oberbürgermeister von Kassel.
- 1922
- 4. Juni: Scheidemann wird Opfer eines Attentatversuchs
mit Blausäure, wird aber nicht verletzt.
- 1926
- Dezember: Scheidemann enthüllt im Reichstag die
Zusammenarbeit von Reichswehr und Roter Armee, was zum Rücktritt
des Kabinetts Marx führt.
- 1933
- März: Scheidemann emigriert über Prag, die
Schweiz, Frankreich und die USA nach Dänemark.
- 1939
- 29. November: Philipp Scheidemann stirbt in Kopenhagen.
(ka)
Friedensrede im Reichstag, 1917
Ausrufung der Republik, 1918
Nachruf: Scheidemann, Philipp, 1939
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